Alhama de Grenada
October 24, 2025 in Germany ⋅ 🌬 10 °C
Jetzt gerade vertrödele ich die Zeit in der Hostelbar. Aber der Tag war lang. Gestern treffen sich Steffi und ich pünktlich um 17h und auf geht's zum Hannover Flughafen. Dort das kürzeste vorabend Check in Evergreen. Gemessen 12min rein,raus. Aber auch nur so lange, weil die Dame beim sperrgutschalter genauer bei meinen Rad hinschauen musste. Beim guten örtlichen Italiener gab's Abendessen und Steffi setzte mich beim Maritimhotel ab. Für Sie begann eine Stauträchtige Rückfahrt und erst kurz vor Mitternacht war sie wieder zu Hause. Ich konnte knapp 4h schlafen. 3.30h klingelt der Wecker. Schell ein Kaffee in der lobby, rein in den Flieger und pünktlich zum Sonnenaufgang in Malaga gelandet. Gepäck alles da, Rad schnell zusammen geschraubt und los gings. Etwas tricky war das Flughafen Kreisverkehr Autobahn gemoscher . Aber alle waren rücksichtsvoll. Im Decatlon eine Gascatusche gekauft und dan Malaga. Ich bin Volltempo geradelt um schnell durchzukommen. Es ist nicht besonders ansehnlich. Aber schon im übernächsten Dorf gab's Frühstück. Bocadillo mit Käse und Spiegeleier, Kaffee und Cola. 7euro. Man,man,man. Die Strecke am Meer entlang war okay. Immermal auf netten Radwegen teils auf einer alten Bahntrasse mit Tunnel und Einschnitten. Teils aber auch einfach auf der N Straße. Kurz bevor ich das Meer verließ gönnte ich mir noch gegrillten Oktopus. Dann aber in die Berge. Zuerst auf einer kleinen Straße die immer leicht bergauf durch kleine Dörfer führte. Jetzt sah ich schon den Pass der ca.1000hm über mir liegt und ich bin jetzt schon kaputt. Im letzten Dorf deckte ich mich nochmal mit Wasser ein und los gings. Die anfangs gutmütige Straße zug schnell auf bis zu 10%an. Die Sonne knallte unbarmherzig. Knapp 40grad. Im Schatten 30. Endlich kam ich zu einem streckenabschnitt den ich mir rausgesucht hatte. Eine alte Bahntrasse. Komisch fand ich das schon, weil es fehlten noch 100derte hm. Ich fand schnell heraus wieso. Die Strecke führte mit 7 -12% bergan. Und das auf Schotter nicht besonderer Güte. Ich kämpfte vor mich hin und machte an jedem Schattenplatz halt. Die Sonne machte aus mir ein Aufbackbrötchen. Nach einer Fachstelle ging es richtig los. Immer Steil wurde der Untergrund nicht mehr fahrbar. Etliche km musste ich von Schatten zu Schatten schieben. Und die Sonne... Endlich war ich irgendwann aus dem Steilabschnitt raus. Mit 2-4% Steigung ging es weiter. Ich konnte fahren aber der schlechte Untergrund forderte mich voll. Jetzt sah ich auch die von mir verschmäte Strasse unter mir heraufkommen. Alter, die lag sogar im Schatten. Jetzt rückt die Felsszenerie immer näher und ich kann mich endlich daran erfreuen. Durch einen Tunnel geht's jetzt flach zu einen schönen Aussichtspunkt. Ich Ruhe aus. Mann das war heftig. Sicher mit das anstrengenste was ich so gemacht habe. Und das mit fast 60. Schnell in Spar einkaufen und die restlichen 8km abspülen. Den letzten sogar bergab.😄. Das Hotel sehe ich der tiefstehenden Sonne schon von weitem. Alles ist in ei goldenes Licht getaucht. Schön. In der Bar herrscht ein Orenbetäubender Lärm. Spanien halt. Ein schnelles Bier, Badewanne, Abendessen auf dem Balkon und jetzt hier. Gleich geht's ins Bett. Gute Nacht.
Ich glaub ich uss nochmal die morgige Tourenplanung überarbeiten.Read more
Quetar
October 25, 2025 in Spain ⋅ ⛅ 23 °C
Noch ein Nachtrag zu gestern. Bei Booking hatte ich das Zimmer mit Frühstück für 45 Euro gebucht. Vor Ort sagte El Cheffe zu mir: Heute nur 40. Diese Spanier.
7h morgens wurde ich wach. Die ersten Bauarbeiter tranken schon ihren rotwein. Entsprechend laut war es. Zum Frühstück gab es Kaffee und warmes Baguette mit Omelett und gescholzenen Käse. Hmm.
Um 9h sitze ich auf den Rad und es zieht sofort bergan. Meine Muskeln haben sich gut erholt und ich fühle mich frisch. Es geht gut voran. Auf dem Pass angekommen steht auf dem passschild das Logo der bergpassinternetseite "Quäl Dich". Wie hats das wohl hierhin geschafft. Jetzt steil bergab kann ich über die weite Hügellandschaft schauen , die von Olivenbäumen geprägt ist. Dahinter erheben sich majestätisch die hohen Berge der Sierra Nevada. Die morgendliche Sonne taucht alles in ein schönes Licht. In Alhama de Granada kaufe ich Wasser und schaue von einem Aussichtspunkt in die,den Ort durchziehende Schlucht. Jetzt geht es wieder 250hm bergan. Mit gemütlichen 5% Durchschnittsteigung geht es zügig bergan. Jetzt wieder das ganze bergab. Ich bekomme gut Fahrt drauf und muss mich konzentrieren. Die Landschaft ist trocken und von Felsen durchsetzt. Im Tal geht's durch ein Dorf und diesmal sehr Steil wieder bergan. Die Rückblicke ins Tal sind schön. In der Ferne durchzieht ein alter römischer viadukt das Tal. Ich biege von meiner Straße ab und es geht mal wieder auf Schotter weiter, diesmal aber gut fahrbar. Der weitere Weg geht meist bergab, immermal wieder aber von giftigen Rampen durchsetzt. Der Blick Richtung Sierra Nevada ist atemberaubend. Die Dörfer die ich durchfahre sind landwirtschaftlich geprägt und geben nicht viel her. Mittlerweile brennt wieder ordentlich die Sonne aber ich bin gut eingecremt und lege immermal nach. Nach einer kurzen Vesper geht's die letzten km bergab Richtung Granada. Die Durchfahrt einer Großstadt mit seinen Vororten ist immer so eine Sache. Diesmal gibt es viele gute Radwege und ich komme Verkehrsfrei in die Stadt. Viele km habe ich einen Blick auf die Kathedrale und die Alhambra. Die Stadt ist voll. Alles voller Menschen, Junggesellinnenabschiede, Hochzeiten, der örtliche Fussballclub spielt. Ebenso der Damen. Ein Tollhaus. Rambo Zambo also. An der Plaza Nuevo, unterhalb der Alhambra, lasse ich mir es nicht nehmen ein Bier auf Steffi zu trinken. In dieser Cerveceria haben Steffi und ich auch schon dem bunten Treiben zugesehen. Nun aber fohrt hier. Ein paar km weiter bin ich plötzlich in einer wunderbaren Gebirglandschaft. Wegen meiner gestrigen Erfahrungen hab ich die heutige Strecke etwas eingekürzt und hebe mir den nächsten Gebirgspass für morgen auf. So radle ich gemütlich und stressfrei in mein nicht mehr alkzuweites Dorf. Mein Zimmer kostet 31 Euro und ich habe Schwierigkeiten meinen hotel Chef zuerklären, das ich schon online gezahlt habe. Mein Rad kommt in die Bar. Hoffentlich kann es morgen die Spur halten. Einkaufen für Sonntag, Abendessen auf der Plaza mit eingekauften Zeugs und jetzt auf der Aussichtsterasse der Dorfpinte den Abend ausklingen lassen. Gute NachtRead more
Gorafe
October 26, 2025 in Spain ⋅ ☁️ 16 °C
Heute ist das Wetter bewölkt und es sind nur 20 Grad gemeldet. Temperatursturz.😂 Schon um 8.30h sitze ich auf dem Rad und es geht direkt Bergauf. Zum Frühstück vernasche ich direkt 500 Höhenmeter. Die Gegend ist schön. Nach 5km komme ich an einen nur halbvollen Stausee. Die Szenerie von den über den See aufsteigenden Felsen begeistert mich. Die Strasse führt bergan, rechts ein abwärts plätschernder Gebirgsbach, rechts meist Felsen. Allerlei Rennradfahrer überholen mich und wünschen mir einen guten Weg. Auf dem Pass angekommen gibrs das obligatorische Foto. Schnell ein paar Sachen angezogen, denn hier oben ist es tatsächlich recht kühl und los geht die Abfahrt. Es fällt sofort die Landschaftsveränderung auf. Es wirkt alles viel trockener. Die Berghänge sind von roten oder grünen Sandstreifen durchzogen die Felsen wirken wie Sandgebilde. Im Tal durchfahre ich ein Dorf und begegne einen Stierkampf. 😁
Danach geht es direkt wieder Bergauf zu einen schönen Aussichtspunkt. Die Blicke ins Tal, auf das Dorf und die Surrealen roten Sandsteifelsen begeistern. Auf einer kleinen schönen Strasse geht es in Kurven,auf und ab und
durch Tunnel durch die rote Landschaft.
Ich bin begeistert, das radeln macht richtig Spaß. Langsam nähere ich mich Guadix. Der Verkehr nimmt etwas zu. Die ganze Gegend ist berümt für ihre Hölenwohnungen. Das Gestein ist sehr weich und so lässt es sich immer gut buddeln. Im Sommer bleibt es darin angenehm kühl. Und tatsächlich schauen überall aus den Hügeln Schornsteine heraus und man sieht nur die schön angemalten Eingangtüren. Guadix ist nett. Abseits der Touristenströme sind nur ein paar Sonntagstagesbesucher, meist Spanier, unterwegs. Ich umkurve das Castillo, schau in die Kathedrale wo gerade Gottesdienst ist und schiebe mein Rad durch die Gassen. In einer pinte gibs Bier und frittirte Tintenfische. Die ersten km danach ist der Verkehr noch etwas nervig aber schon nach dem nächsten Dorf bin ich wieder alleine. Ich biege in eine Nebenstraße ab und tauche in ein Wüstental ein. Die Felsen und Berge steigen steil und hoch an. Alles ist Orange, grün oder Oker und trocken. Es ist faszinierend. Ich nähere mich einer der 2 in Europa existierenden Wüsten. Der Gorafewüste. Da es immer leicht bergab geht, padeliere ich gemütlich vor mich hin und freue mich über mein hiersein. Aber alles bergab hat mal ein Ende und so muss ich noch einmal stramm Bergauf. Von hieroben habe ich einen fantastischen Ausblick in den Wüstencanyon und die Hochflächen dahinter. Das Tal vor mir sieht grün aus und ich kann am Horizont die ersten Häuser meines Ziels ausmachen. Geschwind hinunter nur um dann wieder ansteigend in mein Dorf zu fahren. In Gorafe besteht alles aus Höhlenwohnungen und so übernachte auch ich in einer. Das letzte Foto, das nächste Höhlenhaus. Da es hier zu trinken gibt, verzichte ich auf einen Gang ins Dorf, zumal es zu regnen anfängt. Ich sitze auf der überdachten Terrasse und esse meinen Rest von gestern und genieße ein kühles Bier dazu. Das wars für heute. Bis morgen. Achso die Sonne kam am Mittag auch wieder raus.Read more
Olula del Rio
October 27, 2025 in Spain ⋅ ⛅ 13 °C
Ich hab nicht gut geschlafen. So eine Hölenwohnung hat ja keine Fenster, kein nix. Verflixt.
Naja, früh scheint die Sonne und ich genieße den Kaffee mit wunderbarer Aussicht. Um 9h geht's los. Die morgendliche Sonne taucht die Felsen in ein warmes Licht. Ich freu mich schon wieder. Die Strasse führt durch den Canyon und die Sonne lässt mich schon Kurz ärmlich fahren. Oben an den Felsrändern steht der Nebel von der Nachtfeuchtigkeit. Bloß gut ich hab das Zelt zu Hause gelassen. Schon bald aber steigt die Strasse in steilen Kehren an und will nach oben. Fröhlich radle ich bergan. Die Landschaft beflügelt einen. Oben angekommen tauche ich für kurze Zeit in den Nebel ein. Die durch den Dunst schimmernden Mandelbäume lassen alles in einem mystischen Licht erscheinen . Schon bald habe ich die Sonne wieder für mich. Ich muss in ein Tak hinunter und auf der anderen Seite wieder hoch und komme so an den Fuss des Bazagebirges. Dort liegt das Örtchen Gor. Cooler Name. Ein Brunnen speist aus mehreren Fontänen bestes Gebirgswasser, aus denen ich meine Trinkflaschen wieder auffülle. Im Konsum kaufe ich etwas ein, mache es mir auf der Plaza bequem und schaue beim frühstücken dem Dorftreiben zu. Die Bar ist 11h schon wieder gut gefüllt. Diese Spanier.
Aus dem Tal muss ich wieder hoch und radle kurz an einer Autobahn entlang, bevor ich auf einem kleinen Sträßchen talabwärts rolle. Vorbei an einer Kirche im Mexico-westernstyle komme ich in einen kleinen Weiler namens Bor. Hier treffe ich auf die Strecke einer alten Bahnlinie. 🫣
Aber keine Angst. Der Weg ist gut fahrbar und außerdem die nächsten 25km bergab.😀. Ich lass es gemütlich rollen und habe weite Fehrnblicke in die Gorafewüste und die Sierra de Carzola. So rollt es etwa eine Stunde dahin, durch Felseinschnitte, einem Tunnel und ich denke ich fahre die ganze Zeitan einem Foto vorbei. In dem Städchen Baza kaufe ich in einer Bäckerei Empanadas, gefüllt mit Thunfisch. Jetzt muss ich erstmal wieder bergan, aber diese Bahntrasse hält sein Versprechen und so geht es mit 2%Steigung eher gemütlich bergan. Der auffrischende Rückenwind tut sein übriges. Bald bin ich oben und jetzt fetzt es richtig. Ich hab noch 40km vor mir und die geht es komplett bergab. Ich fahre auf die Sierra Cala Alto zu und die mittlerweille recht tiefstehende Sonne(winterzeit) taucht die grünen Hügel und hohen Berge und die darin verstreut liegenden weißen Dörfer in ein bezauberndes Licht. Mit 35kmh, geschoben vom Rückenwind rausche ich bergab. Im alten Bahnhof von Seron ist jetzt eine Pinte untergebracht und die hat auch noch offen. Ich genemige mir ein Bier. Soviel Zeit muss sein.und ich spule die letzten 20km ab. Der Wind hat zwar gedreht aber es stört nicht. Im Hostel schnell geduscht, im Spar für morgen eingekauft und in einer Bodega gegrillten Calamares mit Ziegenkäse gegessen. Gute Nacht.Read more
Velez Blanco
October 28, 2025 in Spain ⋅ ☁️ 16 °C
Um 9h noch kurz in Spar und zurück auf die Bahntrasse. Zuerst etwas unschön, weil durch die vielen Wohngebieten des Städchen etwas verbaut. Dann nahm Sie wieder fahrt auf. Sie zog sich immer am Hang des Almanzoraflusses entlang. Ein paar kurze Tunnel und tiefe Einschnitte in den Fels zeigten mir den Weg. Den Fluss immer auf der rechten Seite, war der Fels links konklomeratgestein. Das sieht wie ein senkrechter Katoffelacker aus. Einiges von dem Fels lag auf dem Wege und ich schaute ständig nach oben. Hier überholte ich eine Radlerin aus der Schweiz. Die Dame ist 68 Jahre alt und radelt allein durch Europa. Respekt. Wir plaudern ein wenig und ich muss über ihren Dialekt schmunzeln. Nach ein paar km trennen sich aber wieder unsere Wege. Ich biege ab, den für mich geht's in die Berge. Nach kurzer Zeit durchfahre ich ein Städchen namens Albox. Hübsch anzusehen die Plaza Mayor. Alle Bars voll. 11h? Jetzt zieht es an. Nach ein paar km biege ich auf ein mini Sträßchen ab. Hier ist nichts. Ein paar Finkas die alle verrammelt sind. Es geht beständig steil berghoch. Die Gegend ist trocken, die Sonne ist gut dabei. Ab und zu gibt es etwas Entlastung durch Flachstücke oder kleine Abfahrten in ein Barranco nur um glei wieder hochzuziehen. An so einen Anstieg ein kurzer Schrecken. Beim Schalten springt mir die Kette zwischen Ritzel und Nabe. Ich reagiere sofort und vollbremse augenblicklich. So kann ich größeren Schaden verhindern. Ich richte die Kette und weiter geht's. Es folgt ein kurzes Schotter Stück und dann nochmal steil. Schließlich bin ich auf der Hochfläche und es geht im ständigen auf und ab, tendenziell weiter hoch, durch endlose Mandelbaumplantagen. Während der Blüte muss hier alles in einem weißen oder rosa Licht scheinen. Die Blicke zurück sind fantastisch. Das Tal liegt weit entfernt und tief. Wolken ziehen vom Meer heran und liegen schon über den Serras. Endlich geht es für mich nicht mehr bergan. Nach einem Einschnitt eröffnet sich ein unglaublicher Blick. Tief unten liegt Velez Rubio. Darüber erhebt sich, in der Sonne rot schimmernder, von steilen Felszacken durchzogener Berg. Rechts zieht ein großes Tal entlang, darüber ein mächtiger Tafelberg. Ich verweile eine Weile und genieße den Ausblick. Hier werde ich wohl nicht mehr herkommen. Über etwas ärgere ich mich. Ich radle 1100 Höhenmeter bergan und es gibt kein Passschild. Gerechtigkeit sieht anders aus.🥵 Es folgt eine flotte Abfahrt. Bester neuer Asphalt lässt mich wunderbar rollen. Im Ort ist nichts los. Ich kaufe Wasser und mache in einem Park Vesper. Die letzten 6km zieht es wieder den Berg hoch. 300hm stören mich nicht. Ich habe für heute geschafft. Kurz vor dem Ort halte ich an einer Tanke und kaufe ein kaltes Bier. Beim hinaus gehen verwechsle ich die Scheibe mit der Tür und renne voll mit den Kopf gegen die zu saubergeputze Scheibe. Autsch Das tat weh. Zum Glück hab ich ja eiskaltes Bier und kühle sofort die Stelle. Keine Beule. Der Blick zurück von hier oben ist mächtig. Eine Wolkenwalze steht auf den Bergen auf der anderen Talseite. Da wo ich gerade herkomme regnet es vielleicht. Aber es sieht beeindruckend aus. Mir ist es einerlei. Hier scheint die Sonne Einen km weiter komme ich um eine Kurve und unter mir breitet sich Velez Blanco aus, mein Ziel. Darüber erhebt sich majestätisch das schöne, beeindruckende Castillo. Ich radle hin, umwandere die Burg und such mir einen Biertrinkplatz. Hier lasse ich mich von der Sonne wärmen und von dem Blick übers Dorf und der Landschaft beeindrucken.
Leider macht die Burg erst morgen auf. Nagut, dann versuche ich es morgen früh nochmal. Hier war Steffi mit mir auch schon mal.Auch damals war die Burg zu. Erstmal zum Appartement, dann ein Gang durchs schmucke Dorf und noch ein Absacker bei meiner Wirtin. Es war wieder sehr schön heute.Read more
Aledo
October 29, 2025 in Spain ⋅ ⛅ 15 °C
Zum Frühstück gab es Toast, leckeren Käse, Rüherei, geschmorte Tomaten und Olivenöl. Um 9.30h gings zur Burg hinauf. Alle Tore waren offen. Ich schlenderte hinein und durch den Vorhof und über die Zugbrücke. Aber da war Schluss. Ein paar Leute mit wichtigen Zetteln erläuterten mir recht umständlich und Wortreich was ich eh nicht verstand. Nur soviel war klar, ich kam nicht rein. Ich war aber gar nicht traurig, weil da muss die Steffi mit mir hier nochmal hin. Einen ganzjährig geöffneten Campingplatz gibt es auch.
Ich zog mir was warmes an, weil jetzt geht's erstmal lang bergab. Immerwieder halte ich an und schaue zurück auf den immer kleiner werdenden Ort mit der Burg darüber, hoch über mir. Definitiv einer der schönsten Orte an den ich, wir(Steffi) je gewesen bin. Wir werden sicher wiederkommen. Im ständigen auf und ab geht es aber tendenziell bergrunter. Ich überquere die Grenze der Provinz Andalusien zu Murcia und sofort wird die Strasse kleiner und schlechter. Ich mags kleiner. Von weiten fällt mir ein Berg auf mit etwas spitzen drauf. Etwa eine Burg? Heute ist Burgtag. Ich biege auf einen Schotterweg ab und steuere drauf zu. Zu Fuss erklimme ich den Steilhang. Naja es ist wohl eher eine Burgruine. Ich suche mir ein Plätzchen und esse eine Birne und beobachte die Geier, die über mir kreisen. Alles ist so ruhig und friedlich hier.
Die Strasse geht weiter im Tal. Links von mir ziehen sich die Tafelberge hin, die ich gestern schon von weitem gesehen habe. Der orange und rot leuchtenden Felsen glitzern inder Sonne. Über 20km kann ich fast nur bergab rollen. Ich mache kein Tempo. Ich rolle nur und genieße mein hiersein. Jetzt erst kommt das erste Dorf. Ich radle hindurch und die Landschaft verändert sich. Es wird wieder Steppen, oder Wüstenhaft . Fast keine Vegetation, nur ab und zu verbrannter Müll am Straßenrand. Zudem stinkt es immer wieder nach Schweinemast. Naja, es kann nicht immer am allerschönsten sein. Ich nähere mich Lorca, einer größeren Stadt. Von weitem sehe ich schon das große Castillo. Mir ist das viel zu viel Verkehr und ich biege auf ein Schotter Sträßchen ab. Aber bald schon diskutiere ich mit dem Weg über seinen Zustand. Ich orientiere mich schnell um und weiche auf ein Sträßchen aus. Vorbei an einem staubigen Schotterwerk bin ich schnell wieder in der Natur. Allerdings auf Schotter. Ich überlege ob ich nicht die Strasse nehmen soll, aber da is ganz gut was los. Ich probiere es und werde nicht enttäuscht. Immer entlang einem Barranco, quere ich es und es geht jetzt wieder Bergauf. Hier ist nichts. Keine Landwirtschaft, keine Menschen. Unter einer riesigen Kiefer mache ich Vesper und schau schon auf den Gebirgszug, den ich morgen überqueren werde. Die Sierra de Espunia. Jetzt hab ichs aber nicht mehr weit. Bald bin ich wieder auf der Straße und ich sehe schon mein Teilziel. Anedo liegt mit seinem Burgturm wie ein Adlernest auf einem Felssporn. Hier ist noch viel, viel weniger los. Ich radle zum Turm und schaue in den riesigen Talkessel. Wenn es nicht so diesig wäre, könnte man das Meer sehen. Ich finde eine Bar und probiere deren Variation. Naja. Einen Laden gibt es nicht. Dafür eine Tanke. Oje. Diese funktioniert auch als Laden. Es gibt ein paar Sachen. Beim verlassen, lasse ich äußerste Vorsicht wallten. Ich lass sogar den Helm auf. Draußen atmen ich durch. Uff, das wäre geschafft.
Noch 3km und ich komme in meiner Unterkunft an. Ein altes Kloster, wo in einem Anbau ein Hotel untergebracht wurde. Hier fühle ich mich wohl. Die Herrenmanschaft des Fussballclubs aus Cadiz nächtigt auch hier. Nicht schlecht. Ich gehe noch im Park spazieren, sitze gerade auf der Barterrasse, gehe gleich Baden und dann ins Restaurant. Gute Nacht.Read more
Jumilla
October 30, 2025 in Spain ⋅ ☀️ 16 °C
Ich habe richtig gut geschlafen. So Klostermauern, die können was. Auf dem Balkon trinke ich Kaffee und schaue mir die in der morgendlichen Sonne schimmernden Berge an, in die ich gleich radeln werde. Wie immer geht's kurz vor 9h los. Es geht direkt berghoch. Nach ein paar km zweigt mein Sträßchen ab. Die gesamte Sierra besteht aus Pinien. Rech tund Links der Straße gedeihen Rosmarin und Thymian in massen. Alles richt danach. Nach zwei km recht geradeaus,was aber immer wieder blicke zu den hochaufragenden Felsenberge gestattet, gehen die Serpentinen los. Ich kann fast die gesamte Strecke im Berghang einsehen. Das radeln in den Serpentinen macht richtig Spaß und schon bald bin ich an einem Aussichtspunkt wo ich das ganze wiederum von oben einsehe. Noch ein Stück geradeaus 2,3 Serpentinen und ich bin am höchsten Punkt der Straße. Was soll ich sagen. Kein Passschild. Ein richtiger Gebirgspass und kein Schild.
700 Höhenmeter und kein Schild. Aber schön ist es hier Sehr schön. Ich genieße die Blicke in alle Richtungen. Teils sehe ich das Meer. Ich mache mich für die Abfahrt bereit und los geht's. Nach einer Weile kreuzt ein Steinbock die Straße. Trotzt allens bitten. Das Biest bleibt nicht stehen für ein Foto. Es folgt eine Abfolge vieler kleiner Serpentinen. Sicher 20 Stück. Vor vielen Jahren habe ich mal mit Martin hier gegessen und ein Profiradrennen an dieser Stelle uns angesehen. Lance Armstrong ist hier an uns vorbeigeradeldet. Äh gesprintet. Ich rausche weiter den Berg hienunter. Durch El Berro hindurch. Hier waren wir damals auf den Campingplatz. Mit Steffi war ich auch mal hier. Die Bar meines damaligen Vertrauens hat zu. Obwohl schon 11h durch. Irgendwann bin ich unten. Die Serra Espunia waren sehr schön. Es geht jetzt recht gemächlich durch Felder . Nach rechts habe ich weite Blicke in die staubtrockene Wüstenlandschaft. Nach vorne stellen sich schon wieder die ersten Berge auf. Nach einem Aufschwung geht es länger Bergab. Ich bin froh denn ich hab ganz schön mit Wind zu kämpfe. In dem Städtchen Mula hole ich mir im Aldi ein paar Kleinigkeiten und es geht jetzt ein kurzes Stück auf einer Bahntrasse lang. Am Rastplatz mache ich Vesper. Leider kann ich dem Weg nicht weiter folgen. Der Umweg ist zu groß. Aber die Trauer hält sich in Grenzen. Die Steffi ist diesen schönen Radweg mit vielen Tunneln schon mit mir gefahren. Für mich geht's weiter bergan. Ich kreuze eine Autobahn, vorbei an einem staubigen Schotterwerk nebst Steinbruch und ein paar Serpentinen weiter bin ich oben. Der Blick haut mich um. Ich bin auf einer Hochfläche die von Obstanbau geprägt ist. Dahinter erheben sich massive Berge. Da es viel bergab geht, kann ich viel schauen und genießen. Nach einem Gegenanstieg fällt die Strasse steil ins Tal. Das war einer der Schönsten Streckenabschnitte. Eine wunderschöne Panoramestrasse. In chiza kaufe ich Nachschub ein und die letzten 35km geht's nunmehr Bergauf. Erstmal aus dem Ort raus lande ich mal wieder auf einer alten Bahntrasse die durch eine Wüstenlandschaft führt. Ganz schick das ganze aber die Qualität nimmt rasch ab. Nach einem Einschnitt öffnet sich ein riesiges Tal, das von massiven Bergflanken gedeckt wird. Hier ist Salatanbaugeiet. Mein Weg wird von allerlei Landwirtschaftlichen Geräten genutzt und ich weiche auf die Straße aus. Zum Glück gibt's einen großen standstreifen auf den ich sicher die letzten 20km radeln kann. Wie gesagt, es kann nicht überall am schönsten sein. In Jumilla angeommem herscht geschäftiges Treiben. Erstmal ins Hotel und Baden. Dann lande ich ein einer Pizzeria wo die Tapas sehr gut sind und nun sitze ich in einer Hotelnahen, ohrenbetäubend lauten Bar und schreibe den Bericht. Gleich geht's ins Bett. Gute Nacht.Read more
Ibi
October 31, 2025 in Spain ⋅ ☁️ 14 °C
Wiedermal so gegen 9h ging es los. Ersteinmal zum Castillo hoch, was mir gestern schon aufgefallen ist. Das ganze geschlossen aber man kann ganz gut sitzen und schauen. Dann aber wieder runter und auf die Strecke. Die ersten 20km geht's leicht bergauf. Zum Glück aber auf einem kleinen ruhigen Nebenstraßen ohne jeden Verkehr. Es ist anfangs noch landwirtschaftlich geprägt, später übernimmt wieder die trockene Steppe. Das Tal ist breit und wird von steilen Felsen oder Hängen eingerahmt. Irgendwann geht's bergab. Ich komm nach Yecla. Dort kaufe ich Cola und süsskram und Wasser. Die Stadt gefällt mir nicht. Laut und hektisch. Direkt danach werde ich von Schildern auf eine Bahntrasse geleitet. Ich wollte eh dahin, aber das sie schon soweit für den Radverkehr ausgebaut wurde, wusste ich nicht. Umso besser. Der Belag ist gut festgewalst und es geht immer leicht bergab. Mit 30kmh rolle ich schnurgerade dahin. Aber schon nach 10km ist wieder Schluss. Die Trasse geht auf einem Fahrweg weite. Hier ist es deutlich rumpeliger aber es geht. Durch Pinien geht es Talwärts. An einem alten Kloster steht ein Bahnhäuschen. Hier mache ich im Schatten Pause. Von nun an ist der Weg wieder besser fahrbar und es dauert nicht mehr lange und ich erreiche Villena. Von weitem schon sehe ich das Castillo über der Stadt. Durch die Altstadtgassen Suche ich meinen Weg nach oben. Der Ort hat Charme, hier gefällt es mir. Ich muss sogar mein Rad Treppen tragen, weil ich sonst nicht hochkomme. Doch dann stehe ich davor. Recht beeindruckend. Und siehe da, es hat offen. Ich schließe mich einer Gruppe an und schlüpfen mit durch. Doch der Wachmann hat mich bemerkt und ich komme nicht weit. 1.50 Euro. Was, Doch so teuer. Spaß. Ich zahle und mache meinen Rundgang mit Turmbesteigung. Danach geht's weiter. Ich werde wieder auf die Bahntrasse geleitet und diesmal feinster Asphalt. Ich komme gut voran. Eine große Kurve leitet mich über eine Schlucht. Ich nähere mich Biar das sich an einen Berghang schmiegt und darüber, da trohnt natürlich ein Castillo. Ja ist denn heute Burgentag. Wohl schon. Also runter von der Strecke und durch das pittoreske Dorf steil nach oben. Allerdings, es hat geschlossen. 2h warte ich nicht. So mache ich Pause und genieße die Aussicht. Das Dorf gefällt mir richtig gut. Steil Treppengassen, mit Blumen geschmückt durchziehen das Zentrum. Definitiv ein Ort zum wiederkommen. Weiter geht's auf der Bahntrasse und weiter auf bestem Asphalt. Hier ist wieder Olivenanbaugebiet. Das Tal ist breit. Die Strecke heute ist oft über viele km schnurgerade, das ist etwas langatmig. Die Gegend mit ihren Berghängen ist recht hübsch anzuschauen. Mit den Landschaftsspektakel der Vortage hat das aber nichts zutun. Langsam komme ich Banyeres näher. Ihr ahnt es schon. Eine Burg. Diesmal verzichte ich. Ein Foto muss reichen. Jetzt muss ich noch ein Gebirgsmassiv überwinden. Den Naturpark Serra de Mariola. Ich bin schon ein wenig kaputt und kämpfe mich hoch. Oben gibt es nette Blicke in die Bergrücken die sich in verschiedenen Schattierungen bis zum Horizont ziehen. Ein kleines Stück bergab und dann nochmal hoch und es ist geschafft. Kein Passschild. Nächstes Jahr werde ich durch die französischen Pyrenäen radeln. Dort soll es mehr Passschilder als Pässe geben, sagt man. Ein Passschild Paradies sozusagen. Nun aber final bergab. Ins Hotel frisch machen und einkaufen. Die ganze Stadt ist voller Monster, Hexen und Frankensteins. Ein irrer Lärm. Was geht mit denen. Es braucht eine Weile, bis Ich drauf komme. Halloween 🎃. Na dann gute Nacht.Read more
Gandia Playa
November 1, 2025 in Spain ⋅ ☁️ 17 °C
Die Spanier haben richtig gefeiert. Ein geknalle und gegrölle bis tief in die Nacht. Entsprechend gerädert war ich früh. Ich rolle aus der Stadt raus und komme direkt auf einen Bahntrassenradweg den ich zu großen Teilen den ganzen Tag folgen werde. Es handelt sich hier um den Teilabschnitt des Eurovelo 8. Ein Radweg der von Portugal bis nach Griechenland führt. Aber schon nach ein paar km endet der Weg an einem Kreiverkehr vor einer Leitplanke. Kein weiterkommen. Ein Schild weist darauf hin das hier Schluss ist. Witzig. Ich hebe mein Rad über die Planke, aber so eine Tourenradlerin...?
Ich weiche auf eine Strasse aus die ein wenig an der Autobahn langführt. Schon nach 7km bin ich am höchsten Punkt für heute angekommen. Jetzt geht's meistens bergab bis ans Meer. Plötzlich ein Hinweis das der Radweg weitergeht. Ich fahre ins Dickicht, komme aber nur ein paar Meter weit. Zurück zur Straße. 100m weiter erneut ein Versuch. Diesmal klappts. Jetzt geht es auf einem Pfad der immer besser wird. Nach einer größeren Kurve ein Rastplatz. Ich schau mir die Umgebung an. Ab jetzt geht's richtig bergab. Mir sind schon von weitem die vielen Felsen aufgefallen. Es geht in einen langen Tunnel. Kurz Sonnenlicht, wieder Tunnel usw. Ich werde heute sehr viele Tunnel durchfahren. Das hat man selten. Die Strecke macht Spaß Die Fahrbahn ist gut und die Blicke in den Talkessel mit der Stadt Alcoy sind toll. In einer riesigen Kehre geht es ins Tal. An einer Brücke üben sich junge Leute im bungee jumping. Ich schaue hinunter. Na hoffentlich ist das Seil nicht zu lang. Überall steilen sich die orangenen Felsen auf. Ein toller Anblick. Durch die Stadt werde ich gut geführt. Es geht meist auf der Trasse Verkehrsfrei dahin. Im nächsten Ort ist die Hölle los Die ganze Stadt ist ein Jarmarkt. Menschen und Automassen. Ich schiebe mein Rad durch das Getümmel und komme an ein Wohnmobilaussteller vorbei. Geschwind kaufe ich uns ein neues Womo und lasse es nach Hause schicken. 😉
Nach Muro führt mein Weg auf guten Asphalt in ein immer enger werdendes Tal. Die Berge und Felsen rücken immer näher heran. Nun kommt auch meine obligatorische Burgruine. Aber viel zuhoch. Der Weg führt in eine Schlucht. Hier schlängelt sich die Trasse eng an die Felsen geschmiegt durch viele Einschnitte und Tunnel. Es ist eine wilde, beeindruckende Szenerie. Nur die Fahrbahn taugt nicht mehr. Teils blanker Fels und grober Schotter lassen mich bergab nur mit Schrittgeschwindigkeit fahren. Ich genieße das ganze Trotzdem. Dieses Naturereigniss ist was besonderes. Ab und zu kann man auch mal besser rollen und so komme ich langsam vorwärts. An einer Stelle wo eine Brücke fehlt gehts steil bergab. Hier muss ich schieben. Und genau an dieser Stelle kommt das erste Hinweisschild das ich auf dem Eurovelo 8 bin. Hier kann niemand veloiren. Schon gar nicht mit Gepäck. Es geht jetzt ein bisschen besser weiter. Steile Felswände, dunkle Tunnel (Licht am Rad), so geht es weiter. Vorbei an einem Wasserfall stehe ich plötzlich an einem Abgrund. Hier fehlt eine Brücke. Steil geht es bergauf. Das Stück muss umfahren werden. Dieser Abschnitt ist zu Ende. Durch ein paar Dörfer geht es im Zickzack Richtung Gandia. Kurz davor komme ich zu meiner letzten Bahntrasse. Die Verbindung zwischen Oliva und Gandia. Der Vollständigkeit halber nehme ich sie mit und rolle gemütlich ins Städchen. Eine kleine Runde durch die Altstadt und die letzten km zur Playa. Hier herrscht Rambo Zambo. Richtiges Turizeugs. Warum nicht. Ich check ins Hotel ein, Zimmer mit Meerblick und lasse mich draußen treiben. Gleich inne Bar, Fischzeugs essen und Spanischen Fußball schauen. Gute Nacht.Read more
Valencia
November 2, 2025 in Spain ⋅ ☀️ 20 °C
Gestern abend war richtig nett. Turibums vom feinsten. Ich hab mir Real gegen Valencia angeschaut und Fisch gegessen. Der halbe 2 Euro. Man, man, man. Auch richtig gut geschlafen. Frühstück Spiegeleier mit tomatenschlonz auf Toast. Churros mit schokoladensoße. Vom feinsten. Und alles ohne Kinder. Um 9.30h gings los. Raus aus dem Stadtgewusel und recht bald wieder auf dem Eurovelo 8 an einem Kanal entlang. Was soll ich schreiben. Wer Spaniens Küste kennt der weiß, da kommt kein Schmakofatz auf. Der einzige Lichtblick war der Ort Cullera mit seiner Burg. Danach kommt ein Sumpf und Salinengebiet. Ich konnte die Hafenkräne und Hochhäuser Valencias schon aus ca.40km Entfernung sehen. Flach wie ne Bratpfanne. Hier war ich den heutigen Nordwind mit 30/40kmh schutzlos ausgesetzt. Ich erspare euch mein fluchen. Ich radelte 75km ohne Pause. Nirgendwo mochte ich anhalten. Sowas gehört wohl auch dazu. In einem Vorort kam ich wieder ans Meer. Endlich Pause. Da ich noch viel Zeit hatte gings noch in die Stadt. Vorbei an den ganzen modernen Zeugs in die Altstadt. Hier hats mir richtig gut gefallen. Wie so oft in solchen Fällen schau ich mir nur alles flüchtig an. Das hebe ich mir für mit Steffi auf. Jetzt zum Hafen. Ich fummle mich durch ein Strassengewirr vorbei an riesigen Schiffen und Krähnen. Schließlich komme ich an der Fähre an. Bis der Ticket Schalter öffnet noch über ne Stunde. Ich bin umgeben von öltanks, kontenern und Müll. Schönen Dank. Ich lungere rum. Endlich macht der Schalter auf. Ich hole mir meine Bordkarte, versichere mich das das Rad mit rauf darf und erst jetzt fühle ich mich save. Ich radle raus zurück in die Marina und schaue mir das Treiben an. Und damit bin ich noch nicht fertig. Einschiffung ist erst in 2h. Bis morgen auf Mallorca.Read more
Port de Soller
November 3, 2025 in Spain ⋅ ⛅ 12 °C
Ich hatte auf dem Seelenverkäufer eine 4er Kabine für mich allein und habe besser geschlafen als vermutet. Um 5.30h klingelt der Wecker und ich schau mir die noch dunkle Hafeneinfahrt nach Palma an. Jetzt aber runter von der Blechdose, bevor das Ding doch noch untergeht und ich an Land schwimmen muss. Hab keine Badehose dabei. 🤪 Erstmal in die Altstadt, vorbei an der Kathedrale und an der Plaza Espania gefrühstückt. Jetzt geht's auf in die letzte Bergetappe. 300 hm geht's hoch. Es lässt sich gut radeln. Ratzfatz bin ich oben. Kein Mensch unterwegs und die Sonne fängt auch an zu wärmen. An einem Holzschild hat jemand den Namen des Passes und die Höhe rangepinnt. Kein richtiger Passschild aber ich bin mittlerweile nidrigschwellig unterwegs, diesbezüglich. Eine coole Abfahrt folgt. Obwohl ich nach links will, fahre ich rechts 100hm bergan weil ich weiß das es da ein richtiges Passschild gibt. Endlich. Erlösung. Wieder retour. Im Dorf kaufe ich ein und es gibt zweites Frühstück auf der Plaza unter Palmen. Jetzt wieder berghoch. Schöne Ausblicke in die Bergwelt. Überall Felsen, Pinien und immer wieder das Meer. Oben angekommen: ein Passschild. Na das wird ja inflationär. Wieder runter folgt der nächste Anstieg. Auf einer kaum 2m breiten Straße geht es über ewig viele Serpentinen bergan. Das macht richtig Spaß. Oben: Ein Passschild. BÄM. Wieder runter,vorbei an einem schönen Weingut geht's sofort wieder hoch. Mallorca ist wunderschön. Es beruhigt und begeistert zugleich. Ich genieße meine Fahrt auf kleinen Sträßchen auf und ab sehr. Durch Wälder, vorbei an hohen Felsdurchsetzten Bergen. Ich komme oben an. Was soll ich sagen, ein Passschild. Ich fang gleich an zu weinen. Runter nach Valdemossa. Ein schönes Bergdorf, für die Touristen hergerichtet. Es geht diesmal nur 100m bergan. Ein Passschild. Jetzt reicht es aber. Vorbei an einem schönen Aussichtspunkt geht es auf einer exzellenten Panoramastrasse runter nach Deja. Ebenfalls hübsch anzuschauen. Es geht zum letzten mal 100hm hinauf. Nein,schon wieder. Ein Passschild. Ich fühle mich etwas veralbert von der Passschild Industrie und verweigere das eigentlich obligatorische Foto. Es liegt wahrscheinlich daran, daß Mallorca ein Rennrad Business ist. Es sind 100erte unterwegs. Zum Mittag werden es immer mehr. Und wenn man an jeden Buckel ein Passschild aufhängt, soll das vermutlich motivierend wirken. Von den heute 7(sieben) Passschildern werden von mir nur 4 anerkannt. So siehts nämlich aus. Runter nach Port de Soller. Es ist immerwieder schön hier. Hier endet meine Reise. War wieder sehr cool. Aber der Urlaub ist noch nicht vorbei. In 2 Stunden wird Steffi,Gretchen und Fabian hier sein und so übergebe ich die Berichterstattung hiermit an die Cheffin.
Bis zum nächsten mal.Read more


















































































































































































































































































TravelerMein Freund, das Aufbackbrötchen😍
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