Lago Calafquen und abenteuerliche Wege
April 1 in Chile ⋅ ⛅ 16 °C
Zwei Tage verweilen wir bei bestem Wetter am schönen See Calafquen im niedlichen Örtchen Lican Ray. Im Sommer platzt dieser kleine Badeort aus allen Nähten, aber jetzt tummeln sich nur noch wenige Touristen herum. Einer von denen ist Felix, ein Chilene mit einem deutschen Wohnmobil (Weinsberg). Wie die meisten Chilenen ist auch er sehr redselig. Und während Micha und er quatschen, gehe ich in dem See schwimmen. Als ich zurück komme, haben die beiden Männer sich unserer ausfahrbaren Treppe, die nicht mehr auszufahren geht, angenommen. Ich habe das Gefühl, dass sich die südamerikanischen Männer mit Vorliebe irgendwelchen technischen Problemen widmen, wobei sie dann stundenlang fachsimpeln können.😅
Tatsächlich kriegen die beiden auch die Treppe wieder zum Laufen. Daraufhin wird nochmal stundenlang gequatscht und Bier getrunken. Am späten Nachmittag möchte ich dann aber doch weiter fahren und habe einen vermutlich schönen, ruhigen Übernachtungsplatz am selben See, direkt am Strand gefunden. Da wir erst etwas spät los kommen, wird es bei der Ankunft schon langsam dunkel und wir stellen fest, dass der Platz zwar wirklich schön ist, nur, um dahin zu gelangen, ein kleines Problem hat. Der sehr schmale Weg führt kurvig einen kleinen Abhang entlang und hat tiefe Furchen. Und entweder schneiden wir erstmal überhängende Äste ab oder wir kippen in den durch starken Regen gebildeten daneben liegenden Graben. Also erstmal Astschere rausholen und Gartenarbeit erledigen. Vom See haben wir nun auch nichts mehr, weil es schon dunkel ist. Die ganze Nacht schlafen wir beide unruhig, da wir uns überlegen, wie wir am nächsten Tag hier wieder rauskommen. Als wir beim Frühstück sitzen, kommt plötzlich ein Auto an uns vorbei gefahren. Und siehe da: der fährt gar nicht diesen gefährlichen Abhang entlang, sondern durch den kleinen Fluss, der neben uns fließt. Diesen Weg haben wir gar nicht in Betracht gezogen. Als wir nach dem Frühstück losfahren, stellen wir fest, dass wir uns den gestrigen Aufwand hätten völlig sparen können, denn einmal durch den Fluss gefahren, gelangt man auf einen gut zu befahrenden Sandweg.Read more










