• Putre und Höhe bekommt mir nicht

    17. maj, Chile ⋅ ☀️ 9 °C

    Am nächsten Tag fahren wir langsam zum hübschen Andenort Putre. Der liegt auf auf 3500 Metern und ist somit wieder ein Übernachtungsort für uns, um uns langsam an die Höhe zu akklimatisieren. Uns geht es auch noch so gut, dass wir sogar unseren Morgensport machen können. Wir gehen ein bisschen im Ort spazieren, der ziemlich auf Touristen eingestellt, aber in der Nebensaison sehr verlassen ist. Mitten durch den Ort fließt ein kleines Flüsschen, was hübsch eingerahmt wurde und es gibt viele Restaurants und kleine Geschäfte. In einem davon kaufen wir Koka-Blätter, aus denen wir am Abend einen Tee machen. Soll ja bekanntlich bei Höhenproblemen helfen. Auch am nächsten Morgen trinken wir zum Frühstück Koka-Tee. Im Ort treffen wir eine französische Familie mit Wohnmobil, die gerade von Bolivien kommen und überaus glücklich sind, da raus zu sein, weil es dort gerade politischen Unruhen mit Demonstrationen gibt und man an Tankstellen wegen Treibstoff-Mangel schon mal zwei Tage anstehen kann.
    Dann fahren wir auf 4200m hoch zu einer Therme. Da können wir auch über Nacht bleiben und uns wird gesagt, dass es hier Pumas gibt, die abends vorbeikommen. In der Therme gibt es verschiedene Becken mit unterschiedlichen Temperaturen und Schlammbecken. Wir bleiben eine Weile drin. In der Sonne ist es jedoch zu warm, so dass wir nach Sonnenuntergang zurückkommen wollen. Aber als wir zum Womo zurück gehen, wird es mir plötzlich übel. Ich bekomme Kopfschmerzen, mir ist schwindelig und es geht mir sehr schlecht. Nun hat es mich wohl doch mit der Höhekrankheit erwischt?? Wir packen alles zusammen und fahren wieder nach Putre zurück. Dort geht es mir nach einer halben Stunde auch etwas besser. Heißt das nun, dass wir die Weiterfahrt auf dem Hochland abbrechen müssen? Das wäre sehr schade. Schon schade genug, dass wir nicht an der Therme übernachten können. Entgeht uns wieder der Puma😔
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