• Uli Schlör Ueli Hafner
  • Uli Schlör Ueli Hafner

Von KN nach Kopenhagen Teil 1

Mit dem eigenen Segelboot über Kanäle und Flüsse in die Ostsee und dann weiter .....
Unsere “U quadrat” ist eine Beneteau Oceanis 30.1 und kennt bisher nur das Süßwasser des Bodensees....
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  • Trip start
    April 22, 2026
  • Was tun?

    April 8 in Germany ⋅ ☀️ 17 °C

    Unser Plan war, von Kehl über Straßburg über den Rhein-Marne-Kanal in den Saarkanal und weiter in die Saar zu gelangen.
    Seit gestern wissen wir: so geht das nicht!
    Ein Erdrutsch, der sich im März ereignete macht diesen Plan unmöglich.
    20 Flusskilometer westlich von Straßburg ist der Kanal „bis auf weiteres“ gesperrt.
    Die freundliche Dame der VNF (franz. Binnenschifffahrtsbehörde) hat uns für April keine Hoffnungen gemacht. Nach dieser gesperrten Stelle ist der Kanal wieder befahrbar.

    Auf Foto 2 seht Ihr die 3 Optionen, die wir momentan diskutieren, alle mit Vor- und Nachteilen.

    Wir halten euch auf dem Laufenden ;-)
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  • Startklar für morgen!

    April 17 in Germany ⋅ ☁️ 19 °C

    Zuerst den Mast loswerden (wird ja nach Travemünde transportiert), dann das Boot vom einfachen Hänger auf den Tieflader bringen, festzurren und parken, so dass es morgen früh nach Kehl losgehen kann 🙌🏻Read more

  • Wir schwimmen!

    April 21 in Germany ⋅ ⛅ 14 °C

    Kehl, Rheinkilometer 294
    Nach einer sorgenfreien Fahrt durch den Schwarzwald als “Convoi exeptionell” wurde die
    U Quadrat im Industriehafen Kehl zwischen Containern und Rostbergen zu Wasser gelassen!
    Nun liegen wir im Nautic Club Kehl, ein paar km flussaufwärts und richten alles her, um auf dem Boot wohnen zu können…
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  • Erste Rheinkilometer

    April 23 in Germany ⋅ ⛅ 20 °C

    Wer hät´s gedacht, aber die Uli hats erlebt, eine Truckerreis, hoch über der Strasse, auf einem luftgefederten Hochsitz mit Kamerablick rund um die Ecken von hinten bis vorne und im Bewusstsein, dass unsere Uquadrat sicher auf dem imposanten Tieflader festgezurrt sitzt. In Kehl angekommen mitten in Schrottbergen im, eben so genannt "Industriehafen". Die notwendige Genehmigung der Hafenpolizei lag vor, so dass unser Boot hier zu Wasser gebracht wurde. Mit einem gigantischen Hafenkran wurde es vom Tieflader hoch und immer höher gehoben, kaum zu glauben, wie es da über unseren Köpfen schwebte und dann langsam ins Wasser gelassen wurde. Auch kaum zu glauben, dass ein Industriekran zentimetergenau plaziert. Schon beim Ablegen haben wir dann die ersten Erfahrungen mit Strömung gemacht. Eben neue Steuerlernschritte, Hat geklappt.!
    Im Sporthafen Kehl angekommen, festmachen und mit der Einrichtung des Boots beginnen. Wie waren wir froh, dass Geli und Manne mit uns gereist sind und nun tatkräftig mithalfen, und siehe da wir hatten Wasser in der Bilge (für Uneingeweihte, das ist der Hohlraum im Unterschiff), ja da hat´s wahrscheinlich mal geregnet, völlig falsch. Anderntags war das Wasser mehr geworden. Also suche nach dem Wasserweg im Schiff. Mit Mannes kompetenter Hilfe, nicht nur bei Ausschöpfen des Wasser, bei der Frischwasserleckstelle, haben wir dann spät nachmittags festgestellt, dass der Duschschlauch aus der Muffe gefallen war. Welch ein Aufatmen! Wir haben schon an einen Bootsservice gedacht. Aber siehe, selbst sind die Männer. Dabei sei nicht zuletzt erwähnt, dass unsere Frauen nicht nur einen Denkbeitrag geleistet haben, sondern so nebenbei auch noch einkaufen gingen. Die grosse Entschädigung war dann ein fabelhafter Grillteller im Clubrestaurant mit echt französischen Merguez. Nochmals grossen Dank an Geli und Mane für die engagierte und kräfteraubende Unterstützung, die, ihr trotz Hochzeitstag, an uns abgeleistet habt. Nachdem dann auch der Sprayhood richtig montiert war, war alles klar zum morgigen Auslaufen und halt nochmals ein Grillteller vor dem Schlafen gehen.
    Heute morgen sind wir nun zu Rheinschiffern geworden. Navigieren, Ausschau gehörig gehalten, es hatte allerdings ganz wenig Berufsschiffsverkehr, dem haben wir freundlich zugewunken. Gegen Nachmittag haben wir im Sporthafen Greffern angelegt. Muss schon sagen, wir sind noch nicht so geübt im Anlegen, wir sind da dann schon lernbereit und wies eben ist, kaum macht man´s richtig, funktioniert´s auch. Jedenfalls haben wir nun einen schmackhaften Burgerschmaus genossen, den Espresso getrunken und sehen nun einer gemütlichen, sorgenlosen Nacht entgegen. Denn die Routenvorbereitungen sind gemacht, wir sehen da keine schweren Probleme für unser Schifferkönnen, es sei denn "erstens kommt es anders........."
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  • Speyer

    Apr 25–27 in Germany ⋅ ⛅ 20 °C

    Gestern war nun unsere wirkliche Rheinschiffertaufe und die haben wir mit nervenzehrenden Fahrten gemeistert. Was gab es da zu navigieren, Fahrspurwechsel zu hauf, wie orientiert man sich da, alles den Tonnen nach, einmal backbord dann wieder steuerbord, ein dauerndes Sichten und Mutmassen, Karteninterpretation und gehörig Ausguck halten. Dann kamen da noch die Berufsschiffer dazu, lange ja überlange Kähne, die sich mit träger Geschwindigkeit rheinaufwärts bewegten und dann die, die etwas schneller uns überholten. Jedesmal eine Frage, wo kreuzt man sich, ist es nun back- oder steuerbord? Einmal gelernt zu den Prüfungen und dieses Wissen wieder aktiviert, liess uns die Situationen gut bis sehr gut meistern. Ja wir sind zu Rheinschiffern geworden, die nun Strömung, Geschwindigkeit, Wendigkeit mit Leichtigkeit einschätzten und das Ruder gelassen durch die Wellen führen. Jedenfalls haben wir die Hafeneinfahrt in Speyer optimal gegen die Strömung erwischt. Es sei nur nebenbei vermerkt, dass wir abends recht müde und nach SkipBo- Spielen, des einen Glück, des andern Leid, verschwiegen sei wessen, in einen erholsamen Schlaf fielen.
    Heute nun hat uns Speyer in Bann genommen. Eine wunderbare Altstadt, die unsern Füdli auf dem Rad bei holprigem Kopfsteinpflaster arg strapazierte. Zufällig war da dann der Sonntagsmarkt in der Hauptgasse, die auf den Dom zuführt, bunte Stände und erstmals ein Affogato in einer, natürlich nicht speyrischen sondern italienischen Eisdiele Dann aber der Dom! Ein Wunderwerk spätromanischer Baukunst. Versehen mit einem Audioguide, der super gemacht ist, haben wir unseren Spaziergang durch den Dom der Kaiser und der Kaisergräber mit viel Interesse und Begeisterung absolviert. Uli hat mir dabei viel über Bauphysik beigebracht. Was Bögen alles tragen mögen.Vor dem Dom haben wir dann den Domnapf umrundet und erfahren, dass dieser zu festlichen Zeiten voll mit Wein gefüllt wurde. Hab nie gedacht, dass damals soviel Messwein getrunken oder ausgeschenkt wurde, schätze mal so 300 Liter (Google sagt: 1480 Liter!). Dass man sich da betrinken konnte, hat sicherlich auch geholfen, die göttlichen Dimensionen des Doms zu erleben und ins Traumland mitzunehmen. Was Heimatkunde alles bewirken kann.
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  • Heidelberg

    Apr 27–29 in Germany ⋅ ☁️ 20 °C

    Auf dem Weg haben wir erlebt, was die auf dem Kartenwerk vermerkten Natorampen an diversen Uferstellen bedeuten. Die Bundeswehr- Pontoniere waren an einer solchen Stelle am Schwimmbrücke bauen, fast wie die Schweizerarmee in ihren Manövern, nur halt eine etwas weitere Flussbreite. Kurz danach zur Mündung des Neckars und nun gegen den Strom nach Heidelberg. Auch da wieder ein Lernschritt mehr. In der ersten Schleuse ging das Tor nicht gänzlich zu und wir rätselten, lassen die uns da nun stecken, weil kaputt? Nein, der etwas genervte Schleusenwärter forderte uns auf, den Befehl "Schleusenbereit" zu funken. Schon imponierend, wenn man rund 8 Meter hochsieht und nur den Schleusenrand als Horizont wahrnimmt. Wie wenn man vom tiefen Keller ans Licht hochsteigt, aus der Kühle der Sonne entgegen.
    Wir haben uns den Besuch des Königsstuhls, Runterfahrt mit den Rädle, über das Schloss vorgenommen. Da führt eine Standseilbahn hinauf, die sich stolz "Bergbahnen Heidelberg" nennt. Die erste Etappe mit einer modernen Bahn, dann umsteigen auf ein Bähnli, das von Altertum nur so strotzte und an das alte Mühleggbähnli in St. Gallen erinnerte. Hotter di Hotter ging's bergan, fast meinte man es geht ihm jetzt dann der Schnauf aus. Ein herrlicher Rundblick von da oben ins weite Land und runter auf Heidelberg. Den Flusslauf des Neckars konnten wir nur erahnen, denn zuviel Grünzeug verbarg das Wasser. Runter zum Schloss mussten wir mehrmals Pause machen, denn die Bremsen und Felgen liefen heisser als heiss. Im Schlosspark dann der Scheffelgedenkstein, etwas imposanter als der in St. Gallen. Er hat "alt Heidelberg du Feine..... und eben den Zwerg Perkeo" beschrieben, ersteres hat auch Eingang ins Badner Lied gefunden. Uli konnte kaum glauben, dass ich das schon in jungen Jahren bei allen Gesangsanlässen aus voller Kehle geschmettert habe!
    Ziemlich viel Wind (6-7 Knoten) hat uns am Kopfsteg Sorgen gemacht. Liegen wir sicher? Ja, obwohl uns das das Einschlafen etwas schwer gemacht hat.
    Übrigens bewundernswert, was da alles auf dem Neckar rudert, Alt , Jung, alles im Takt der Steuerfrauen und -männer oder eben von den Trainern vom Begleitboot aus. Hier wird also nicht nur studiert. Wie heisst´s doch mens sana.........
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  • Worms

    Apr 29–30 in Germany ⋅ ☀️ 20 °C

    Nun den Neckar runter mit mehr Fahrt als rauf. Wir hatten auch Glück, die Schleusen standen uns immer gerade offen, so dass die Fahrt zügig verlief, ja wir haben nicht mal gemerkt, dass wir schon wieder im Rhein waren, den jetzt zeigten die Kilometertafeln wieder dreistellige Zahlen an. Etwas unruhig in den Nerven steuerten wir die Hafeneinfahrt von Worms an. Eine sehr enge Hafeneinfahrt, die gegen den Strom und dannn mit neunzig Grad bei reißender Strömung erwischt werden wollte. Zweite Reifeprüfung mit Bravour. Jedenfalls haben die Anwesenden Applaus für unser Hafenmanöver gespendet. Nachträglich haben wir von denen erfahren, dass wer DIESE Hafeneinfahrt meistert, keine Angst vor den anderen Einfahrten im Rhein haben muss!
    In Worms haben wir etwas nach dem Dom gesucht, den wir über mehrere Umwege, Googlemaps hat da etwas versagt, dann doch gefunden haben. Ein imponierendes Bauwerk mit den zwei gegenüberliegenden Chören unter den Rundtürmen. Was die Dombaumeister hier alles geleistet haben! Für meinen Geschmack hat dann der Barock, der später hinzugefügt wurde, den Innenraum etwas zu sehr überladen, jedoch ein modernes Chorkreuz hat mir mehr als gefallen. Aber eben ich bin ein Laie in solchen Sachen und sollte bei solchen Dingen eher schweigen und zu Kenntnis nehmen.
    Wieder einmal mehr haben uns unsere Rädle trainieren lassen, so dass das auf dem Boot Stehen und Sitzen kompensiert wurde.
    Eine Frage bleibt, wie kommen wir aus diesem engen Loch wieder raus in das reißende Wasser?
    Und leider leider haben auch wir das Rheingold nicht gefunden, was Wunder bei meinem Nasenrümpfen, wenn Wagner gespielt wird.
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  • Eicher See

    Apr 30–May 1 in Germany ⋅ ☀️ 18 °C

    Ausgewählt, weil dieser Hafen als Idylle beschrieben ist. Und das war´s auch, und die Infrastruktur leider noch nicht im Betrieb. Es gab dann aber wohl Wasser und Abwasch. Der Eicher See ist einerseits ein Baggersee, aus dem noch Kies geschöpft und von der Berufsschifffahrt weggebracht wird, anderseits eine Wochenend- und Ferienregion des Wassersports. Rund um den See stehen Bungalows oder kleine Häuschen, wahrscheinlich die Nachfolger der Wohnwagensiedlungen. Und jedes hat einen Steg der ins Wasser führt. Eigentlich leicht vorzustellen, Hühnerställe am Wasser und für jedes Huhn oder Hahn einen Trippelsteg, die Kücken spielen dann auf den kleinen Rasenflächen mit echt englischem Rasen, Grillstelle und so fort.
    Da hatten wir genügend Zeit in idyllischer Ruhe, das Wasser aus der Bilge zu schöpfen. Der Duschschlauch hat sich wieder mal gelöst und den Wassertank entleert. Je nu, auch so kommt man zu seinen Erlebnissen.
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  • Mainz

    May 1–3 in Germany ⋅ ☀️ 20 °C

    Die Fahrt hierher hat uns durch wunderbare Auenlandschaften voller Vogelgezwitscher geführt. Uelis Farbenblindheit hat ihm manchmal einen Streich gespielt, auf die Ferne waren die roten und grünen Tonnen (für Laien, das sind die Schwimmkörper, die das Fahrwasser anzeigen) nicht immer so eindeutig erkennbar. Aber er hat ja beim Farbentest versprochen, dass er immer seine liebe Uli dabei habe, die das dann schon kann.
    Im Hafen wurden wir von einem sehr netten Hafenmeister empfangen, der uns einige Tipps zur morgigen Stadtbesichtigung gab.
    Heute morgen mit den Rädle auf zur Stadt! Am Rhein entlang überall Kopfsteinpflaster, auf den kleinen Raddurchmessern einiges abverlangend. Wunderbare Fahrt dem Rheinufer entlang mit Floh- und Weinmärkten. Auf dem Platz vor dem Münster war Wochenmarkt, nein nicht ein solcher mit viel Tand und so, sondern ein wirklicher Lebensmittelmarkt. Scheinbar war da ganz Mainz und die Touris unterwegs. Mainz hat eine Einwohnerdichte von 2300 E/qkm (zum Vergleich Konstanz 1600 / Winti 1700 / St.G. 2000). Das war ein Gewusel auf diesem Platz, man musste sogar vor den Cafés anstehen, um einen Platz zugewiesen zu erhalten.
    Der Dom ist halt wieder ein so mächtiges Bauwerk, das zeigt, dass da Bischöfe und Kardinäle am Werk waren, die was von den Baumeistern forderten. Im Innern haben wir prächtige moderne Fenster gesehen, es muss ja nicht immer Chagall sein. Auch eine Seltenheit, es hat zwei Krypten je eine unter dem Ost- und Westapsis. In der östlichen sind die Heiligen sakrophagiert (wohl dem Lichte Jerusalems Licht zugewandt), in der westlichen die Bischöfe / Kardinäle (wohl eher dem weltlichen Westen verbunden). Das da täglich zwischen 16 - 18 Uhr Beichte gehört wird, weißt wohl auf eine Genussbevölkerung hin (man denke nur an die Fasnacht), so kann man täglich den Stand der Gnade wieder herstellen.
    Eine Bimmelbähnchentour hat uns an weiteren historischen Gebäuden, Landtag und am bemerkenswertesten die Taufkirche von Joh. Gutenberg, St. Christoph, mit einem spitzen Stahlturm von stilvoller Architektur und ganz in der Nähe die neue Synagoge eine Augenweide mit ihren Verwinkelungen. Beide in ihrer Symbolik auf die Zerstörung und Wiederaufleben hinweisend, sehr bewegend.
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  • Rüdesheim

    May 3–5 in Germany ⋅ ☁️ 21 °C

    Die Weiterfahrt nach Rüdesheim, völlig problemlos, einfach dem Fahrwasser folgend und gehörig Ausguck halten auf diejenigen die entgegenkamen oder uns überholten. Auch die Hafeneinfahrt konnten wir dem Polizeiboot folgend, zufällig auch da stationiert, fast traumwandlerisch meistern.
    Auf Grund der frühen Ankunft, haben wir uns zum Waschtag entschlossen. Ja unser Boot ist bunter geworden, quasi von Bekleidung umweht. Das was zu bügeln war unter die Matratze gelegt und morgens mit genauesten Bügelfalten hervorgezogen.
    Da lagen sie nun, die Rheinkreuzfahrtschiffe und das war dann in der Drosselgasse, wo man sich Ärschle an Ärschle vorbeidrücken musste, spürbar. Ja Touris (wir gehören ja auch dazu), dabei gibts zahlreiche eben so schöne Gässchen! Da haben wir mit großer Lust einen Rüdesheimer Kaffee geschlemmt. So eine Art Irishcoffee, halt eben mit einem Asbach Uralt (hiesige Produktionstätte).
    Heute mit dem Tourischiff nach St. Goar (unsere nächstes Station), eine Rekognoszierungsfahrt zur Besänftigung unserer Bedenken, diese engsten und felsigsten Kurven zu meistern. Dabei auch erfahren, dass die Burgendichte nirgends größer sei als hier (Zollburg folgt auf Jagdburg und Herrschaftsburgen). Von Assmanshausen führt ein Seilbähnli (Baujahr 1953) hinauf auf die Höhen des Niederwalds (ein echt deutscher Wald mit Eichen- und Buchenkolossen („Wer hat dich du schöner Wald……“). Eine rund einstündige Höhenwanderung zum Niederwald Denkmal, die pompöse Germania, mit weitblickender Rundumsicht auf den sich windenden Rhein. Da dann runter mit wieder einem mittelalterlichen Seilbähnli nach Rüdesheim. Müde und zufrieden, dass wir regenfrei in die Gemütlichkeit unseres Zuhauses zurückgekehrt sind. Planvoll wie die Fahrt morgen zu meistern ist.
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  • St.Goar

    May 5–6 in Germany ⋅ 🌧 18 °C

    Auslaufen im Hafen Rüdesheim im Abwarten eines zu Tal fahrenden Schiffes. Ortskundige haben uns den Tipp gegeben (den wir schon lange dachten! ach was sind wir erfahren 😊), durch das „Anhängen“ an diese durch die nun folgende Strecke mit ihren Engen und Felseninseln zu fahren. Weitgefehlt, der Tanker war viel viel schneller, als unsere 21 PS-Schraube leisten konnte, so dass wir das Navigieren nun mit unsern eigenen Kompetenzen meistern mussten. Mit einigen aufgeregten Kommandos bei Begegnungen, auch sich überholenden Bergfahrer, konnten wir dem Fahrwasser folgen, was unsere erste Prämisse war. Besonders war die Begegnung mit dem Raddampfer „Goethe“ genau in der Kurve um die Loreley (felsig, 150 m breit, 29 m tief = Superströmung)! Ein Ausflugsschiff, das von Koblenz her täglich nach Rüdensheim und zurück fährt (9 Stunden Fahrt). Die Strömung und die Tonnen im Ausblick zu halten war schon anstrengend. Da waren wir glücklich, St. Goar erreicht zu haben. Froh auch, dass wir gestern diese Fahrt mit dem Ausflugsschiff zur Erkundung gemacht haben. So sind die angehängten Fotos auch z.T. auf dieser Fahrt entstanden, denn zum Fotografieren bleib kaum Zeit. Froh auch, dass der Regen genau bei der Einfahrt in St. Goar erst mit leichten Tropfen begann.
    Übrigens Goar war ein Eremit, der aus Aquitaninen um 511 hier her kam und seine Klause errichtete und damit scheinbar heilig wurde. Die Römer waren aber schon vor ihm da, zuletzt dann die Franzosen als Besatzungsmacht nach dem zweiten Weltkrieg, ansonsten ein unscheinbares Städtchen, das mit Bundesgeldern verschönert werden soll.
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  • Koblenz

    May 6–8 in Germany ⋅ ☁️ 13 °C

    Ein Regentag war angesagt. Ja es war nicht ganz hunde- aber schon recht kalt. Die Sicht war schlecht und der Verkehr der Berufsschifffahrt sehr dicht. Volle Konzentration war bei den Kreuzungen gefordert und noch viel mehr, wenn uns einer überholte. Dann waren wir drei Boote auf einer Höhe und das ist dann schon sehr eng, wenn man die 15 Meter Abstand halten will und die Wirbel und Wellen der grossen Kähne mit dem Steuer ausgeglichen werden müssen. Das Abendessen hat uns dann für all die Strapazen entschädigt. Obwohl bei der Pizzabäckerei in unserem Bordbackofen das Gas alle ging, und die Gasflaschen noch gewechselt werden mussten. Erdbeeren an griechischem Yoghurt waren die Krönung, mmmmhhhh….
    In Koblenz sind wir heute beim Deutschen Eck angeeckt. Beeindruckt von der Riesenstatue Kaiser Wilhelms des Ersten hoch zu Ross. Ansonsten, muss man Koblenz nicht unbedingt gesehen haben, aber na ja wenn man schon mal da ist….(Koblenz war 1944 zu 80% zerstört und ist heute eine moderne Stadt). Doch! Das ehemalige Jesuitenkolleg mit einer in modernem Stil wiederaufgebauten Citykirche, mit toller Holzdecke und aussagekräftigen Fenstern und gelebter Interreligiosität, ist ein Juwel!
    Mit der Schwebebahn sind wir über den Rhein zur Burg Ehrenbreitstein geschwebt, und da hat uns eine wahrhaft wunderbare Aussicht auf Mosel und Rhein und deren Zusammenfluss erwartet. Ungewohnt war, dass die sich mischenden Wassermassen farblich nicht unterschieden, wohl ein Zeichen, das die Mosel- und Rheinweine die selbe Qualität haben.
    Erwähnenswert ist dann doch noch, dass wir einem 100 Meter Kahn zuschauen konnten, der von der Mosel her kommend den Rhein aufwärts ansteuerte. Ein Meisterstück der Steuerkunst, das fast die ganze Rheinbreite benötigte.
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  • Mondorf

    May 8 in Germany ⋅ ☀️ 16 °C

    Kleiner Vermerk zu gestern Abend: Kannst beim SkipBo- Spiel gewinnen, dann zeigt dir aber sehr schnell das Glück, wo Gott hockt!
    Uiii, das war nun bis jetzt unsere längste Fahrt. Rund fünf Stunden standen wir am Steuer, schön abwechselnd, so dass auch Zeit blieb, um das Tenue (die Kleidung) bei zunehmender Sonnenwärme zu wechseln, Kaffee zu trinken und zu pinkeln. Natürlich wieder bei voller Konzentration bei dichter Berufsschifffahrt.
    Landschaftlich eine erholsame Strecke mit herzigen Dörfern und Grünbewuchs. Bonn hat sich von der besten Seite gezeigt. Wir haben die Adenauer- und Kennedybrücke problemlos unterfahren und dabei der Gedanke: das waren noch Staatsmänner an denen sich die heute herrschenden ein Beispiel nehmen können.
    Ein idyllischer Hafen hat uns in Mondorf empfangen, mit vielen netten Leuten, ruhiger Abendstimmung und Vogelgezwitscher.
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  • Köln

    May 8–11 in Germany ⋅ ⛅ 18 °C

    Eine sonnige Fahrt hierher bei voller Konzentration, denn die Berufsschifffahrt hat sehr sehr zugenommen. Die Einfahrt nach Köln hat unsere Vorahnungen bei weitem übertroffen. Vorbei an Bauten, die einfach nur staunen lassen, was hier Um- und Neubauten an architektonischen Wundern geschaffen hat. Vor allem die sogenannten „Kranhäuser“ (auf dem Kopf stehenden L´s), wie haben die das gemacht?
    Und über allem hoch erhaben der Kölner Dom.
    Die Hafeneinfahrt hat das Rundumschauen bleiben lassen, denn die hohen Mauern, die bei satter Strömung zu durchsteuern waren, sahen bedrohlich aus. Man fährt da wie durch ein Tunnel, aber in einen friedlichen Hafen, zwischen all den faszinierenden Bauten.
    Angelegt und wieder vollgetankt, war erst Mittagsschläfchen angesagt. Die Rädlein bestiegen, respektive die steile Treppe zur Mole hochgetragen, ging’s los Richtung Südstadt. Das da gleich das Schokoladenmuseum von Lindt steht, wen wundert die Werbung um deutschen TV? Die Severinstraße eine Flaniermeile, wo man wohl alles bekommt, was man braucht oder nicht. Da zogen wir dann die einfachen Gschwelti mit Sahnequark, Gurkensalat und Kirschen zur Nachspeise, an Bord vor.

    Wir haben eine Tour mit dem Stadtbus „Hop on Hop off“ gebucht. Eine spannende Touristenfahrt durch Köln, mit vielen Informationen über das alte Cologna, Zerstörung im 2. Weltkrieg und Wiederaufbau zur Millionenstadt. Wer darüber mehr wissen will, greife zum Stadtführer „Köln“. Der Bericht soll ja nicht den Rahmen sprengen. Auf dieser Fahrt sind wir vorerst nur vor dem Dom ausgestiegen, den wir morgen dann ausgiebig besichtigen wollen. Einfach erschlagend!
    Nachmittags Fahrt mit Rädle und Bahn nach Brühl (zwischen Köln und Bonn). Ein ausgiebiges Augenweid, das Schloss Augustusburg, ein Schloss nach französischer Manier, voller Rokoko, ja das ist dann wohl Rokokölsch.

    Eine Regennacht und Regentag und alles um den Regen geplant. Uli genoss während der Regenzeit Ruhe und Erholung im Nass der Claudius Therme. Allerdings mit der Feststellung, dass der Trinkbrunnen kaum den Durst löschen kann, einfach zu salzig. In der Zeit hat Ueli den Haushalt und so (z. B. das gänzlich Austrocknen der frisch gewaschenen Wäsche überwachen) gemacht. Pünktlich zu Ulis Rückkehr stellte der Regen ein und los ging’s zum Dom und in die Altstadt!
    Der Dom: ich will nicht ausufernd werden, dennoch so ein gigantisches Bauwerk, kaum zu fassen! Wunderbare Kirchenfenster bis hoch hinauf, darunter das ganz Faszinierende von Gerhard Richter. Er hatte verschiedene Vorgänger, die ihr Handwerk ebenso kunstvoll zeigen. Die enorme Höhe der Säulen und der Spitzbögen sind nicht nur Halsverrenker sondern einfach kaum zu ermessen. In der tiefen und dunklen Krypta stellt sich dann Erbarmen mit den zahllosen Kardinälen und Bischöfen ein, die da eines Tages wieder auferstehen sollen (bei diesen vergitterten und schwer beladenen Sarkophagen).
    Die Altstadt ist eigentlich kaum eine „Altstadt“, wie auch, denn 80% der Stadt wurden im Krieg zerstört. Beeindruckende Bilder vom Dom in einem Trümmerfeld. Einiges wurde rekonstruiert, aber halt auch, wie so oft, mit einigen Bausünden. Die Struktur der wenig breiten aneinander gebauten Häuser wurde zum guten Glück erhalten. Na ja, die Läden im Erdgeschoss nehmen da dann gern mal zwei bis drei Hausbreiten ein. Wie dann der riesige Laden für Karneval, alles und jedes womit man sich nach kölscher Art fasnächtlich bekleiden und schmücken kann.
    Noch ein Kölsch und dann in die Wärme der Kajüte zurück.
    Und nach kurzem einsetzender Hagel, der so himmlisch auf das schützende Boot prasselt.
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  • Leverkusen

    May 12–13 in Germany ⋅ ☁️ 11 °C

    Das war eine windig-kalte Fahrt, die all unsere Kalorien benötigte. Zum guten Glück kräftig gefrühstückt . Das erste Mal, dass wir mit unserem Kurs bei einer Begegnung mit einem Kahn „falsch“ lagen. Der hatte signalisiert „Steuerbord - Steuerbord „ , was wir eingehalten haben, aber wahrscheinlich zu nah, da wir vor einem Überholer im Nacken etwas Angst hatten, dem vor die Schnauze zu fahren. Wildes Hupen und aufgeregter Kapitän auf der Brücke, der wild auf sein Steuerzeichen hinwies. Na ja, vielleicht doch noch nicht DIE Rheinschiffer.
    Hier freudig empfangen von Uli ´s Klassenkollegin, die uns eine interessante Rundfahrt durch Leverkusen schenkte. Der Name Leverkusen stammt von einem Farbenhersteller Namens Carl Leverkus und wer es genauer wissen will, soll Wikipedia befragen.
    Damals entstand eine wohlhabende Region. Heute sei der Zerfall der Region deutlich spürbar (Wegzug der großen Chemieunternehmen). Die Stadt muss an allen Ecken und Enden sparen, sei dies, dass das zerbrochene Fenster an Marions Schule nicht repariert wird, sei es, dass das Bayer-Konzerthaus nicht einmal für einen Verkaufspreis von einem Euro von der Stadt übernommen werden kann.
    Herzlichen Dank, Marion für diese lebensnahe Führung und die Bewirtung zu Kaffee und Kuchen! Es hat sich gelohnt, bei Dir anzulegen.
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  • Düsseldorf

    May 13–14 in Germany ⋅ 🌧 12 °C

    Unser gemütliches Frühstück, mit frischen Brötchen aus dem nahen EDKA, wurde durch einen heiden Lärm von Helikoptern unterbrochen. Die DLRG hat eine Grossübung „Wasserrettung mit Hubschrauberunterstützung“ angelegt. Wie uns gesagt wurde, sein diese Übungen Training für Hochwasserereignisse.
    Bei der Hinfahrt hat´s der Wettergott gut mir uns gemeint, kein Regen, und da ist man bei der Kälte schon mal dankbar. Durch die häufigen Rheinschlaufen zu manöverieren war ein Leichtes, denn die Fahrwasser sind hier schon fast so breit, dass ein Falschfahren bei dem dichten Berufsverkehr kaum möglich war. Spannend auf diesem Abschnitt: gigantische Industrieanlagen wechseln mit beschaulichen Uferpartien. Einmal angelegt wurde es dann noch nass.
    Uli hat sich nach draußen gewagt und den ganz naheliegenden Fernsehturm beliftet und wurde mit einer weit ausholenden Rundsicht belohnt. Sie wollte eigentlich in den Lidl zum Einkauf, hat dann aber einen Gemüsemarkt türkischen Ausmaßes gefunden. Ueli der Faule, hat sich endlich mal hinters Lesen gemacht, einmal bei Bordlicht, einmal bei durch die Fenster scheinenden Sonnenstrahlen, immer aber in der gemütlich warmen Kajüte.
    Die Bordküche hat geliefert, was köstlich mundete, Rösti mit Spiegeleiern und einem Wildkräutersalat.
    Natürlich immer mit dem Ohrwurm „Wärst Du doch in Düsseldorf geblieben“ im Kopf. Nein wir fahren morgen weiter………
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  • Duisburg

    May 14–15 in Germany ⋅ 🌧 9 °C

    Hier ist der Rhein bereits so breit und tief, dass man sich schon fast auf einem kleinen See wähnt. Er schlängelt sich, wenn man da noch schlängeln sagen kann, eher träge fließend, Kurve um Kurve Richtung Holland. Trotz des Feiertages war der Gegenverkehr recht rege und hat keine Langeweile aufkommen lassen. Vorbei ging’s an den massigen Ruhrpott-Anlagen wechselnd mit beschaulichen Uferpartien, die vielfach von Campingplätzen strotzen (ja hier können die Großstadtmenschen sich erholen). Hinauf zum Duisburger Stadthafen (eigentlich ein Kanal) wars dann schon mal gespenstisch in den hohen Spundwänden, wir sind aber keinen Seegeistern begegnet.

    Wir dachten, Duisburg eine weitere Ruhrpott Stadt. Weit gefehlt. Wir sind da auf eine kulturell auf sich was gebende Stadt gestoßen. Ein weiter Platz in der Altstadt geziert von einem Niki de Saint Phalle-Tinguely-Brunnen. Ein Bijou!
    Wir haben das Museum „Küppersmühle“ (KMK) besucht und uns einfach an moderner Kunst satt gesehen. Das Gebäude, eine alte Großmühle am Hafen, wurde unter Erhalt der historischen Fassade von Herzog & de Meuron mit weiten Innenräumen und schlossartigen Treppenhäuser umgestaltet. Die alten Stahlbetonträger im Erdgeschoss blieben erhalten und geben den Eindruck einer weiten Krypta.

    Morgen werden wir den Rhein und damit das Bodenseewasser verlassen und uns Richtung Mittellandkanal bewegen.
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  • Castrop - Rauxel

    May 15–16 in Germany ⋅ ☁️ 12 °C

    Na wo ist das denn? Mitten im Ruhrgebiet.
    Wir haben den Rhein verlassen und waren auf einen Schlag all die mächtigen Rheinschifferfragestellungen los. Rhein- Herne- Kanal; keine Strömung, keine Untiefen, keine vorgeschriebenen Fahrwasser, einfach Mitte Kanal. Schön beschaulich, überall grüne Ufer mit Halbwuchs und hohen dichten Laubbäumen, eine Augenberuhigung und nicht nur das, ein tolles entspanntes Dahinschippern, natürlich mit vielen Berufsschiffen. Keine Kreuzungsfragen mehr, ob jetzt Back- oder Steuerbord, nein einfach immer Backbord an Backbord mit genügend Abstand. Es scheint, dass das der Wasserweg von Polen zum Rhein ist.
    Unzählige Brücken haben wir unterfahren, teils gelungene Werke, teils aber auch marode Stahlbrücken voller Rost, den man sogar riechen konnte. Wann endlich wird das Sondervermögen zu deren Sanierung eingesetzt?
    Dass wir dann die Schleusen meist offen fanden, war eine Zeitersparnis auf dem doch langen Tagestrip (47 km in 6 Stunden). Etwas länger als berechnet, da wir das Anfangsstück über die Ruhr fahren wollten, deren Schleuse aber geschlossen war, also wieder umkehren und über den Hafenkanal Duisburg. Wir wurden von Schleuse zu Schleuse besser mit unsern Manövern und können uns stolz auf die Schultern klopfen.
    Im Hafen von Castrop-Rauxel angelegt, haben wir uns auf ein Nachtessen im vielgelobten Hafenrestaurant gefreut. Die Saison hat hier scheinbar noch nicht begonnen, es ist noch geschlossen. Daher Bordküche mit Ravioli , Parmesan und Basilikum aus dem Bordgarten, sprich Topf, und dabei alte Jugenderinnerungen zu diesem „Dosenmahl“ ausgetauscht, Jahre her seit dem letzten Mal.
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  • YC Dortmund-Ems

    May 16–17 in Germany ⋅ ☁️ 13 °C

    Eine Fahrt durchs Grüne mit vielen Jungeltern des Gänseüberschusses. Überall das Schnattern und Quaken.
    Beim Hebewerk Henrichenburg mussten wir einen Zwischenstopp einlegen, denn dieses Wunderwerk der Schleusentechnik, gebaut 1908 - 1914, wollten wir sehen. Tatsächlich ein Wunderwerk aus Stahlbau und Wassertechnik, immer wieder die Frage, wie hat das funktioniert. Ja es hat, bis in die Neunzigerjahre, wurde dann stillgelegt von wegen Ersatz mit „modernem“ Schleusenbau.
    Zweimal haben wir auf Kanalbrücken Flüsse überquert, worauf wir gespannt waren. Leider war´s dann so, dass wir von diesen „Unterläufen“ nichts mitbekommen haben, da wir nicht über den Kanalwannenrand rausblicken konnten. Etwas Sorge hat uns ein recht breiter „Verfolger“ gemacht, haben dann abgewartet, bis der uns überholte (gut gemacht, da sehr schwellig). Eben so Sorge an der Einfahrt zum hiesigen Hafen, der in der Nähe von Olfen liegt. Unser Log lag immer nahe bei 0,00 = Auflaufgefahr.
    Am Abend nun ist Christiane zu uns gestoßen, vielmehr wir zu Ihr, im Städtchen Lüdinghausen. Sie wird in der nächsten Woche unser Fahrgast sein. Wunderbar und bodenständig mit ihr z´Nacht gegessen. Uriges Restaurant, wo sich die Männer zum Feierabend-Bier mit Scherzen und Zoten an der Theke lautstark den Abend eintrinken. Heute etwas Muskelkater von der Fahradtour nach Lüdinghausen :-)
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