• Reise nach Taganga

    January 21 in Colombia ⋅ 🌬 28 °C

    Heute stand ein Reisetag an.
    Wir sind noch nicht ganz in dieser Zeitzone angekommen, da wir beide immer gegen 8 Uhr deutscher Zeit wach werden und nicht mehr einschlafen können. Bei einer Zeitverschiebung von 6 Stunden ist es hier 2 Uhr nachts. Das kam uns heute zugute, da wir ohnehin zeitig aufstehen mussten. Am Flughafen angekommen, haben wir sicherheitshalber etwas Geld abgehoben, da in den kommenden Tagen hauptsächlich mit Bargeld bezahlt werden kann.

    Wir hatten wieder Glück, denn der Sitz neben mir blieb frei, sodass ich die eineinhalb Stunden entspannt aus dem Fenster schauen und Kolumbien von oben betrachten konnte.

    Auf dem Weg zu unserer Unterkunft wurde die Armut greifbar. Der Taxifahrer erzählte uns von den vielen Flüchtlingen die seit Jahren aus Venezuela kommen und wie diese die ohnehin schon raren Arbeitsmarkt-Situation in der Region beeinflussen. Auch erzählte er von der Politikverdrossenheit im Land und dem Gefühl, dass die Korruption in der Politik alle notwendigen Veränderungen und Innovationen, Ideen und Projekte verhindert.
    Es liegt sehr viel Müll herum und viele Häuser und Autos sind alt und nur notdürftig zusammengeflickt (Anmerkung von Heke: sehr kreativ und clever umgebaut à la „Pimp my Ride”).

    Heke hat es heute insgesamt gut zusammengefasst: Zu sehen, wie die Menschen hier leben, zeigt uns eine neue Sichtweise auf die Welt und komplett andere Lebensrealitäten.

    Dagegen ist unsere Unterkunft der komplette Kontrast, und ein wenig schuldig fühlt man sich schon, wenn man nun in das bereits seit Monaten gebuchtes, sehr schickes Hotelzimmer mit einzigartiger Aussicht auf die Bucht von Taganga eincheckt.

    – Katharina –
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