• Ruta del Cares

    4 Juni 2024, Spanyol ⋅ ⛅ 18 °C

    Auch unser zweiter Stop in den Picos ist alles andere als ein Geheimtipp. Die "Ruta del Cares" ist DAS Must-Do schlechthin, abgesehen von den Seen natürlich. Da die Anbindung mit den Öffis leider nicht so dolle ist, entscheiden wir uns dafür doch das eigene Auto zu nehmen. Allerdings bedeutet das mal wieder früh aufstehen, alles zusammen packen und versuchen möglichst früh dort zu sein, damit das Vorhaben nicht direkt bei der Parkplatzsuche scheitert.
    Wobei früh mit Baby und beim Camping natürlich relativ ist. Gegen halb 11 sind wir schließlich dort, bekommen tatsächlich problemlos einen Parkplatz und stiefeln los. Das Besondere der Route: Sis verläuft spektakulär immer entlang einer Schlucht und bietet dabei grandiose Aussichten. Die muss man sich allerdings erarbeiten. Erst einmal geht es 300 Höhenmeter steil bergauf. Und wie es das Schicksal so will, herrschen natürlich heute die wärmsten Temperaturen unserer Reise. Und wir waren schlau genug nur ein Paar Stöcke mitzunehmen. Außerdem verweigert die todmüde Tilda mal wieder ihr Schläfchen und spielt stattdessen lieber mit dem Mulltuch, das eigentlich ihren Sonnenschutz darstellen soll. Die erste Teilstrecke verläuft dementsprechend ein wenig unentspannt, bis wir am höchsten Punkt angekommen sind und Tilda endlich schläft. Dann schaffen wir es die Tour tatsächlich auch zu genießen. Und feiern Ausblick, Routenverlauf und die umliegende Bergwelt. Da die gesamte Strecke einfach 11km hat und uns das mit Tilda zu weit und heikel ist, drehen wir bei Kilometer 7 um und laufen stattdessen wieder zurück. In diese Richtung ist die Aussicht sogar noch besser!
    Als wir zum Mittagessen auch noch Gesellschaft von zwei Ziegen bekommen ist der Tag perfekt, findet zumindest Tilda. Und uns stört es auch nicht. Der Rückweg fühlt sich irgendwie halb so lang an wie der Hinweg und so sind wir Zack wieder am Auto. Beim Blick auf die Uhr ist das aber auch besser so, denn wir wollen noch weiterfahren in den kalabrischen Teil der Picos.
    Leider liegen auf dem Weg mehrere Baustellen mit Umleitungen und kilometerlangen einspurigen Passagen, bei denen der Verkehr manuell gelenkt wird. Die Fahrt entpuppt sich daher als extrem langwierige Geschichte und so ist es mal wieder später Nachmittag als wir endlich am Campingplatz ankommen. Zum Glück haben wir vorher angerufen und so erwartet uns der einzige noch freie Stellplatz. Dieser liegt zwar wenig idyllisch direkt am Hauptweg des Platzes, wir entscheiden uns aber trotzdem dafür ihn zu nehmen, da wir keine Lust haben noch was anderes anzusteuern. Richtige Entscheidung, wie sich herausstellt. Tilda feiert den Publikumsverkehr ungemein und flirtet einfach mit jeder vorbeilaufenden Person. Mehr Entertainment geht gar nicht.
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