• Vatikan

    17. juni 2025, Vatikanet ⋅ ☀️ 28 °C

    Heute ist es soweit: die letzte Etappe nach Rom. Wir sind nun 64 Tage unterwegs, davon 60 Wanderetappen und 4 Ruhetage. Gesamthaft haben wir auf unserer Pilgerreise bisher über 1'600 km zurückgelegt.
    Heute sind wir wieder um 4.45 Uhr aufgestanden, um 5.30 Uhr loszugehen. Zuerst etwa 4 km entlang der Hauptstrasse nach Rom – nochmals eine etwas gefährliche Sache. Die Italiener fahren im Morgenstress mit 80 km/h durch bewohnte Gebiete, überfahren doppelte Sicherheitslinien und mehr. Guido wurde einmal fast angefahren. Dann endlich in die Natur: Ein schöner Weg führt uns entlang eines Baches durch ein offenes Tal zum Vorort Monte Mario.
    Nach dem Durchlaufen dieses Ortes geht es in einen bewaldeten Hügel von Rom. Oben angekommen sieht man weit über die Stadt hinweg mit dem markanten Petersdom. Von dort führt eine tremolamässige, gepflasterte Rampe in die Stadt hinunter. Unten angekommen führt wiederum eine 2 km lange Strasse direkt auf den Petersplatz. Im Zentrum für Pilger holen wir den letzten Stempel für unseren Pilgerpass. Der deutschsprachige Pfarrer erklärt uns, wo wir das Zertifikat holen können und wie wir ohne Anstehen in den Dom kommen. Gesagt, getan – eine halbe Stunde später stehen wir im Dom.
    Er ist sehr beeindruckend, aber es hat auch sehr viele Besucher. Alles ist planmässig durchorganisiert.
    Vor dem Bezug unserer Wohnung in Nähe der Engelsburg haben wir wieder einmal ein richtiges Mittagessen genossen. Die Wohnung ist riesig und wir können es uns fünf Tage lang gut gehen lassen und die Stadt geniessen.
    Wir schätzen uns glücklich, dass wir – abgesehen von kleinen Blasen, Muskelschmerzen und zeitweise Knieschmerzen – nie krank gewesen sind. Dass wir uns, bis auf kleine Querelen, immer gut verstanden und uns gegenseitig aufbauen und unterstützen konnten. Diese Reise hat uns aber auch körperlich gefordert.
    Herausfordernd waren die Wärme im südlichen Bereich, der Schnee über den grossen Sankt Bernhard, die tägliche Unterkunftssuche und -buchungen, die Organisation der Verpflegung und die dauernde Last der Rucksäcke auf unseren Rücken, das ständige Einrichten an einem neuen Ort und nie zu wissen, was uns am nächsten Tag erwartet.
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