• Valle del Encanto

    April 19 in Chile ⋅ ⛅ 15 °C

    Seit langem treffen wir wieder mal auf Reisende aus Deutschland, beziehungsweise überhaupt mal wieder auf andere Reisende. Irgendwie dachten wir schon, dass wir ganz allein in Chile als ausländische Touristen gerade herum reisen. Ein junges Pärchen aus Bayern stehen mit ihrem Pickup auf dem Übernachtungsplatz an der Küste. Aber die beiden scheinen nicht so ganz glücklich mit ihrer Reise zu sein. Ziemlich ungeplant und unvorbereitet erscheinen sie uns und sie finden es alles unerwartet teuer, so dass sie auf viele Sehenswürdigkeiten verzichtet haben. Das zeigt uns doch mal wieder, dass gute Vorbereitung auf so eine Reise sehr wichtig ist.
    Wir machen uns bald auf den Weg, denn wir gehen wieder einer unserer Lieblingsbeschäftigungen nach: prähistorische Kunstwerke:) Dieses Mal geht es zu Petroglyphen, also Steingravuren. Diese finden sich im Valle del Encanto. Dieses kleine Tal sieht ein bisschen wie eine Oase in einer ansonsten sehr trockenen Umgebung aus. Es war das Siedlungsgebiet der Molle, die hier etwa 500 Jahre seit dem 2. Jahrhundert lebten. Leider ist der Nationalpark absolut chaotisch gestaltet. Die Beschilderung für die Petroglyphen fehlt manchmal völlig, ist kaum noch lesbar oder führt inmitten eines Gestrüpps oder zwischen Kakteen. Wir klettern ab und zu auf Felsen herum, verlaufen uns und finden nicht so leicht wieder von Felsen herunter. Manchmal kann man nichts mehr von den Gravuren erkennen. Aber einige sind schon der Wahnsinn. Sie stellen Figuren dar, die wie Außerirdische aussehen. Warum diese Figuren so aussehen, weiß man nicht. Eine tolle Atmosphäre herrscht hier auch im Tal, ein kleiner Bach fließt zwischen den Felsen und uralten, aber abgestorbenen Bäumen. Man kann erahnen, wie grün und fruchtbar dieses Tal vor hunderten von Jahren war.
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