La Carbonera
February 1 in Colombia ⋅ 🌧 15 °C
Heute ging es nach La Carbonera, einem etwas abgelegenen und ruhigen Tal, das etwa zwei Stunden von Salento entfernt liegt. Wir buchten eine Tour, bei der wir durch einen der großen Wachspalmen-Wälder wanderten. La Carbonera ist zwar nicht ganz so bekannt wie das Valle de Cocora, aber wir hatten auch nicht unbedingt Lust auf so viele Touristen. Jemand hat es gestern so beschrieben: „Das ist wie Disneyland, so viele Menschen.“
Wir fuhren also in einem Jeep Richtung La Carbonera und hatten bereits auf der Hinfahrt unsere Probleme. Durch den Regen der letzten zwei Wochen, insbesondere in der letzten Nacht, war der Weg ins Tal sehr nass und rutschig. So sehr, dass auch wir steckenblieben und starke Manneskraft benötigten, um unseren Jeep aus dem lehmigen Boden wieder herauszuholen.
Danach fuhren wir zu unserem Startpunkt der Hiking-Tour auf 2.900 Höhenmeter. Das hier, weitab vom Meer, Palmen wachsen, ist schon erstaunlich.
Unser Guide Daniele, ein wirklich cooler Biologe, lief mit uns das Tal hinab. Er erzählte uns (leider auf Spanisch) sehr leidenschaftlich von der Region sowie den Palmen und Tieren die heimisch sind. Er erklärte uns, dass die Palmen zwischen 45 und 60 Meter hoch wachsen und dass die Spanier, als sie hierher kamen, die Wälder stark abgeholzt und eine großflächige Wasserversorgung installiert haben, um beispielsweise Kartoffeln anzubauen. Das unterbracht den natürlich gewachsenen „Palmenfluss“, welcher zwischen dem atlantischen und pazifischen Ozean existierte.
Nun wurden vor sehr vielen Jahren wieder „künstlich“ Palmen angepflanzt, um das Naturgebiet in sein ursprüngliches Gleichgewicht zurückzuversetzen. Die Palmen wachsen sehr langsam, können jedoch bis zu 300 Jahre alt werden. Daniele zeigte uns verschiedene Entwicklungsstadien, beginnend mit den sogenannten „Baby-Palmen“ sowie Palmen, die etwa 25 Jahre alt sind (sie wirken wie ein riesiges Blatt). Er erklärte uns auch, dass Palmen extrem resistent sind und das man „die schlechten Jahre“ an den äußeren Jahresringen gut erkennen kann.
Darüber hinaus schilderte er uns viele biologische Zusammenhänge , die wir nur bedingt verstanden, und ging mit uns in den ursprünglichen Teil des Waldes um uns den klimatischen Unterschied zu zeigen.
Die meiste Zeit der Wanderung gab es nur einen sehr schmalen Weg auf dem wir bergab gehen konnten und aufgrund des nassen Bodens mussten wir extrem aufpassen, nicht abzurutschen. Im zweiten Teil der Wanderung führte uns Daniele zu einem kleinen Fluss. Das war, um ehrlich zu sein, nicht ganz ungefährlich, denn der Abstieg war sehr steil und der Boden extrem rutschig. Zudem mussten wir mehrfach durch den Fluss waten.
Am Ende der Wanderung führte uns Daniele noch zu einem wunderschönen Wasserfall.
Der Rückweg nach Salento war noch einmal ein Abenteuer für sich. Durch den anhaltenden Regen, den wir auf unserer Seite des Berges nicht bemerkt hatten, waren die Wege noch nasser und sehr schlecht befahrbar. So blieben wir erneut im Schlamm stecken.
Es war ein schöner und aufregender Tag. Den letzten Tag in hier in der Region rund um Salento wollten wir in Ruhe verbringen. Durch den Schlamm und die Nässe müssen die Klamotten und Schuhe gewaschen und getrocknet werden. Ansonsten werden wir den Tag sicher mit einem Buch in der Hängematte verbringen und die vielen verschieden Vögel beobachten, bevor wir am Dienstag wieder nach Bogotá weiterreisen.
-Katharina-Read more



















TravelerIch bin so begeistert von euren Berichten. Danke, dass ihr euch diese Arbeit macht nach den vielen unglaublichen Erlebnissen 🦎🥾
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😲
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Sieht lecker aus, wie Maracuja?