• Frische Luft

    1. marts, Finland ⋅ ☀️ -4 °C

    Um 04.00 klingelt der Wecker und tatsächlich ist ein grüner Schimmer am nordöstlichen Himmel. Wir beobachten etwa eine Stunde lang die schwache Aurora borealis. Anstatt intensiver zu werden, verschwindet der Feuerfuchs.
    Dann halt nochmal ein bisschen liegen...
    Die Sonne klettert über den Kesänkitunturi und mal wieder taucht die schneebedeckte Landschaft in atemberaubendes Morgenglühen.
    Gemütlich schälen wir uns aus dem Bett und präparieren uns für den heutigen Ausflug.
    Obwohl die 40km Fahrstrecke aus schneebedeckter Strasse hoch und runter und beidseitig Nadelbäumen besteht, wechselt das Bild immer wieder: mal nur leicht eingestaubte Kiefern, dann dick beladene verfrorene unter der weissen Last sich beugende Fichten. Es hat zuwenig Haltebuchten für entsprechende Fotostopps😅
    Unser heutiges Ziel: Särkitunturi. Der 3km lange Weg hoch ist gut getrampelt, Schneeschuhe nicht nötig.
    Es geht stetig, aber moderat den Hügel hoch. Meistens sind wir für uns - gut so - das ermöglicht menschenfreie Bilder.
    Glitzerschön funkelt es in der Sonne. Ab und zu rieselt eine kleine Baumlawine runter und das Knirschen unter den Füssen verrät den kalten Untergrund.
    Oben angekommen haben wir freien Blick auf die umliegenden Fells.
    Wir atmen tief ein, denn hier ist "the purest air in the World!"
    Die Gegend um Muonio gilt als Ort der saubersten Luft der Welt bestätigt durch Messungen der WHO. Luftqualitätsindizes zeigen konstant exzellente Werte!
    Dies Tatsache lässt uns hier gerne etwas Zeit verbringen und geniessen.
    Auf dem Weg nach unten, stoppen wir für einen Tee aus unserer Thermoaskanne im Kota. Andere Winterwanderer haben bereits Feuer gemacht.
    Bei der Vogelfutterstelle hüpfen Kohlmeisen und sibirische Eichelhäher in den Bäumen. Ich versuche mein Glück und nehme ein paar Sonnenblume Kerne in die Hand. Nach etwas Geduld und einigen Piep Piep Piep-Lauten von Katja, holt sich einer gemütlich ein paar Kerne aus meiner Hand🤩
    Vom Parkplatz machen wir noch eine Schleife über Muonio ins Swiss Café für Zvieri. Von dort haben wir knapp eine Stunde bis in unser Hüseli.
    Hier ist ein bisschen Ausruhen vor dem Kamin und Reste Essen vom Vortag. Über dem See entwickelt sich Nebel und es entsteht eine mystische Stimmung im Mondlicht.
    Gegen 22.00 suchen wir im Umkreis nach einem klaren Himmel. Nur an einzelnen Abschnitten können wir Sterne sehen, aber keine Nordlichter trotz guter Vorhersage.
    Bevor die Augen zufallen schaue wir regelmässig in den Himmel...
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