• Naryn to Köl Suu Lake

    July 20 in Kyrgyzstan ⋅ ☁️ 13 °C

    Diese Nacht wurden wir von einem Erdbeben geweckt – zumindest Laura. 😅 Hans hat davon mal wieder nichts mitbekommen. Es war tatsächlich schon das zweite Erdbeben, das wir gemeinsam erlebt haben – mehr oder weniger. 🫠
    Am nächsten Morgen ging es zunächst zu einem anderen Guesthouse in der Stadt, um dort unsere Grenzgenehmigung für den Köl Suu Lake abzuholen. Der See liegt in der Nähe der chinesischen Grenze und damit in einer militärischen Sicherheitszone.
    Anschließend ging es auch schon los – auf eine ziemlich holprige Fahrt. Für die knapp 150 Kilometer brauchten wir rund vier Stunden, da die Straßen größtenteils aus Schotter bestanden und wir oft nicht schneller als 50 km/h fahren konnten. Langweilig wurde die Fahrt aber definitiv nicht: Die Strecke führte durch das Kok-Kiya- und das Ak-Sai-Tal, vorbei an grünen Wiesen, weidenden Tieren, zahlreichen Jurten und hohen, teilweise schneebedeckten Bergen. Allein die Fahrt dorthin war also schon wieder ein kleines Highlight. 🏔️
    Gegen 18 Uhr kamen wir schließlich an. Hinter einem Jurten-Camp, das zu dem Guesthouse gehörte, bei dem wir auch die Grenzgenehmigung abgeholt hatten, durften wir unser Zelt aufschlagen. Kurzerhand beschlossen wir, dort auch direkt zu Abend zu essen. 🥣
    Nach einer angenehm ruhigen Nacht im Zelt starteten wir gegen 9 Uhr unsere Wanderung zum Köl Suu Lake. Im Vergleich zu unseren letzten Touren war diese mit etwa 1,5 Stunden Gehzeit angenehm kurz. Der See liegt auf rund 3.500 Metern Höhe und schlängelt sich über mehr als zehn Kilometer durch eine enge Felsschlucht. Man kann ihn sogar mit einem Boot erkunden, aber uns hat der Ausblick völlig gereicht. Also setzten wir uns noch eine Weile hin, genossen die Aussicht und machten uns anschließend wieder auf den Rückweg.
    Danach hieß es noch einmal: vier Stunden zurück nach Naryn. Dort blieben wir noch eine Nacht, bevor es am nächsten Tag zurück nach Bischkek ging. Wir gaben unser Auto wieder ab und hatten noch einen letzten Tag vor Ort. Viel Spannendes passierte allerdings nicht mehr.
    Und damit waren unsere drei Wochen in Kirgistan auch schon wieder vorbei. ❤️
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