• Nur ein kleines bisschen weniger Regen

    March 18 in Chile ⋅ 🌧 12 °C

    Man kann nun nicht unbedingt sagen, dass sich unsere Hoffnung auf Wetterbesserung erfüllt. Es gibt vielleicht ein kleines bisschen weniger Regen. Aber doch immer noch so viel, dass wir auf all unsere geplanten Wanderungen in den umliegenden Nationalparks verzichten. Kurz vor Chaitén verbringen wir einen weiteren Regentag in der Therme El Amarillo. Da lässt sich der Regen etwas aushalten.
    Einen Zwischenstopp machen wir in der kleinen Stadt Chaitén. Diese wurde 2008 fast komplett bei einem Vulkanausbruch zerstört und kurze Zeit später auf Drängen der Bewohner wieder aufgebaut. Von weitem sieht man den Vulkan Chaitén, aus dem es überall qualmt.
    Unsere Wanderung im Pumalin-Parque, auf den ich mich schon sehr gefreut hatte, treten wir wegen des anhaltenden Regens auch nicht an. Dabei ist der Park ein Traum von einem Kaltregenwald. Undurchdringbare Wildnis erwartet einen hier. Die Carretera Austral führt als einzige Straße mitten hindurch. Der Park wurde von North-Face Gründer Thompkins geschaffen. Er kaufte 300.000 Hektar Urwald auf und schuf damit ein beeindruckendes Naturschutzprojekt. Die ansässige Bevölkerung war zunächst gar nicht begeistert, hat mittlerweile aber erkannt, wie viele Arbeitsplätze dadurch im Tourismus geschaffen wurden.
    Wir fahren leider nur durch in hindurch und vor uns liegt das letzte Stück dieser Traumstraße. Drei Fähren muss man noch nehmen, um die Meerengen zu überqueren. Der Kauf eines zusammen gehörenden Tickets für zwei Fähren im Internet gestaltet sich schwierig und gelingt erst nach mehrmaligen Anläufen. Die erste Fähre soll 12.30 Uhr starten. Als wir 11 Uhr ankommen, sind wir die letzten, die auf die Fähre kommen. Hinter uns wird die Auffahrrampe geschlossen. 45 Minuten dauert die Fahrt und anschließend geht es durch den Pumalin-Parque ein paar Kilometer weiter auf der Straße. Dann warten wir fast zwei Stunden vor der nächsten Fähre. Jetzt wird uns klar, dass wir zwar die letzten auf der Fähre waren, aber nach uns noch eine fuhr. Die nächste Überfahrt dauert 3 Stunden. Nach der Ankunft entscheiden wir uns für die längere, aber überraschenderweise asphaltierte Küstenstraße. Dort übernachten wir noch einmal und sehen am nächsten Morgen viele Delfine, nur wenige Meter vom Strand entfernt.
    Weil uns der Thermenbesuch so viel Spaß gemacht hat, besuchen wir hier nun gleich noch eine, nämlich las Termas del Sol. Zwar etwas teuer, aber durchaus lohnenswert. Ein Traum von einer Therme. Mitten in einem Nationalpark gelegen, gibt es hier mehrere Becken, die Temperaturen von 36-45(!)Grad haben und im dichten Urwald liegen. Und zwischendurch essen wir hier eine fantastische Pizza und einen sehr leckeren Kuchen.
    Als die Therme 20 Uhr schließt, sind wir quasi die letzten, die sie verlassen und müssen nun noch einen Übernachtungsplatz finden.
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