Curitiba, die Vorzeige-Stadt
Oct 20–22 in Brazil
⛅ 22 °C
Vom Familienbesuch geht es in die Landeshauptstadt Paranas, nach Curitiba. Die Nacht davor verbringen wir im renaturierten Parque Estadual Rio do Turvo. Hier, wo die Gegend vor allem von Landwirtschaft geprägt ist, Palmenherz-und Bananenplantagen, wurde ein mehrere Hektar großes Gebiet renaturiert und viele viele Bäume gepflanzt. Die Natur ist zurück und nun kann man in einem tollen Park den Tag mit Grillen und Wanderungen zu den Wasserfällen verbringen. Wir kommen nur etwas spät an und obwohl wir die Übernachtung noch im Internet reserviert haben, stehen wir vor einem verschlossenen Tor. Wir klettern durch den Zaun und gehen zum Besucherzentrum. Glücklicherweise ist noch ein freundlicher Mann da, der uns hinein lässt. Am nächsten Morgen spazieren wir noch zu einem der Wasserfälle, der hübsch anzusehen ist. Allerdings muss man sagen, dass man nun merkt, wie weit wir hier schon im Süden sind, denn es ist uns eindeutig zu kalt.
Danach fahren wir nach Curitiba. Die Stadt war schon Anfang der 90er Jahre das Aushängeschild für Brasilien. Immer wieder zur Stadt mit der besten Lebensqualität gewählt und schon sehr früh auf Nachhaltigkeit gesetzt. Es ist auch der erste Ort in Südamerika, in dem Müll getrennt wurde und der das best ausgebaute öffentliche Verkehrsnetz hat. Wir stehen im italienischen Viertel auf einem riesigen Parkplatz, auf dem Wohnmobile erlaubt sind, vor dem größten Restaurant Südamerikas. Madalloso heißt es, kann 5000 Gäste bedienen, es gibt über 90 Kellner und über 40 Personen arbeiten in der Küche. Wir essen allerdings nicht da. Denn es ist italienisches Rodízio und bei so einer Art von Essen muss man schon sehr viel Hunger mitbringen.
Am nächsten Tag machen wir mit einem Doppeldecker - Bus der Linia Turismo eine Stadtrundfahrt. Die Sehenswürdigkeiten im historischen Viertel sind schnell abgehakt. Wir schlendern über die erste Fußgängerzone Brasiliens, auf der im 10 Minuten Takt eine Streife der Polícia Militar entlang fährt. Ist das hier so gefährlich??
Dann statten wir dem Oscar Niemeyer Museum einen Besuch ab, obwohl wir ja nicht so die Kunst-Begeisterten sind. Aber irgendwie hat die Stadt ansonsten nicht so viel Spannendes zu bieten.
Zum Schluss halten wir noch im Parque das Pedreiras an. Dort steht die Ópera de Arame, eine Glas-Stahlkonstruktion vor einem See, in der oder vor der immer Konzerte gegeben werden. Allerdings muss man hier nochmal Eintritt bezahlen und dafür, dass man nur die Oper sieht, hat sich der Eintrittspreis überhaupt nicht gelohnt.
Nun unser Fazit zu Curitiba: Kann man getrost links liegen lassen!Read more

























