• Lüderitz

    April 16, 2021 in Namibia ⋅ ☁️ 27 °C

    Wir stehen erst relativ spät auf und genießen ein tolles Frühstück.
    Die Strecke heute ist nicht all zu lange daher lassen wir uns auch beim Packen Zeit.
    Raffel will „eine der schönsten Straßen Namibias“ fahren, die wohl in vielen Reiseführern und Ratgebern für ihre tolle Landschaft gelobt wird. Also tingeln wir gemächlich die kleine D-Straße entlang. Noch geht sie gut zu befahren doch mit der Zeit wird sie immer sandiger und die Erinnerung an die letzte Sandpiste wird wieder sehr präsent.
    In der vergangenen Nacht hat es immer wieder leicht geregnet, die Wochen zuvor waren in dieser Region jedoch auch schon ergiebige Regenfälle. Daher sind auch auf dieser Straße einige Stellen ausgespült und wir kommen nur langsam voran. Hinzu kommt, dass der noch feuchte Sand gerne Nachgibt und unser kleiner SUV an manchen Stellen schwer schnaubt um weiter zu rollen. Hin und weder kommen jedoch Abschnitte mit Schotter oder teilweise schon planierte Sandstrecken, die das ganze erträglicher machen. Kaum dass mal mehr als einen Kilometer kein Sand auf der Straße liegt verfällt Raffa in seinen Bleifuß, was es ihm schwerer macht den großen Steinen, die teilweise noch auf der Fahrbahn liegen, zu umfahren. Wir diskutieren, er fährt langsamer, doch keine fünf Minuten später ist er wieder schnell unterwegs. Bis es wieder einen Schlag lässt, wieder das schleifende Geräusch.... wieder der Unterboden.
    Gleiches Spiel wie am Vortag - ich lade Aus, Raffa krabbelt unters Auto. Ich spiele erects mit dem Gedanken die letzte Schrabe auch noch los zu machen und das Blech einfach abzuschaffen, aber das starke Geschlecht hat es bereits wieder festgeklemmt. Also geht`s weiter. Gut drei Stunden benötigen wir noch für die angeblich so spektakuläre Straße. Als wir am Ende wieder auf eine normale Schotterpiste biegen sind wir uns einig, dass es weder die Zeit noch die Nerven Wert war.
    Der restliche Weg nach Lüderitz verläuft durchs Sperrgebiet. Einzige Möglichkeit von dieser Straße abzuweichen sind zwei Aussichtspunkte, an denen man Wildpferde beobachten kann. Am Ersten finden wir tatsächlich auch zwei der seltenen Exemplare, die jedoch unbeeindruckt ihrer Wege gehen. Dann düsen auch wir auf er mittlerweile wieder asphaltierten Straße bis ans Meer.
    Von Abkühlung ist jedoch entgegen aller Hoffnungen, nur wenig zu spüren. Das Thermometer ist zwar auf unter 40°C gefallen, aber wirklich angenehmer ist es nicht. Hinzu kommt, dass unser gebuchtes B&B keine Klimaanlage, sondern nur eine Heizung hat. Doch der Ausblick macht das locker wieder gut.
    Wir kommen für zwei Nächte in Kairo`s Cottage auf Shark Island unter. An der bersten Spitze dieser Landzunge, knapp unterhalb des alten Leuchtturmes, begrüßt uns ein herzliches Ehepaar, das uns auch gleich mit Rat und Tat zur Seite steht. Sie haben Empfehlungen für Ausflüge, Restaurants und allerlei Bespassung auf Lager, die wir natürlich dankend annehmen.
    Lüderitz ist sehr überschaubar, daher halten sich die Aktivitäten in Grenzen. Wir gehen am Abend zum Portuguese Fisherman essen, das angeblich beste Lokal für Fisch in der Gegend. Und wir werden wieder nicht enttäuscht. Ein vorzüglicher Eintopf aus allerlei Meeresgetier, begleitet von einer guten Flasche Wein, beendet unseren Abend,
    Read more