• Abenteuerliche Fahrt im Conguillio N.P

    April 4 in Chile ⋅ ☀️ 19 °C

    Da wir erst am 13.4.einen Werkstatt-Termin in Santiago bekommen, müssen wir uns bis dahin noch ein bisschen die Zeit vertreiben. Micha hat deshalb den Conguillio Nationalpark heraus gesucht. Der Park liegt um dem aktivsten Vulkan Chiles herum, hat viele schöne farbige Seen und tolle Wanderwege zu Fumarolen. Das hört sich gut an. So geht es von Valdivia wieder in den Westen. Wir übernachten in dem Vulkan-Ort Melipuenco auf dem örtlichen Picknickplatz. Sehr ruhig und schön, auch wieder mit Blick auf den Vulkan, gelegen. Im Reiseführer lesen wir, dass wir die Tickets für den Nationalpark online kaufen müssen. Leider stellen wir dabei fest, dass es für die nächsten Tage keine Tickets mehr gibt. Es ist Ostern und die Chilenen machen selbst Ausflüge in die Umgebung und der Park ist ziemlich klein. Naja, auch nicht so schlimm. Wir schlendern durch den hübschen Ort. Überhaupt stellen wir fest, dass uns die chilenischen Orte sehr gut gefallen. Schöne kleine Häuser mit gepflegten Gärten, viele süße kleine Geschäfte und freundliche Menschen. Hier lässt es sich gut leben.
    In der Overlander-App lesen wir, dass man, wenn man in den Ort Curacautin möchte, der auf der nördlichen Seite des Nationalpark liegt, ohne Ticket einfach durch den Park hindurch fahren kann. Da wir ja in den Norden wollen, scheint uns das eine gute Alternative, um wenigstens ein bisschen von der Vulkanlandschaft im Park zu sehen. Als wir am nächsten Tag zum Parkeingang kommen und den Wächtern von unserer Idee erzählen, sind diese etwas zurückhaltend. Ja, wir können das machen, aber der Park ist sehr voll und wir müssen mit vielen entgegen kommenden Autos rechnen und dann sollen wir immer wieder Pausen einlegen. Häh?! Naja, wir fahren hinein und können zunächst auch die Vulkanlandschaft genießen. Sehr beeindruckend die Lavafelder, in denen aber immer wieder grüne Inseln mit Baumbewuchs liegen.
    Unerwartet führt die "Straße" durch einen Wald. Der Weg verengt sich immer mehr und immer wieder kommen uns Autos entgegen, die wegen der schlechten Straße nicht rückwärts fahren können. Irgendwann muss Micha im Rückwärtsgang den gewundenen Weg zurück fahren, während ich ihm Anweisungen gebe, wie er zu fahren hat, um nicht überhängende Äste abzufahren bzw.in den Graben zu kippen. Dann kommt uns ein Pickup mit Aufsatzkabine entgegen. Das dazugehörige chilenische Paar rät uns davon ab, weiter zu fahren. Die Straße soll die nächsten 8km so weiter verlaufen und noch etwas schlimmer werden. Micha ist jetzt schon durchgeschwitzt. Hier wenden können wir nicht. Alles ist viel zu eng. So muss Micha nochmal den Rückwärtsgang einlegen und etwa 200m bergab diese kurvenreiche, enge Straße zurück fahren, bis er wenden kann. Erfolglos fahren wir zurück zum Eingang und berichten den Parkwächtern von unserer gescheiterten Fahrt. Zumindest können wir noch den schönen Wasserfall am Parkeingang besuchen.
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