• Ipoh Tag 1: White Coffee wo bist du?

    19. Januar in Malaysia ⋅ ☁️ 28 °C

    Im 19. Jahrhundert in Ipoh, der Zinn-Boom-Hochburg Malaysias, flippen Hainanese-Immigranten aus China aus: „Britische Kaffeebitterkeit? Das ist ja ekliger als ein nasser Socken!“ Die Kerle rösten Arabica, Robusta und Liberica-Bohnen nicht verkohlt, sondern schleichend bei niedriger Hitze in Margarine oder Palmöl – zack, karamellig-nussiger Duft, helles Ergebnis ohne Milch, daher „White Coffee“. OldTown hortet das Rezept wie einen Lottoschein, und raus kommt samtiger, säurearmer Wahnsinn mit Nuss-Karamell-Kick, der den Gaumen umarmt wie ein betrunkener Onkel. Mit Kondensmilch serviert, explodiert’s weiter am Gaumen– probier’s, bevor dein Lachen den Kaffee verschüttet!

    Weiter geht es in die Concubine Straße, wo es mal sehr heiß her ging. Concubine Lane in Ipoh: Hier parkten chinesische Zinnbarone ihre Geliebten für schnelle Nummern – heute ein photogenes Selfie-Paradies mit White Coffee. Nach dem 1892er-Brand schenkte der Chinese Yau Tet Shin seinen Damen die Gassen, die Mieten kassieren, während oben Opiumqualm zieht und Betten quietschen. Briten gucken weg, Ipoh boomt als Zinn Stadt. VIP-Geliebte statt Straßenware und 14 Söhne als Beweis. Jetzt? Influencer posen mit Ipoh-White-Coffee statt Seidenroben und ich blogge sarkastisch: „Von Bettenquietschen zu Latte-Liebe – Ipoh, du versautes Genie!“

    Naja, Spaß beiseite. Generell kommt es mir hier echt so vor als wäre alles von einem Designer bis ins letzte Detail geplant worden. Und die Shops sehen echt grenzgenial eingerichtet aus. Mein Handy glüht bereits. Einerseits von der Hitze und andererseits vom ständigen Abdrücken.
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