9.11. Regen, Meditation, Kamakura
November 9, 2025 in Japan ⋅ 🌧 10 °C
Da mir jetzt schon fast die Augen zufallen, heute kein Haiku, sondern aus dem Folder über den Engakukuji-Tempel in Kamakura abgeschriebene Prosa:
"The fact, that we are living here, now, in the present -
this is the true meaning of the existence of the Buddha."
Ich muss für morgen noch einiges recherchieren: besonders die Fahrtzeiten und -wege, die nicht ganz einfach sind. Außerdem bin ich morgen leider auch ganztags MIT Gepäck unterwegs , weil ich ja abends nach meinem Besuch in Enoura nach Hakone weiter fahren muss...
Startzeit war am heutigen Sonntag 7:25 Uhr mit Sack und Pack im strömenden Regen! Zur Metro. Am Shingawa- Bahnhof der erste Einsatz des Japan- Rail-Passes, dieses bereits erwähnten sehr teuren, aber mickrigen kleinen Papptickets, das man in den Schlitz der Bahnschranke vorne reinschieben muss. Aber keinesfalls vergessen darf, es gleich wieder hinten heraus und an sich zu nehmen! Nach einer gut 80minütigen Hinfahrt endlich in KAMAKURA begann ich mit einer zunehmend hektischen, weil zeitlich ohnehin sehr knapp geplanten Suche meines gebuchten Bahnhof- Billighotels - immer noch im strömenden Regen! -, das gut versteckt und den Befragten unbekannt in einer winzigen Sackgasse DIREKT an den Bahngleisen (!!!) liegt. GLORIA! Dort schnell mein Gepäck untergestellt und gleich wieder mit dem Zug eine Station zurück nach Kita- Kamakura. Dort wartete Nami schon seit über 15 min auf mich, weil die von ihr gebuchte Zazen-Meditation im zweitgrößten, sehr alten berühmten Buddhatempel Engakuji um 10 Uhr los gehen sollte. Ohne sie wäre ich da nie rein gekommen - ich war die einzige Nicht- Japanerin unter mindestens 50 Personen.
Auf dem Fußweg nach Kamakura gingen wir lecker Mittag essen - ich ein Curry, Nami eine Misosuppe mit Gemüse - siehe Bild. Dann haben wir den japanischen Zen- Haupt-Tempel Kencho-ji besichtigt und anschließend die gesamte Strecke bis zur und durch die Stadt Kamakura bis zum Hasedera-Tempelbezirk am anderen Ende der Bucht ZU FUSS zurück gelegt. Unterwegs einen großen berühmten Shinto-Schrein besichtigt und dort außerdem als Ritual "für unsere eigene Gesundheit" (so stand es dort) einen rituellen Laufweg um einen zweiten Schrein in Achterschleifen absolviert. Schließlich sind wir noch in einem Cafe eingekehrt... Als wir endlich gegen 16 uhr beim ebenfalls sehr bekannten HASEDERA- Tempelbezirk angekommen waren, dämmerte es bereits und begann leider auch kurz darauf zu tröpfeln. Das feuchte, als "unbeständig" vorhergesagte Wetter hatte immerhin den Vorteil, dass am heutigen Sonntag (!) offenbar deutlich weniger Touristen die Stadt und die berühmten Tempel überschwemmten als sonst. Dabei blieb es zwischen 11 .30 und 16.00 trocken und war manchmal sogar für kurze Zeit sonnig! Jedenfalls wollte ich unbedingt dort die lächelnden Kinder-Buddha-Statuen sehen, von denen mir auch Babs erzählt hatte! Ja, ich sah sie auch, aber mehr im Vorbeieilen, weil die Wärter ab etwa 16.30 Uhr begannen, das Gelände und die Tempel aufzuräumen und die Besucher Richtung Ausgang zu schicken - besser: zu scheuchen - mit einer bislang in Japan für mich ungewohnten, fast unhöflichen Deutlichkeit...
Den Rückweg machten wir dann mit einer kleinen Bahn. Nami konnte hier am Bahnhof Kamakura umsteigen und sich auf den langen Heimweg machen. Und ich war ja quasi schon "zuhause" direkt hinter den Gleisen. Was gut war, da es inzwischen stark regnet. Wenn hier im Moment ein Zug durch fährt, hört und fühlt es sich an, als führe er mitten durchs Zimmer. Aber ich hab hier ein großes Bett und Ohrstöpsel (!), es ist warm (via Klimaanlage) und das winzige, kitschige rosa Frauenklo ist direkt gegenüber meiner Zimmertüre. Was will man mehr?Read more

Entzückend [Manne]

Wie cool - super platzsparend [Susanne]

Mein lieblingsbild [Bärbel]




















