• E9: Cascais -> Azoia (I)

    March 4 in Portugal ⋅ ☀️ 17 °C

    Um 8:40 Uhr starte ich meine erste Etappe von Cascais nach Azoia. Es liegen knapp 20 km von mir, mit mäßigen Anstiegen.
    Vom "LJmonade Hostel" geht's schnurstracks zum Atlantik, nicht weit vom Leuchtturm "Farol de Santa Maria" entfernt. Die ersten 6 km verlaufen mehr oder weniger an der wenig befahrenen Straße. Man kommt nur ganz selten an die Klippen vor. Einzige Abwechslung ist der "Boca do Inferno" (Höllenmund). Das Wasser des Atlantiks hat hier Zugang zum tiefen Grund der kleinen Schlucht. Bei Flut werden die Wellen in die senkrechten „Felsschlote“ gepresst und weit nach oben an Land geschleudert. Ich kann da leider nicht viel erkennen. Wahrscheinlich ist Ebbe oder zu wenig Wellengang 😔.
    Am "Forte de São Jorge de Oitavos" - die ersten 6 km habe ich abgespult - kann man endlich an den Klippen entlang gehen. Der Weg am Schlangenlinien-förmigen Küstenverlauf "kostet" etwas Zeit und zusätzliche Kilometer. Die Landschaft ist dafür deutlich spektakulärer. Das Fort selber ist - naja, kann man meiner Meinung nach links liegen lassen.
    Dafür wird es zunehmend ruhiger und wilder. Der Atlantik drück mit richtig Wumms an die Felsen und lässt die Gischt 20 - 30 m in die Höhe schießen.
    Nach 2 Stunden erreiche ich das "Cabo Raso" mit seinem verschlossenen Leuchtturm. Knapp die Hälfte ist "geschafft". Die Küste macht hier eine 90° Wendung und es geht jetzt immer Richtung Norden.
    Den "Praia da Arriba" erreiche ich nach ca. 10 km. Der erste richtig schöne Sandstrand! Dahinter kommt gleich der "Praia da Cresmina" und der fast 1 km lange "Praia do Guincho". Alle drei sind eine richtige Augenweite! Am letzteren mache ich erst mal Pause und schiebe mir drei kalorienträchtige Snickers-Nachahmerprodukte hinein.
    Es ist kurz nach halb zwölf und mein Zuckerhaushalt ist in den letzten drei Wander-Stunden auf einem Tiefststand gefallen. Das Frühstück war doch eher "mau" und ich fühle mich etwas schlapp! Aber Kopf hoch, die ersten 12 km habe ich schon "erwandert". Sieben Kilometer warten noch auf mich.
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