• Marina Recke

    May 20–21 in Germany ⋅ 🌧 17 °C

    Gestartet mit einer Wettervorhersage, die Schlimmes verhiess. Also dick eingepackt in Ölzeug. Doch was Wunder, es wurde immer sonniger und nur kurze Regenschauer haben uns kaum genässt. Nicht dass wir ins Schwitzen kamen. Aber die Zwiebelhäute abzulegen war angesagt.
    Wir haben den Dortmund-Ems-Kanal am „Nassen Dreieck“ verlassen und fahren nun im Mittellandkanal. Ja die Schiffer haben schon viel Fantasie, wie wär´s wenn bei uns Abzweigungen z.B. „Betoneck“ oder „Teerkurve“ hießen? Überhaupt merkt man, dass wir uns in einem anderen Sprachgebiet befinden. Recke kann man ja noch aussprechen, aber Pusselbüren oder Ibbenbüren oder Schlickelde oder Hopsten etc. etc. gehen einem schon schwerer in Kopf und nicht so leicht über die Zunge. Aber: so zeigen sich die Unterschiede, wir haben im Hafen Berner aus dem Oberland angetroffen, deren Wortschatz auch nicht immer verständlich war.
    Zahlreiche Brücken haben wir unterfahren. Alle waren nach dem gleichen Prinzip gebaut: einfacher Bogen von Ufer zu Ufer, dran aufgehängt der Fahrweg. Nur die Farben haben gewechselt, von Rost über Gelb zu Blau. Eigentlich toll, was sich die Brückenbauenden für die Zukunft ausgedacht haben. Sind die Brücken einmal marode, geht man in den nächsten Baumarkt und kauft sich die Serienbauteile. (Nur so als Tipp, an die verantwortlichen Sanierer, denen es ja meist an Geld mangelt.)
    Das Ankommen in der Marina haben wir an der Sonne auf der Terrasse des Clubrestauants bei Kaffee und Kuchen genossen, dann noch einen Weißburgunder getrunken, der uns zwar etwas den Kopf verdrehte, aber köstlich gemundet hat.
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