• Madrid: Al tercero

    September 27, 2024 in Spain ⋅ ☀️ 19 °C

    Madrid zum Dritten/al tercero. Wieder waren wir mit der Metro, einem sehr sauberen, stets pünktlichen Angebot des Madrider ÖPNV, in 25 schnellen Minuten im Madrider Zentrum. Unser Vorhaben heute stand unter einem einzigen Motto: Go slow. In nur ca. 15 Gehminuten von der Metro-Station liegt das etwas größere Stadtviertel Malasaña. Es gilt ein wenig als Aussteiger- und Künstlerviertel. Die Galerien oder Werkstätten solcher Künstler haben wir trotz Suche leider nicht gefunden. Dafür aber jede Menge Street-Art. Das, was wir in Germany oft abwertend Gentrifizierung nennen, ist in diesem Viertel weniger weit fortgeschritten als gestern in Chueca. Neben den Hauptgassen und Plätzen, in und auf denen auch wohlhabendere Madrider und einige Touristen flanieren, finden sich viele andersartige Ecken. Dort vorherrschend sind Grafitties, manchmal Häuser mit Leerstand, alternative Kneipen und jede Menge Bars, die erst des Abends öffnen. Das gilt auch für den zentralen Platz des Viertels, die Plaza dos de Mayo. Dort ist die alternative Gastronomie zuhause. Malasaña ist ein Viertel der Kontraste und der Transformation. Das ist ähnlich wie in Kreuzberg oder dem Prenzlauer Berg vor 10 bzw. 20 Jahren. So dicht am Zentrum gelegen, wird sich in den nächsten Jahren so manches im Immobilienbereich wandeln. Wir haben bestimmt 5 Stunden die Gegend erkundet. Unser obligatorisches Mittagsmenü (hier ab 14.30 serviert) war erneut hervorragend, zwei Gänge, dabei u.a. ein gebackener Loup de mer für 15 Euro. Für diesen Preis gibt's zuhause ein Medenspiel-Essen. In einer der Gassen haben wir zudem ein kleines Geschäft gefunden, in dem der Inhaber uns ganz klassisch mit seinem schweine-scharfen Messer den Jamón Ibérico de Bellota für heute Abend herunterschnitt.
    Jetzt geht unsere Madrider 'Auszeit' , die ungewöhnliche vier Tage und Nächte währte, zu Ende.
    Morgen zieht es uns nach Salamanca. Die Universität dort zählte einst zu den ersten und besten Universitäten Europas. Auch heute sind unter den 150 000 Einwohnern ca. 50 000 Studenten, wir sind gespannt.
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