Pontevedra
May 25, 2024 in Spain ⋅ ☁️ 19 °C
Wir frühstücken bei strahlendem Sonnenschein und möchten nicht so ganz wahrhaben, dass für später am Tag schon wieder Regen gemeldet ist.
Dann bauen wir ab und fahren weiter nach Pontevedra, der angeblich zweitschönsten Stadt Galiciens. Und weil Timing unsere Stärke ist, ist es natürlich schon wieder Wochenende. Wir steuern einen Parkplatz etwas außerhalb an, bekommen überraschenderweise problemlos einen Platz und laufen gemütlich in die autofreie Innenstadt hinein. Das erste was wir beim Betreten der Altstadt sehen ist eine Markthalle, in die wir natürlich direkt reinschlendern. Als zweite Überraschung an diesem Tag scheint der Markt tatsächlich authentisch zu sein und außer uns sind eigentlich nur Locals da, die ihre Einkäufe erledigen - hauptsächlich in Form von Fisch.
Beim Weiterschlendern durch die Stadt zeigt sich dann tatsächlich auch ein ähnliches Bild. Alles andere als überlaufen, absolut untouristisch und wirklich superschön. Eigentlich wohin man blickt. Es gibt zwar keine pompösen Mega-Sehenswürdigkeiten aber dafür hinter jeder Ecke einen hübschen Platz mit äußerst ansehnlichen Häusern, netten Bars & Cafés und jeder Menge kleiner Läden. Auf einem dieser Plätze fällt uns dann doch eine Menschenansammlung auf und wir schauen nach, was es dort zu sehen gibt.
Zu Dudelsackklängen wird in traditionellen Gewändern getanzt und im Hintergrund sitzen die Großmütter in Reih und Glied und klöppeln fröhlich vor sich hin. Was aussieht wie für Touris inszeniert, könnte auch ein authentisches Fest sein. Wir wissen es nicht. Nur, dass außer uns quasi keine Touris da sind.
Im Prinzip auch egal, wir erfreuen uns auf jeden Fall an der Darbietung. Vom keltischen Background wechseln wir dann nahtlos zum spanischen und futtern extrem leckere Empanadas zum Mittagessen.
Tilda findet den Trubel in der Stadt mal wieder so spannend, dass sie partout ihr Vormittagsschläfchen vergisst.
Als sie selbst nach dem Mittagessen noch keine Anstalten macht einzuschlafen und es außerdem tatsächlich anfängt zu regnen, flüchten wir in ein kostenloses aber auch etwas merkwürdiges Museum mit einer kuriosen Mischung aus Kunst und Kultur. Da uns nichts in der Ausstellung wirklich interessiert, schlendern wir nur geschwind hindurch. Immerhin findet auch Tilda das Ganze nur so semispannend und kann endlich schlafen ohne Angst was zu verpassen. Als wir wieder rauskommen regnet es leider noch mehr statt weniger und wir treten den Rückzug an. Am Auto angekommen entscheiden wir spontan die nächste Halbinsel zu skippen und stattdessen erst die übernächste anzufahren. Diese bietet laut Reiseführer einige sehr lohnenswerte Ziele. Als wir dort nach einer guten Stunde Fahrt ankommen entpuppen sich die ersten beiden Campingplätze leider als Flops und wir landen letztendlich wieder auf einem überraschend schönen Stellplatz.
Weniger schön sind die 15°C, starker Wind und Sprühregen zum Kochen und Abendessen. Als unser Essen auch noch endlos braucht und überhaupt nicht gelingt und wir später am Abend auch noch feststellen, dass die im Reiseführer angepriesenen Ziele bei näherer Betrachtung alle nichts können, fragen wir uns, was wir uns da eigentlich antun.Read more
















