• Olula del Rio

    October 27, 2025 in Spain ⋅ ⛅ 13 °C

    Ich hab nicht gut geschlafen. So eine Hölenwohnung hat ja keine Fenster, kein nix. Verflixt.
    Naja, früh scheint die Sonne und ich genieße den Kaffee mit wunderbarer Aussicht. Um 9h geht's los. Die morgendliche Sonne taucht die Felsen in ein warmes Licht. Ich freu mich schon wieder. Die Strasse führt durch den Canyon und die Sonne lässt mich schon Kurz ärmlich fahren. Oben an den Felsrändern steht der Nebel von der Nachtfeuchtigkeit. Bloß gut ich hab das Zelt zu Hause gelassen. Schon bald aber steigt die Strasse in steilen Kehren an und will nach oben. Fröhlich radle ich bergan. Die Landschaft beflügelt einen. Oben angekommen tauche ich für kurze Zeit in den Nebel ein. Die durch den Dunst schimmernden Mandelbäume lassen alles in einem mystischen Licht erscheinen . Schon bald habe ich die Sonne wieder für mich. Ich muss in ein Tak hinunter und auf der anderen Seite wieder hoch und komme so an den Fuss des Bazagebirges. Dort liegt das Örtchen Gor. Cooler Name. Ein Brunnen speist aus mehreren Fontänen bestes Gebirgswasser, aus denen ich meine Trinkflaschen wieder auffülle. Im Konsum kaufe ich etwas ein, mache es mir auf der Plaza bequem und schaue beim frühstücken dem Dorftreiben zu. Die Bar ist 11h schon wieder gut gefüllt. Diese Spanier.
    Aus dem Tal muss ich wieder hoch und radle kurz an einer Autobahn entlang, bevor ich auf einem kleinen Sträßchen talabwärts rolle. Vorbei an einer Kirche im Mexico-westernstyle komme ich in einen kleinen Weiler namens Bor. Hier treffe ich auf die Strecke einer alten Bahnlinie. 🫣
    Aber keine Angst. Der Weg ist gut fahrbar und außerdem die nächsten 25km bergab.😀. Ich lass es gemütlich rollen und habe weite Fehrnblicke in die Gorafewüste und die Sierra de Carzola. So rollt es etwa eine Stunde dahin, durch Felseinschnitte, einem Tunnel und ich denke ich fahre die ganze Zeitan einem Foto vorbei. In dem Städchen Baza kaufe ich in einer Bäckerei Empanadas, gefüllt mit Thunfisch. Jetzt muss ich erstmal wieder bergan, aber diese Bahntrasse hält sein Versprechen und so geht es mit 2%Steigung eher gemütlich bergan. Der auffrischende Rückenwind tut sein übriges. Bald bin ich oben und jetzt fetzt es richtig. Ich hab noch 40km vor mir und die geht es komplett bergab. Ich fahre auf die Sierra Cala Alto zu und die mittlerweille recht tiefstehende Sonne(winterzeit) taucht die grünen Hügel und hohen Berge und die darin verstreut liegenden weißen Dörfer in ein bezauberndes Licht. Mit 35kmh, geschoben vom Rückenwind rausche ich bergab. Im alten Bahnhof von Seron ist jetzt eine Pinte untergebracht und die hat auch noch offen. Ich genemige mir ein Bier. Soviel Zeit muss sein.und ich spule die letzten 20km ab. Der Wind hat zwar gedreht aber es stört nicht. Im Hostel schnell geduscht, im Spar für morgen eingekauft und in einer Bodega gegrillten Calamares mit Ziegenkäse gegessen. Gute Nacht.
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