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  • Day37

    Colca Canyon I

    October 3, 2014 in Peru ⋅ ⛅ 23 °C

    Der Colca Canyon ist mit 3191 m einer der tiefsten Canyons der Welt und gehörte für uns zum Peru-Programm dazu :) Noch lachten wir...

    ... um drei Uhr morgens (!) standen wir also mit unseren kleinen Rucksäcken vorm Hostel und warteten auf den Bus. Nachdem wir noch weitere Teilnehmer eingesammelt hatten, fuhren wir ca. drei Stunden, wobei es sich ganz gut dösen ließ. Als ich mal kurz die Augen aufmachte, fuhren wir gerade zwischen schneebedeckten Hängen hindurch - so mitten in der Wüste halt, ist klar. So langsam überrascht einen hier eh nichts mehr.

    Nach einem kurzem Stopp in einem kleinen Bauerndorf für Frühstück, fuhren wir zu einem Aussichtspunkt, wo wir gemeinsam mit anderen Touristen auf die Kondore warteten. Natürlich hatten wir Glück und sahen gleich drei (aber an dieser Stelle hätte sich das Fernglas von meinem Pa schon gelohnt), dennoch sehr imposant!

    Ein Stück weiter hieß es dann das erste Mal "Vamos", was soviel heißt wie "Auf geht's". Drei Stunden später und 1000 Höhenmeter tiefer waren wir dann also im Tal angekommen. Auf der anderen Seite der Brücke ging es aber gleich wieder hinauf. Die Motivation war allerdings groß, denn das Mittagessen wartete auf uns. Eine Familie, die dort in der Ecke tatsächlich (ohne Strom) lebt, bereitete uns ein sehr leckeres Mahl zu. Es gab Suppe und als Hauptgericht Alpaca, außergewöhnlich und lecker! Ein Mädel aus unserer Gruppe konnte leider wegen Magenproblemen nichts essen. Als das die Bauersfrau mitbekommen hatte, wurden kurzerhand ein paar Kräuter aus dem Garten aufgebrüht und ihr ging es später tatsächlich besser.

    Frisch gestärkt ging es also weiter - ein bisschen bergauf, ein bisschen bergab - alles okay bis, ja bis wir vor einem steilen Hang standen. "25 Minuten bergauf, vamos". "Du mich auch" dachte ich und habe den quälenden Aufstieg tatsächlich überlebt. Waren ja nur 300 Höhenmeter, wie ich dann oben erfuhr. Da war lächeln schon nicht mehr so einfach...

    Entspannt ging es dann erst mal weiter, ein bisschen Pflanzenkunde, abgelegene Bergdörfer, so das übliche Halt. Natürlich über Stock und Stein, befestigte Wege werden hier ein bisschen freier definiert.. und zum Schluss natürlich wieder alles bergab ins Tal.

    Tagesziel war die Oase. Tatsächlich wie Huacachina (siehe vorheriger Artikel), nur mitten im Canyon. Und ja, vielleicht ein bisschen einfacher. Strom hatten wir vielleicht fünf Minuten, aber glücklicherweise hatte die liebe Ulli im Internet gelesen, dass für den Aufstieg am zweiten Tag eh Stirnlampen empfohlen werden. Selbst in der Oase war der Weg zwischen Hütte und Toilette bzw. Speiseraum eine kleine Trekkingtour. Nach wieder mal einem leckeren Essen fielen alle um acht todmüde ins Bett. Bei mir wird es eher halb neun, denn ich schreibe ja noch schnell den Artikel für euch daheim. Achso, um 4.40 Uhr klingelt natürlich der Wecker ;)

    An dieser Stelle sei dann auch mal gesagt, dass es wirklich verdammt schwierig ist, diese ganzen Eindrücke zu beschreiben. Einerseits könnte ich Romane darüber schreiben, schon allein darüber was wir heute alles gesehen und erlebt haben. Andererseits lassen sich viele Eindrücke gar nicht in Worte fassen. Am Besten kommt ihr einfach her und seht selbst!
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