• In Taganga

    January 21 in Colombia ⋅ ⛅ 25 °C

    Buenos días aus Taganga!

    Gestern haben wir noch den Strand besucht und in einer kleinen Strandbar Quesadillas genossen.
    Unter einer Kokospalme haben wir das karibische Meer genossen. Als ich meinen Kopf nach hinten fallen ließ, bemerkte ich, dass zwei wilde Leguane in dem Baum über uns kletterten. Da wurde mir noch einmal bewusst, wo wir uns genau befanden.

    Den Abend haben wir noch im eigenen Whirlpool mit Blick auf die Bucht und einem Glas Wein genossen.

    Heute steht die Erkundung des kleinen Dorfes an.
    Taganga hat eine lange Geschichte als Fischerdorf und noch heute sieht man Spuren dieser Kultur in der traditionellen Fischerei. Ein Beispiel hierfür ist das Gemeinschaftsnetz (Chincorros = farbig gewebte Hängematten). Es stammt direkt von den indigenen Tayrona ab, die eine tiefe Verbindung zum Meer hatten, aber kulturell isoliert blieben, bis in den 1950er Jahren Straßen gebaut wurden. Dadurch öffnete sich das Dorf für den Tourismus.

    Mit diesem Tourismus entstand in diesem Ort ein extremer Kontrast. Während wir heute Morgen unseren Kaffee genossen, schauten wir uns das Treiben an.
    Zwischen Segelyacht und Bananenboot sahen wir jemanden, der sein Morgenreinigung im Meer erledigte, sein Hab und Gut wieder fein zusammenpackte und weiterzog. Bei uns beiden blieb die ganze Zeit ein mulmiges Gefühl zurück.
    Nichtsdestotrotz sind alle Menschen sehr freundlich, machen einem Platz und wünschen einen schönen Tag. Man fühlt sich in keiner Weise bedrängt oder unsicher.

    Danach spazierten wir an der Küste entlang. Im hinteren Teil des Dorfes wurde die Armut noch einmal deutlich spürbar. Aus dem kleinen Spaziergang wurde eine kleine Wanderung zum nächsten Strand. Die Pfade waren steinig und staubig. In der Kakteenlandschaft wuselten Eidechsen zwischen den Plastikmüllbergen. Nach einem steilen Auf- und Abstieg – Katha in Flipflops – sind wir am Strand angekommen und ins blaue Meer gesprungen.

    -Thomas-
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