Roman ist mein Führer.
August 23 in Moldova
☀️ 26 °C
Ich wache auf und koche mir mal Kaffee. Später treffe ich dann Roman. Er hat sich noch um seine abreisenden Verwandten gekümmert. Dann bereitet er lecker Frühstück für mich zu. Achja, sein Sommerhaus ist einfach ein Traum.
Zu Mittag fahren wir dann in den Norden in die Stadt Camenca. Erstmal Geld wechseln. Mit Karte, also Visa oder Mastercard, ist nicht möglich. Funktioniert nicht. Ok, dann mal 240€ wechseln und dafür 4464 transnistrische Rubel bekommen. Kurs liegt demnach bei 18.6 PRB/€. Jetzt kenn ich mich aber bald nicht mehr aus. Habe RON von Rumänien, MDL von Moldawien und jetzt transnistrische Rubel (PRB) in meiner Brieftasche. Voll irre. Und es gibt sogar einen 25 Rubel Schein. Ob ich die Plastikmünzen auch noch bekomme? Ich hoffe es.
Dann zeigt er mir den Peter Wittgenstein Park in Camenca. Peter Wittgenstein war ein russischer Feldmarschall aus einem deutschstämmigen Adelsgeschlecht, der in den Napoleonischen Kriegen berühmt wurde, besonders als Verteidiger der Nordfront und als „Retter von St. Petersburg“. Darum gibt es den Park hier. Interessante Geschichte, der Park ist aber nicht so prickelnd. Dann wird Caligula mal getankt, er war durstig und ist fast leer. Zuerst wird aber im Häuschen bezahlt, erst dann kommt der Sprit raus. Einfach, oder. Mann muß halt nur wissen wieviel man tanken will.
Und in eine Polizeikontrolle bin ich auch geraten. War aber einfach als Roman mit ihnen zu quatschen begann. Also nicht ich, sondern Roman. 🤣
Danach geht es auch wieder zurück. Die Landschaft ist geprägt von Landwirtschaft. Kurz vor seinem Sommerhaus biegen wir dann noch zum Herrenkloster Stroiesti ab. 3 km Schotterstraße. Kloster ist umgeben von einen Wald, und die Kirche besteht aus mächtigen Holzstämmen. Und sie ist verschlossen. Dann geht es auch wieder zurück. Es ist knapp 16:00 und ich chille im Schatten und recherchiere mal was es morgen so in Tiraspol, der Hauptstadt Transniatriens, so zu sehen gibt. Es war schon lässig das Roman mir heute Sachen gezeigt hat. Nur habe ich irgendwie mehr erwartet. Habe die brutalistisch aussehenden Bauwerke vermisst. Ich hoffe, das kommt dann noch in Tiraspol oder auf den Weg dorthin.
Am Abend gibt es dann noch Lecker Essen. Ich unterhalte mich dabei mit Roman. Frage ihn ob er noch Geheimtips in Tiraspol oder am Weg dorthin kennt. Er stottert ein wenig und sagt nur, er kenne sich nicht wirklich aus in Tiraspol. War dort immer nur zum Arbeiten. Ok, denke ich mir. Aber mir würde es mit Graz gleich gehen, wenn jemand insider Wissen benötigen würde. Den Rest des Tages wird dann noch telefoniert. Muss ich ausnützen wenn ich Internet habe. Morgen geht es dann schon früh los, denn Roman muss zur Arbeit und Roman macht dann weiter Urlaub alleine. Verwirrend, oder?Read more













