• Wüste und Antofagasta

    May 7 in Chile ⋅ ☀️ 19 °C

    Nun fahren wir viele Hunderte Kilometer durch die Wüstenlandschaft Atacama. Ein staubige, extrem trockene Region. Nähert man sich Ortsansammlungen, ist alles voll gemüllt. Ein großes Stück fahren wir nicht die Panamericana sondern die etwas hübschere Küstenroute 1. Hier gibt es nur aller paar Kilometer kleine Ortschaften der Indigenen. Auch alles schmutzig mit Müllbergen am Ende der Orte. Ganz besonders dreckig ist es bei der Zufahrt nach Antofagasta, eine Hafenstadt, die ich vom Namen her noch aus meiner Speditionsausbildung kenne. Irgendwie hört sich der Name schon hässlich an😅. Aber als wir in die Stadt hinein fahren, ändert sich das Bild etwas. Die Stadt liegt direkt am Meer und scheint in die Wüste, die sich dahinter auftürmt, hinein gebaut worden zu sein. In einem Shoppingcenter gehe ich schnell noch in den Supermarkt und da sehe ich das erste Mal schick gekleidete Menschen hier in Chile. Bisher hatten wir immer den Eindruck, dass die Chilenen null Wert auf Kleidung legen (was mir ja sehr sympathisch ist😅) und es überall Secondhand Läden gibt, aber hier scheinen die Menschen sehr wohlhabend zu sein und der Supermarkt stellt sich als der teuerste von ganz Chile heraus. Später erfahren wir, dass die Gegend durch die umliegenden Kupferminen so reich ist und deren Angestellten und Arbeiter neben einem ausgezeichneten Gehalt viele verschiedene soziale Privilegien genießen.
    Die Stadt selbst schauen wir uns jedoch nicht an, da es nichts Sehenswertes gibt und eigentlich suchen wir nur einen Schlafplatz am Stadtstrand auf, wo wir schnell fündig werden. Viele der Städter sind am Abend mit Campingausrüstung da, grillen und genießen ihren Feierabend.
    Und wir finden es schon sehr lustig, hier vor der Großstadt-Kulisse direkt am Strand übernachten zu können.
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