Swakopmund Tag 2
April 12, 2021 in Namibia ⋅ ☀️ 34 °C
Am nächsten Morgen wachen wir früh auf.
Das Ostwetter trägt die heiße Luft aus der Wüste in die Küstenregionen und darum ist es auch in der Nacht nicht abgekühlt. Als wir uns zum Frühstück in das Kaffee „Cordes & Co.“ auf der anderen Straßenseite begeben hat es schon wieder 37°C.
„Best Coffee in Town“ steht in großen leuchtend bunten Buchstaben am Eingang, und ich kann nicht widersprechen. Afrikanischer Kaffee ähnelt eher einem seeeeehr leicht koffeinhaltigen dunklen Tee und leidenschaftlicher Kaffeetrinker muss ich geschätzt 2 Liter davon trinken um auch nur annähernd an den Koffeingehalt einer Tasse von zuhause zu kommen.
Daher lehne ich mich aus dem Fenster und sage, dass hier der beste Kaffee Namibias ausgeschenkt wird.
Endlich wieder wach und motiviert stiefeln wir bei mittlerweile 40°C los und erkunden die Stadt. Aufgrund von Sparaßnahmen hat das Museum geschlossen, das wir uns eigentlich zur Geschichte von Swakopmund anschauen wollten. Mit einem weiteren Eiskaffee schlendern wir dann die Strandpromenade entlang, feilschen um geschnitzte Figuren auf dem Afrikanischen Markt und bummeln super entspannt durch ein klimatisiertes Einkaufszentrum.
Abgesehen vom Hände desinfizieren und Maske tragen ist hier nichts von Corona zu merken. Klar, die üblicherweise in Massen vorhandenen Reisenden fehlen im Stadtbild, aber daran könnte ich mich gewöhnen.
Nachdem die Temperaturen unerbittlich auf fast 45°C steigen beschließe wir der Empfehlung von Dawid zu folgen und im „Butcher&Brewer“ ein kaltes Bier zu trinken. Das Lokal liegt auf dem ehemaligen Anlegesteg des Hafens und bietet einen unvergleichlichen Blick auf die Strandpromenade. Auch hier scheint das Leben in normalen Bahnen zu verlaufen. Grüppchen jeden Alters treffen sich in diese Einrichtung, trinken etwas zusammen, naschen ein paar „Bierhappen“ (Anscheinend ein alternativer Begriff für Fingerfood wie wir beim studieren der Karte feststellen) und genießen das Leben.
Zurück in der Unterkunft erzählt uns Dawid von seinen Camping-Ausflügen und Erlebnissen mit Wilden Tieren. Wenn wir das nächste Mal kommen nimmt er uns mit, meint er. Für den Abend hat er uns bei einem Freund einen Tisch reserviert. Dort gibt es angeblich die besten Meeresfrüchte in der ganzen Stadt. Ich glaube er muss das sagen, weil es ja ein Freund ist, aber wir sind gespannt.
Uns begrüßt mal wieder ein deutscher Wirt. Die Aufteilung in Swakopmund wird klar: Unterkünfte haben die Niederländischen Auswanderer, Gastronomie die deutschen. Zu unserem Erstaunen sind hier auch die Bedienungen alle samt und Deutschland, Work&Travl.
Dawid behält Recht, es ist wirklich der beste Fisch und die besten Meeresfrüchte die ich in meinem gesamten Leben gegessen habe.
Als Absacker machen wir nochmal einen Halt im Butcher&Brewer, trinken ein eiskaltes Märzen und fangen an Pläne zu schmieden, wie wir hier wohl Fuß fassen könnten.
Raffa ist shockverliebt, und ich habe mich auch wieder in das Städtchen verguckt. Wir kommen auf jeden Fall wiederRead more






