• Sayonara und Aloha Halekulani Okinawa

    June 2, 2025 in Japan ⋅ 🌧 26 °C

    Der letzte Tag unserer Japanreise ist angebrochen. In der Nacht ist ein heftiger Monsunregen mit Sturmböen und Gewitter heruntergegangen, das bis zum frühen Morgen anhielt.
    Der Regen ließ nach, der heftige Wind aber blieb. Mit 26°C war es wärmer als am Abend zuvor und richtig schwül, Outdoorsauna total.
    Im Hotel erreicht man alles indoor, auch wenn die einzelnen Bereiche weitläufig sind.
    Der Kaffee ist sehr gut hier und ich überlege, ob ich welchen mitnehme, vor allem um mein Bargeld loszuwerden.
    Besonders genossen habe ich mein Salat aus japanischem Rettich, Möhren, Früchten und Nüssen und den leckeren Dressings. Dazu gab es ein Häppchen vom Ananaskuchen. Wunderbar sind diese kleinen Portiönchen, die es ermöglichen vieles zu probieren. Zum Beispiel knusprig frittierte Shrimps mit fruchtiger Sauce Tatar oder Minierdbeercheesecakes oder oder oder...
    Der Ausblick auf den von Wind bewegten Garten im klimatisierten Raum perfektioniert das Wohlgefühl. Die 5 Sterne des Halekulani sind bemerkbar.
    Man kann Wäsche waschen lassen oder selbst waschen, Bügelbrett und - Eisen stehen im Ankleideraum jeden Zimmers. Selbstverständlich gibt es einen Wasserkocher, Nespressomaschine mit 6 verschiedenen Kapsel zur Auswahl und mehreren verschieden Teesorten, passenden Tassen, Gläsern, Eiswürfelbehälter und Minibar. Im Bad glänzt der futuristische Fön (der laut Internet über 600€ kostet), eine Unmenge an dicken flauschigen Handtüchern, Bademänteln, Haarbürste und-gummis, Wattebäuschen und -Stäbchen, Zahnbürsten, Mundwasser, Rasiergel, Duschbad, Shampoo, Haarspülung und Bodylotion.
    Für den Strand oder Swimmingpool gibt es extra Bademäntel und Flipflops und ein weißer Schlafanzug aus weicher Baumwolle liegt auch bereit, dazu gibt es kuschlige Hausschuhe.
    Nachdem diese ja kaum dem nächsten Gast angeboten werden, habe ich mir erlaubt diese mitzunehmen und zuhause gg. die eher unpraktischen Filzdinger für Gäste auszutauschen.
    Ich glaube, ich könnte mich an diesen Luxus gewöhnen - nur nicht an den Umweltaspekt. In Japan ist alles verpackt und das oft doppelt und dreifach. Diese Unmengen an Plastik sind mir unverständlich. Mülleimer im öffentlichen Raum sind Mangelware, nur an den Getränkeautomaten hat es für die Flaschen welche. Alles in Plastikflaschen (max 600ml im Automat) und es gibt kein Pfandsystem. Trotzdem ist Japan sehr, sehr sauber - man nimmt seinen Müll mit nachhause.
    Das mit den nicht vorhandenen Abfalleimer hat einen bestimmten Grund. Nachdem Senfgasanschlag in Tokios U-Bahn im Jahr 1995 einer Sekte (Omu Shinrikyu oder Aum-Sekte), die das Saringas in Mülleimer platzierten, hat man alle Abfallmöglichkeiten entfernt.
    Inzwischen, es sind ja 30 Jahre vergangen, hat man das etwas aufgeweicht.
    Allerdings würde mich schon interessieren, wie Japan mit seinem Müllproblem umgeht.
    Ich habe noch kein Land bereist, das ein besseres Müllsystem (Pfand usw.) als Deutschland hat und mehr für den Umwelt tut. Aber gerne lasse ich mich eines besseren belehren...
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