• Erste Rheinkilometer

    April 23 in Germany ⋅ ⛅ 20 °C

    Wer hät´s gedacht, aber die Uli hats erlebt, eine Truckerreis, hoch über der Strasse, auf einem luftgefederten Hochsitz mit Kamerablick rund um die Ecken von hinten bis vorne und im Bewusstsein, dass unsere Uquadrat sicher auf dem imposanten Tieflader festgezurrt sitzt. In Kehl angekommen mitten in Schrottbergen im, eben so genannt "Industriehafen". Die notwendige Genehmigung der Hafenpolizei lag vor, so dass unser Boot hier zu Wasser gebracht wurde. Mit einem gigantischen Hafenkran wurde es vom Tieflader hoch und immer höher gehoben, kaum zu glauben, wie es da über unseren Köpfen schwebte und dann langsam ins Wasser gelassen wurde. Auch kaum zu glauben, dass ein Industriekran zentimetergenau plaziert. Schon beim Ablegen haben wir dann die ersten Erfahrungen mit Strömung gemacht. Eben neue Steuerlernschritte, Hat geklappt.!
    Im Sporthafen Kehl angekommen, festmachen und mit der Einrichtung des Boots beginnen. Wie waren wir froh, dass Geli und Manne mit uns gereist sind und nun tatkräftig mithalfen, und siehe da wir hatten Wasser in der Bilge (für Uneingeweihte, das ist der Hohlraum im Unterschiff), ja da hat´s wahrscheinlich mal geregnet, völlig falsch. Anderntags war das Wasser mehr geworden. Also suche nach dem Wasserweg im Schiff. Mit Mannes kompetenter Hilfe, nicht nur bei Ausschöpfen des Wasser, bei der Frischwasserleckstelle, haben wir dann spät nachmittags festgestellt, dass der Duschschlauch aus der Muffe gefallen war. Welch ein Aufatmen! Wir haben schon an einen Bootsservice gedacht. Aber siehe, selbst sind die Männer. Dabei sei nicht zuletzt erwähnt, dass unsere Frauen nicht nur einen Denkbeitrag geleistet haben, sondern so nebenbei auch noch einkaufen gingen. Die grosse Entschädigung war dann ein fabelhafter Grillteller im Clubrestaurant mit echt französischen Merguez. Nochmals grossen Dank an Geli und Mane für die engagierte und kräfteraubende Unterstützung, die, ihr trotz Hochzeitstag, an uns abgeleistet habt. Nachdem dann auch der Sprayhood richtig montiert war, war alles klar zum morgigen Auslaufen und halt nochmals ein Grillteller vor dem Schlafen gehen.
    Heute morgen sind wir nun zu Rheinschiffern geworden. Navigieren, Ausschau gehörig gehalten, es hatte allerdings ganz wenig Berufsschiffsverkehr, dem haben wir freundlich zugewunken. Gegen Nachmittag haben wir im Sporthafen Greffern angelegt. Muss schon sagen, wir sind noch nicht so geübt im Anlegen, wir sind da dann schon lernbereit und wies eben ist, kaum macht man´s richtig, funktioniert´s auch. Jedenfalls haben wir nun einen schmackhaften Burgerschmaus genossen, den Espresso getrunken und sehen nun einer gemütlichen, sorgenlosen Nacht entgegen. Denn die Routenvorbereitungen sind gemacht, wir sehen da keine schweren Probleme für unser Schifferkönnen, es sei denn "erstens kommt es anders........."
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