• Pridnestrovie bzw. Transnistrien ich komme!!!

    August 22 in Moldova ☀️ 28 °C

    Roman kann mich heute so gegen 17:20 über die Grenze nach Transnistrien bringen. Somit sehe ich mir noch Bălți an. Kleines Städtchen mit doch sehr monumentalen Flair. Es wird viel verkauft von den Einheimischen und ist doch eher dem Verfall gewidmet. Ich nutze es auch, um Bargeld zu beziehen. Gar nicht so einfach bei den horrenden Gebühren. Schließlich gibt mir ein Automat 200 € in Dingldangl mit nur 4€ Spesen raus. Naja, ist halt so und wird immer teurer das Bargeldabheben.

    Und dann, was sehen meine Äuglein da. Kvas, das fermentierte Brotgetränk. Habe es in Belarus literweise konsumiert. Ich liebe dieses Gesöff und hätte nicht gedacht es hier zu finden.

    Später gehe ich in einen Supermarkt und hole mir gleich mal eine große Flasche davon. Die Preise sind hier ungefähr die Hälfte im Vergleich zu Österreich. Also für mich günstig aber für die Einheimischen bei dem geringen Einkommen von ca. 700 € bis 1000€ im Monat doch schon sehr hoch.

    Jetzt aber auf zur Grenze. Ich warte und Roman kommt dann ca. 20 min zu spät. Es geht los. Beim Schranken die Erste kurze Kontrolle. Dann weiter über die Brücke. Passkontrolle und Formalitäten sowie Check von Caligula. Dann weiter, um die Maut zu bezahlen. 5€ sind fällig. Nach ca. 20 min ist alles erledigt. Ich halte meine Papiere und das Visum bis 27.8 in den Händen. Einen Stempel in den Pass gibt es allerdings nicht, sondern nur ein Stück Papier. Das sollte ich keinesfalls verlieren. Schon praktisch wenn ein Einheimischer alles für dich erledigt. Danke Roman. Achja, Roman ist ein Freund eines Freundes eines Freundes von mir. Also ein Unbekannter für mich. Trotzdem kümmert er sich um mich und nimmt mich auf. Mensch ich bin in Transnistrien, genauer gesagt in Rîbnița. Gemeinsam fahren wir dann zu seinem Sommerhaus. Es liegt ca. 30 min nördlich von Rîbnița. Die erste Frage von Roman an mich ist, warum ich Transnistrien bereise. Ich sage nur, da es hier ja so gefährlich ist und einem alles gestohlen wird. Er versteht aber nicht ganz was ich damit meine.

    Dann kommen wir an, das Haus ist keine Hütte, sondern ein Anwesen mit großem Tor bei der Einfahrtsstraße. Inmitten des Grundstücks ein Bach, Bäume und ein Schwimmbad. Aktuell sind seine Verwanden aus Italien auf Besuch. Und es wird gegrillt. Herrlich lecker und schön so empfangen zu werden. Nur mit der Kommunikation ist es etwas schwierig, bis auf Roman, er spricht English da er mehrere Jahre in Amerika war. Die anderen verstehen ein wenig dieser Sprache, tun sich aber swhr schwer beim Sprechen.

    Nach dem Essen geht es noch auf einen Aussichtspunkt, dem Turm des Windes. Schon komisch, dass ein Fluss Welten trennt.
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