Big Daddy Düne
April 14, 2021 in Namibia ⋅ ☀️ 31 °C
Gestern sind wir von Swakopmund bis ca. 30 km südlich von Sesriem gefahren. Unsre Unterkunft ist die Gondwana Namib Dessert Lodge mitten im Nirgendwo. Gondwana hat sich auf Nachhaltigen Tourismus und die Wiederansiedelung heimischer Tierarten spezialisiert.
Wir schlafen in einem befestigten Zelt mit atemberaubendem Ausblick auf die hiesige Landschaft. Das Abendessen hat uns nicht überzeugt, darum wollen wi heute grillen, denn Feuerstelle, Geschirr, Kochplatten und alles was dazu gehört gibt es zu den Zelten mit dazu.
Aber jetzt brechen wir erst einmal auf, um 6:00 Uhr in der Früh, um bei möglichst niederen Temperaturen die Big Daddy Düne und Deadvlie zu erkunden.
Der Sonnenaufgang auf dem Weg ist atemberaubend und schon auf der einstündigen Fahrt bis zum Nationalpark verknipsen wir etliche Bilder.
Am Park angekommen folgt das mittlerweile bekannte Prozedere: Auto registrieren, Personalien angeben, bezahlen... dann geht es endlich weiter in Richtung der Attraktion. Doch fünf Kilometer vorher hört die Straße auf. Eine Sandpiste wie im Bufflo Core breitet sich vor uns aus. Es ist gerade einmal halb neun und es hat schon 32°C.
Fünf Kilometer sind nicht viel, das laufen wir. Also packen ihr Wasser, Sonnencreme, unsere Hüte und das feste Schuhwerk zusammen und stapfen los.
Lächelnd begrüßt uns ein Ranger des NWR bevor wir auch nur einen Fuß auf den Sand bekommen. Er plaudert, gibt uns Tipps wie man das Ziel am Besten erreicht und bietet uns dann freundlich an, uns die restliche Strecke mitzunehmen. „Kostet nur 180 Namibiadollar“ - Puh, das sind knapp 11€ pro Person. Da wir aufs Laufen eingestellt waren bleiben wir dabei und lehnen dankend ab, sind ja beide sonst auch nicht komplett unsportlich und werden das schon schaffen. Am „Straßenrand“ ist der Sand dank der Regenfälle der letzten Monate relativ hart und wir kommen gut voran. Wir werden von anderen Allradfahrern überholt, die sich regelrecht durch den Sand wühlen und fast nicht mehr weiterkommen. Nach 10 Minuten haben wir schon den ersten Kilometer geschafft, als es plötzlich von hinten kichert und hupt. Der Ranger, der uns gerade noch die Fahrt verkaufen wollte, hat mittlerweile fünf Damen auf seinem Gefährt verladen und braust an uns vorbei. Er hält wenige Meter vor uns im Schatten, steigt aus und bietet uns seine Dienste umsonst an. Er wisse selbst, dass die Preise zu hoch seien, schmunzelt er. Dankbar kräuseln wir auf den Aufbau seines Geländewagens und genießen den Fahrtwind. Hinten angekommen bekommt er natürlich ein gutes Trinkgeld von uns und wir können frisch und voller Energie in Richtung Deadvlie losmarschieren.
Nach nur wenigen Minuten bietet sich uns der bekannte Ausblick über die Baumstummel.
Sehr beeindruckend, aber auch schon wieder ziemlich heiß für diese Tageszeit. Wir suchen den restlichen Schatten der Big Daddy Düne und genießen den Ausblick. Natürlich wird auch etwas Sand abgefüllt. Hoffentlich haben wir mit den ganzen Einkäufen kein Übergepäck.
Bis wir zurück am Fuß der Big Daddy Düne sind hat es wieder 39°C und ein starker Wind ist aufgezogen. Daher geben wir den Aufstieg nach kurzer Zeit auf und treten den Rückweg an - da gerade kein NWR Auto in Sicht ist wieder zu Fuß. Dieses Mal kommen wir weiter, aber nach halber Strecke sammelt uns der Ranger wieder auf und bringt uns zurück zum Parkplatz, zusammen mit den Ladies von der Hinfahrt.
Darwins nimmt weiter zu und uns peitscht der Dans nur so ins Gesicht. Wie wir ins Auto steigen erkennen wir eine gigantische Sandwolke, die auf uns zurollt. Glücklich, gerade noch im Auto angekommen zu sein, bricht ein Sandsturm los. Wir können kaum die Anderen Autos auf dem Parkplatz mehr erkennen, als wir los fahren. Trotzdem werden wir immer wieder in waghalsigen Manövern von Campern überholt. Später treffen wir einen sogar wieder, der wohl einen Wildunfall hat. Hilfe will er jedoch nicht annehmen, daher ziehen wir weiter.
Den Nachmittag lassen wir entspannt am Hotelpool bei Margaritas und Bier ausklingen. Zu Essen konnten wir nicht viele Inkaufnahmen, aufgrund des ausbleibenden Tourismus haben die Läden kein Fleisch oder allgemein verderbliche Waren vorhanden. Es gibt also Nudeln mit Bohnen und Tomatensauce aus der Dose. Dazu Biltong, das wir noch von gestern haben.
Zusammen mit dem Ausblick aus unserem Zelt ist das Essen deutlich besser als das im Restaurant :)Read more










