• Laura Süß
  • Hans Göttert
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Kirgistan

A 21-day adventure by Laura & Hans Read more
  • Trip start
    July 4, 2026

    Ankunft Bishkek

    July 5 in Kyrgyzstan ⋅ ☀️ 29 °C

    Kaum sechs Wochen zurück in Deutschland, geht es für uns schon wieder ins nächste Abenteuer. Dieses Mal bereisen wir für drei Wochen Kirgistan – ein Land in Zentralasien, das vor allem für seine unberührte Natur bekannt ist. Denn über 90 % der Landesfläche sind von Gebirgen bedeckt.
    Von Berlin flogen wir über Istanbul nach Bischkek, in die Hauptstadt Kirgistans. Bereits um 7 Uhr morgens landeten wir dort und nahmen direkt ein Uber zu unserem Hostel. Da unser Fahrer kein Wechselgeld hatte, lud er uns stattdessen auf ein traditionelles Getränk ein, das es an gefühlt jeder Straßenecke in Bischkek zu kaufen gibt. Es war eine beliebte Mischung aus Maksym (fermentiertes Getreide) und Chalap (fermentiertes Milchgetränk/Ayran) – und traf leider so gar nicht unseren Geschmack. Irgendwie hat es einfach nur nach vergorenem Heu mit Kohlensäure geschmeckt. 😂
    Da wir kaum geschlafen hatten, legten wir im Hostel erst einmal einen dreistündigen Mittagsschlaf ein. 😅
    Nachdem wir wieder etwas Energie getankt hatten, machten wir uns auf den Weg zum Osh Bazaar. Bei rund 30 Grad spazierten wir über den bekannten Markt, auf dem vor allem Obst, Gemüse, Kräuter und Fleisch verkauft werden.
    Anschließend waren wir auf der Suche nach etwas Essbarem. Dafür mussten wir allerdings erst Bargeld besorgen, was sich schwieriger herausstellte als gedacht. Nach längerer Suche fiel Laura auf, dass sie ihr Portemonnaie mit den Visa-Karten vergessen hatte. Also blieb uns nur der Gang zur Wechselstube. Letztendlich konnten wir dort aber ganz unkompliziert und sogar ohne Abzocke Geld tauschen. 😎
    Im Restaurant bestellten wir Beshbarmak (das Nationalgericht aus gekochtem Fleisch, breiten Nudeln und Zwiebeln), Laghman (Nudeln mit Fleisch und Gemüse), Dumplings mit Fleisch sowie einen Tomatensalat.
    Sagen wir es mal so: Laura hat der Tomatensalat am besten geschmeckt. 😂 Und die Portionen waren auch noch riesig… die hätte man sich locker teilen können.
    Vollgefuttert spazierten wir anschließend noch zum Ala-Too-Platz und durch einen Park, bevor wir zurück zum Hostel gingen und den ersten Tag in Kirgistan ausklingen ließen.
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  • Ala-Artscha-Nationalpark

    July 6 in Kyrgyzstan ⋅ ⛅ 18 °C

    Heute stand zunächst die Abholung unseres Mietwagens auf dem Plan. Davor ließen wir uns im Community Based Tourism Center noch ein wenig beraten und beantragten eine Grenzgenehmigung, die wir für den Zugang zu einigen Regionen Kirgistans benötigen.
    Nachdem die Autoabholung problemlos funktioniert hat, machten wir uns auf den Weg zu unserem ersten Ziel außerhalb von Bischkek: dem Ala-Artscha-Nationalpark. Dort unternahmen wir eine kleine Wanderung ins Tal und bekamen dabei schon einen ersten Vorgeschmack auf die beeindruckende Landschaft Kirgistans. ⛰️
    Da es inzwischen schon recht spät war und wir noch keine Ahnung hatten, wo wir die Nacht verbringen würden, beschlossen wir, umzudrehen und uns auf die Suche nach einem Campingspot zu machen. Das war leider gar nicht so einfach, aber beim 4. Anlauf wurden wir fündig - noch rechtzeitig bevor es dunkel wurde. Da wir unterwegs nichts Vernünftiges mehr zu essen gefunden hatten, bestand unser reichhaltiges Abendessen aus einem Croissant, Waffeln, Chips und Keksen. 🙂‍↔️
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  • Kol Tor Lake

    July 7 in Kyrgyzstan ⋅ ☁️ 19 °C

    Nach der abenteuerlichen Zeltplatzsuche war ausschlafen leider keine Option, da wir von der Sonne im Zelt gar gekocht wurden. Wir machten uns deshalb schon ziemlich früh auf den Weg zu unserem ersten Stopp: dem Burana Tower. Dieser stammt aus dem 10. bzw. 11. Jahrhundert und ist eines der ältesten erhaltenen Minarette Zentralasiens.
    Anschließend mussten wir unsere Vorräte wieder auffüllen und fuhren dafür in die nächstgrößere Stadt, Tokmok. Da wir bis dahin noch nicht wirklich gefrühstückt hatten und es inzwischen schon Mittag war, steuerten wir auf gut Glück ein Restaurant an, das wir auf Google Maps gefunden hatten. Nachdem Laura beim ersten Mal mit traditionellem Essen nicht die besten Erfahrungen gemacht hatte, wollten wir der kirgisischen Küche aber unbedingt noch eine zweite Chance geben und diesmal hat uns das Essen auch richtig gut geschmeckt. 🍛
    Danach ging es in verschiedene Supermärkte, denn wir waren auf der Suche nach einem Gaskocher und einer Pfanne, um uns unterwegs auch mal ein halbwegs anständiges Abendessen zubereiten zu können. Die Fahrten durch die Dörfer und Städte wirken irgendwie als wäre die Zeit nach dem Zerfall der Sowjetunion stehen geblieben. Der heruntergekommene Plattenbau, der „Lada“ und der „Fortschritt E300“ 🚜 von den Fotos und Museen Zuhause sind hier noch fahrtüchtig und omnipräsent. Hier fahren gefühlt alle Autos herum, welche die Abwrackprämie aus der Republik gespült hat. 😅
    Nachdem wir alles besorgt hatten, machten wir uns auf den Weg zu unserem nächsten Ziel: dem Kol-Tor-See. Die letzten sieben Kilometer bis zum Ausgangspunkt der Wanderung – und gleichzeitig unserem Schlafplatz für die Nacht – hatten es allerdings in sich. Die Straße bestand fast ausschließlich aus Schotter und großen Steinen, sodass wir nur im Schneckentempo vorankamen. Gefühlt bangten wir alle zwei Minuten um unsere Reifen. 😅 Zum Glück ging aber alles gut.
    Am späten Nachmittag schnürten wir schließlich unsere Rucksäcke und starteten die Wanderung. In etwa zwei Stunden mussten wir rund 900 Höhenmeter überwinden – der Weg war steil und wirklich anstrengend. 😅 Oben angekommen wurden wir jedoch belohnt: Gerade noch rechtzeitig lugte die Sonne über die Berggipfel und tauchte den weiß-türkisfarbenen See in ein wunderschönes Licht. 😍 Nachdem die Sonne weg war, wurde es schnell ziemlich kalt und wir machten uns auf den Rückweg, damit wir unser Zelt noch bei Tageslicht aufbauen konnten. ⛺️
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  • Konorchek Canyon & Karakol

    July 7 in Kyrgyzstan ⋅ ☁️ 22 °C

    Um unser heutiges Ziel, den Konorchek Canyon, zu erreichen, mussten wir zunächst wieder die Schotterpiste aus dem Nationalpark des Kol-Tor-Sees hinter uns bringen. Danach ging es über Tokmok weiter zum Canyon, wo wir eine etwa vierstündige Wanderung unternahmen.
    Der Weg führte uns durch enge Schluchten und über einige kleine Kletterpassagen, bis sich schließlich die ganze Pracht des Canyons vor uns eröffnete. Der Blick auf die roten Sandsteinfelsen war wirklich beeindruckend. 😊 Anschließend fuhren wir weiter nach Balyktschy, am westlichen Ende des Yssyk-Köl-Sees, den wir auf unserer Reise nun einmal komplett umrunden werden. Diesmal haben wir uns ein Hotel gegönnt und freuen uns nach zwei Nächten im Zelt darauf, wieder in einem richtigen Bett schlafen zu können. 🛏️
    Am nächsten Morgen ging es weiter nach Karakol, dem Ausgangspunkt für unsere ursprünglich geplante viertägige Wanderung zum Ala-Kul-See. Aufgrund des Wetterberichts entschieden wir uns jedoch kurzfristig um und änderten unsere Pläne. Stattdessen werden wir die nächsten zwei Tage in Jyrgalan verbringen.
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  • Jyrgalan Tag 1 - Robber‘s Canyon

    July 11 in Kyrgyzstan ⋅ ⛅ 16 °C

    Mit dem Auto ging es am Morgen von Karakol nach Jyrgalan. Laut Google Maps sollte die knapp 60 km lange Strecke nur etwa 1,5 Stunden dauern – am Ende brauchten wir allerdings etwas mehr als 2 Stunden. 😅 Der Grund: Die Straße bestand zu gefühlt 90 % aus Schotter und war übersät mit Schlaglöchern.
    Gegen Mittag erreichten wir das kleine Dorf Jyrgalan, das früher einmal eine Minenstadt war. Aktuell ist dort noch vieles eine einzige Baustelle, aber wir denken, dass sich der Ort in den nächsten Jahren zu einer echten Touristenhochburg entwickeln wird. Die Umgebung ist jedenfalls ein absoluter Traum für alle, die gerne wandern. 🥾 Es erinnert sehr an die Landschaft in Bayern. :)
    Direkt nach unserer Ankunft packten wir unsere Sachen und machten uns auf unsere erste Wanderung: den Robber's Canyon Loop. Wo der Weg genau entlangführt, wussten wir allerdings nicht – im Internet findet man dazu tatsächlich noch nicht besonders viele Informationen. Nach einigem Suchen wurden wir schließlich fündig und konnten loswandern. 🥾
    Schon nach den ersten Metern kamen wir ganz schön ins Schnaufen – das lag bestimmt nicht nur an unserer Kondition, sondern auch daran, dass die Luft auf rund 2.300 Metern Höhe doch schon etwas dünner ist. 😅Zunächst führte uns der Weg durch ein Tal, das idyllischer kaum hätte sein können. Anschließend ging es steil den Berg hinauf – schließlich mussten wir ja irgendwie die knapp 900 Höhenmeter überwinden. 👀 Das war wirklich mega anstrengend, aber der Ausblick hat jede Mühe wettgemacht.
    Nach einer kleinen Snickers Pause wollten wir nun wieder absteigen. Allerdings ergab die Route, die wir im Internet gefunden hatten, überhaupt keinen Sinn, und von einem Weg war weit und breit nichts zu sehen. Also beschlossen wir kurzerhand, quer durch die Bergtäler abzusteigen. 🫠 Das war teilweise extrem steil, das hohe Gras verdeckte den Boden unter unseren Füßen und zusätzlich war vieles auch noch morastig. Als wäre das nicht schon genug gewesen, standen uns irgendwann auch noch etwa 50 Kühe im Weg, um die wir lieber einen großen Bogen machten. 🤣 Irgendwie haben wir es schließlich heil nach unten geschafft – diese Tour werden wir garantiert nicht so schnell vergessen. 😆
    Zum Abschluss des Tages hat die Besitzerin unseres Guesthouses für uns noch lecker Abendessen gekocht.
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  • Jyrgalan Tag 2 & 3

    July 12 in Kyrgyzstan ⋅ ☁️ 20 °C

    Die heutige Wanderung führte uns zunächst auf einen Gipfel und anschließend weiter zum Turnalu-Kol-See. Trotz der prallen Hitze kämpften wir uns über rund 800 Höhenmeter nach oben und wurden mit einer wunderschönen Aussicht auf die Landschaft rund um das Dorf Jyrgalan belohnt. Sogar bis nach Kasachstan konnten wir blicken. 👀
    Beim Abstieg trafen wir eine Frau aus Berlin, die mit ihrer Tochter unterwegs war. Wir kamen ins Gespräch und liefen den restlichen Weg gemeinsam zurück ins Dorf.
    Insgesamt war es eine richtig schöne Wanderung – auch wenn wir uns dabei noch eine Extraportion Sonnenbrand eingefangen haben. Als hätte der Sonnenbrand von gestern nicht schon gereicht… 😅
    Am nächsten Morgen haben wir noch einen kurzen Abstecher zum Kok-Bel Wasserfall gemacht bevor es die bescheidene Straße zurück nach Karakol ging. Hier werden wir noch 2 Nächte verbringen bevor unsere 4-tägige Wanderung zum Ala-Kul-See beginnt.
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  • Ala-Kul-Lake Tag 1

    July 15 in Kyrgyzstan ⋅ ☁️ 12 °C

    Heute startet unsere viertägige Wanderung, die uns durch den Karakol-Nationalpark über den Ala-Kul-See und den Ala-Kul-Pass bis nach Altyn Arashan führen wird.
    Den ersten Tag begannen wir ganz entspannt und stärkten uns zunächst mit leckeren Pancakes in einem Café. Als wir anschließend zur Bushaltestelle laufen wollten, sprach uns ein englisches Paar an und fragte, ob wir uns ein Taxi mit ihnen teilen möchten. Das klang nach einem guten Deal – schließlich sparten wir uns dadurch direkt die ersten zwei bis drei Kilometer der Strecke. Also stiegen wir gemeinsam ein und unsere erste Etappe konnte beginnen.
    Die ersten Kilometer verliefen noch recht gemütlich. Unterwegs kamen uns einige Wanderer entgegen, die erzählten, dass am Vortag ein heftiger Sturm in den Bergen gewütet hatte. Im Nachhinein waren wir also froh, den Start unserer Wanderung um ein paar Tage verschoben zu haben.
    Schon nach wenigen Kilometern konnten wir die Auswirkungen des Unwetters selbst sehen: Ein Erdrutsch hatte den Fluss teilweise umgeleitet und dabei ein Stück der Straße weggespült. Autos konnten ab dieser Stelle nicht mehr weiterfahren, sodass die Pferde nun schon etwas früher als Transportmittel für Gepäck und Essen einspringen mussten.
    Eigentlich war unser Plan, nur bis zur „Second Bridge“ zu laufen. Da wir aber noch genügend Zeit bis zum Sonnenuntergang hatten, beschlossen wir spontan, bis zum Sirota Yurt Camp weiterzugehen und dort unser Zelt aufzuschlagen.
    Dafür mussten wir zwar noch rund 900 Höhenmeter überwinden, was ordentlich in die Beine ging, aber gut machbar war.
    Kaum war das Zelt aufgebaut, begann es plötzlich zu regnen. Wir warteten den Schauer einfach ab und kochten uns anschließend unser wohlverdientes Abendessen: Nudeln mit Tomatensoße. 🍝
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  • Ala-Kul-Lake Tag 2

    July 16 in Kyrgyzstan ⋅ ☀️ 12 °C

    Nach einer angenehmen Nacht starteten wir mit Haferflocken und Nesquik-Kakaopulver in den Tag – das sollte uns genügend Energie für den bevorstehenden Aufstieg liefern. 😉
    Im Nachhinein waren wir froh, dass wir am Vortag noch bis zum Sirota Camp weitergewandert waren. So mussten wir heute statt rund 1.100 nur noch etwa 550 Höhenmeter und knapp 3 km bis zum Ala-Kul-See zurücklegen.
    Der Weg war zwar steil, aber mit genügend Pausen erreichten wir den See nach etwa drei Stunden. Die letzten Meter hatten es allerdings noch einmal in sich: Bis zur allerletzten Sekunde war vom See nichts zu sehen. Erst als wir das Ende des Felsvorsprungs erreichten, konnten wir den Ala-Kul-See endlich sehen – türkisblau und eingebettet zwischen den steilen Berghängen. Sowas schönes sieht man nur selten - deshalb beschlossen wir, unser Zelt direkt am See aufzuschlagen.
    Da wir bereits gegen 13 Uhr ankamen, hatten wir also noch den ganzen Nachmittag Zeit, am See zu entspannen.
    Hans war von der heutigen Tour allerdings noch nicht ganz ausgelastet. 😄 Deshalb machte er sich auf der anderen Seite des Sees noch zu einer kleinen Extrarunde auf und verschaffte sich dabei gleich einen ersten Eindruck von der morgigen Etappe.
    Als er wieder zurück war, spielten wir „Stadt, Land, Fluss“, kochten etwas und unterhielten uns lange mit den Australiern, die wir auf dem Weg nach oben kennengelernt hatten und kamen auch mit sehr vielen anderen Wanderern ins Gespräch. Die Zeit verging dann doch ziemlich schnell, und wir legten uns früh schlafen, um für die wohl kräftezehrendste Etappe der gesamten Wanderung am nächsten Tag möglichst gut ausgeruht zu sein.
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  • Ala-Kul-Lake Tag 3 & 4

    July 17 in Kyrgyzstan ⋅ ☀️ 13 °C

    Die Nacht war zwar ziemlich kalt 🥶, aber als am Morgen die Sonne über die Berge kam und wir aus dem Zelt schauten, war das sofort vergessen. Denn wie oft wacht man schon auf 3.500 Metern Höhe direkt an einem türkisblauen Gletschersee auf? 🏕️ Das wird wohl erstmal unser schönster Campingspot bleiben.
    Ganz entspannt packten wir unsere Sachen zusammen, frühstückten wie gewohnt unsere Haferflocken und machten uns auf den letzten Anstieg der Wanderung. Entlang des Ala-Kul-Sees ging es hinauf zum Ala-Kul-Pass auf 3.900 Metern Höhe. Dafür mussten wir noch einmal rund 400 Höhenmeter zurücklegen. Wir wurden unterwegs aber mit einer immer besseren Aussicht belohnt. Je höher wir kamen, desto mehr schneebedeckte Gipfel kamen zum Vorschein.
    Oben auf dem Pass angekommen, kamen wir aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Vor uns lag der türkisblaue Ala-Kul-See und dahinter reihten sich unzählige schneebedeckte Vier- und Fünftausender aneinander. 🏔️ So hoch waren wir noch nie und die Aussicht war einfach unglaublich. 😍
    Nachdem wir den Ausblick noch eine Weile genossen hatten, stand der lange Abstieg mit rund 1.500 Höhenmetern bevor. Vor allem der erste Abschnitt vom Pass ins Tal machte Laura etwas Sorgen. 😅 Der Weg bestand fast nur aus losem Geröll und Schotter, sodass wir ständig ins Rutschen kamen. Teilweise ging es nur auf allen Vieren weiter und mit dem großen Rucksack wurde das Ganze natürlich nicht einfacher. Am Ende kamen aber alle heil unten an.
    Von dort aus lagen noch etwa 15 Kilometer bis nach Altyn Arashan vor uns, wo wir unser Zelt für die letzte Nacht aufschlagen wollten. Der lange Abstieg ging inzwischen ganz schön auf die Knie, aber die Landschaft blieb einfach beeindruckend. Das Tal nach Altyn Arashan gehört definitiv zu den schönsten Orten, die wir bisher in Kirgistan gesehen haben. Fotos können das leider nur ansatzweise einfangen. 🥹
    Im Dorf angekommen, liefen wir noch etwa zwei Kilometer weiter, da wir nicht direkt bei den Yurt Camps zelten wollten. Schließlich fanden wir einen schönen Platz direkt am Fluss. Dort bauten wir unser Zelt auf, kochten uns Nudeln zum Abendessen und fielen anschließend völlig erschöpft ins Bett – zumindest Laura. 😴
    Am nächsten Morgen wurden wir schon gegen 5:30 Uhr von einer Kuh geweckt, die sich offensichtlich sehr für unser Zelt und Hans' Fuß interessierte, der von innen gegen die Zeltwand gedrückt wurde. 😅 Nachdem wir uns gerade wieder hingelegt hatten, wurden wir kurze Zeit später erneut geweckt. Hans schaute vorsichtig aus dem Zelt und stellte fest, dass wir mittlerweile mitten in einer riesigen Herde standen – mindestens 30 Kühe und dazu noch etwa 20 Pferde. 🐄🐎😁
    Nachdem Hans Präsenz gezeigt hatte, verloren die Kühe zum Glück das Interesse und grasten friedlich weiter. 😅
    Anschließend packten wir unsere Sachen zusammen und trafen zufällig wieder das australische Pärchen, das wir bereits am Ala-Kul-See kennengelernt hatten. Die letzten 15 Kilometer bis nach Ak Suu liefen wir gemeinsam.
    Am Nachmittag kamen wir schließlich wieder in Karakol an und gönnten uns nach vier Tagen erstmal eine laaaange Dusche. 🧼
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  • Karakol to Naryn

    July 19 in Kyrgyzstan ⋅ ☀️ 26 °C

    Nach der Wanderung ist bekanntlich vor der Wanderung! Wir fahren weiter am Yssykol-See entlang Richtung Osten. Unser erster Stopp ist der Fairytale Canyon. Dort laufen wir kurz hinauf, um die Aussicht zu genießen. Der Canyon ist zwar wirklich schön, aber leider auch ziemlich touristisch. Deshalb geht es für uns nach einem kurzen Rundgang direkt wieder zurück zum Auto.
    Auf dem Weg zurück zur Hauptstraße nehmen wir einen Südkoreaner mit, damit er die Strecke nicht zu Fuß zurücklaufen muss. Kaum setzen wir ihn an der Straße ab, steigen schon die nächsten Mitfahrer ein – diesmal zwei Franzosen. Wir nehmen die beiden ein paar Kilometer bis nach Bokonbayev mit und fahren anschließend weiter zum Ak-Say-Canyon.
    Mit unserem Auto können wir direkt durch die beeindruckenden Sandsteinschluchten bis fast an den Yssykol-See fahren. Von dort sind es nur noch wenige Minuten zu Fuß bis zum Canyon. Die marsähnliche Landschaft mit den schneebedeckten Bergen im Hintergrund ist wirklich beeindruckend. Da es an diesem Tag unfassbar warm war und der Yssykol-See direkt vor uns lag, beschlossen wir spontan, noch eine Runde baden zu gehen.
    Anschließend fuhren wir weiter nach Naryn, denn von dort aus geht es für uns zum nächsten Bergsee. Schon die Fahrt dorthin war ein echtes Highlight. Gegen 21:30 Uhr kamen wir schließlich in der Stadt an, gingen noch schnell etwas essen und fielen danach müde ins Bett.
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  • Naryn to Köl Suu Lake

    July 20 in Kyrgyzstan ⋅ ☁️ 13 °C

    Diese Nacht wurden wir von einem Erdbeben geweckt – zumindest Laura. 😅 Hans hat davon mal wieder nichts mitbekommen. Es war tatsächlich schon das zweite Erdbeben, das wir gemeinsam erlebt haben – mehr oder weniger. 🫠
    Am nächsten Morgen ging es zunächst zu einem anderen Guesthouse in der Stadt, um dort unsere Grenzgenehmigung für den Köl Suu Lake abzuholen. Der See liegt in der Nähe der chinesischen Grenze und damit in einer militärischen Sicherheitszone.
    Anschließend ging es auch schon los – auf eine ziemlich holprige Fahrt. Für die knapp 150 Kilometer brauchten wir rund vier Stunden, da die Straßen größtenteils aus Schotter bestanden und wir oft nicht schneller als 50 km/h fahren konnten. Langweilig wurde die Fahrt aber definitiv nicht: Die Strecke führte durch das Kok-Kiya- und das Ak-Sai-Tal, vorbei an grünen Wiesen, weidenden Tieren, zahlreichen Jurten und hohen, teilweise schneebedeckten Bergen. Allein die Fahrt dorthin war also schon wieder ein kleines Highlight. 🏔️
    Gegen 18 Uhr kamen wir schließlich an. Hinter einem Jurten-Camp, das zu dem Guesthouse gehörte, bei dem wir auch die Grenzgenehmigung abgeholt hatten, durften wir unser Zelt aufschlagen. Kurzerhand beschlossen wir, dort auch direkt zu Abend zu essen. 🥣
    Nach einer angenehm ruhigen Nacht im Zelt starteten wir gegen 9 Uhr unsere Wanderung zum Köl Suu Lake. Im Vergleich zu unseren letzten Touren war diese mit etwa 1,5 Stunden Gehzeit angenehm kurz. Der See liegt auf rund 3.500 Metern Höhe und schlängelt sich über mehr als zehn Kilometer durch eine enge Felsschlucht. Man kann ihn sogar mit einem Boot erkunden, aber uns hat der Ausblick völlig gereicht. Also setzten wir uns noch eine Weile hin, genossen die Aussicht und machten uns anschließend wieder auf den Rückweg.
    Danach hieß es noch einmal: vier Stunden zurück nach Naryn. Dort blieben wir noch eine Nacht, bevor es am nächsten Tag zurück nach Bischkek ging. Wir gaben unser Auto wieder ab und hatten noch einen letzten Tag vor Ort. Viel Spannendes passierte allerdings nicht mehr.
    Und damit waren unsere drei Wochen in Kirgistan auch schon wieder vorbei. ❤️
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    Trip end
    July 24, 2026