• Lagos de Covadonga

    June 3, 2024 in Spain ⋅ ⛅ 16 °C

    Für unseren ersten Tag in den Picos haben wir uns gleich den absoluten Touri-Magneten ausgesucht: die Lagos de Covadonga.
    Da dort die Hauptsaison bereits am 01. Juni beginnt, dürfen wir die Seen leider nicht mehr mit dem eigenen Auto anfahren, sondern müssen auf den Bus ausweichen. Und das gestaltet sich als gar nicht mal so einfach. An den ersten 3 Parkplätzen sind die Ticket-Häuschen noch geschlossen, der vierte hat dann eine Höhenbeschränkung, durch die wir nicht durchpassen und die Dame am Ticketschalter spricht leider kein Wort Englisch und weiß außerdem nicht, wie man Bustickets für Babys ausstellt. Wir fahren also weiter zum nächsten Schalter, finden dort in der Nähe tatsächlich einen Parkplatz und stellen uns in die Schlange für die Bustickets. Als wir endlich an der Reihe sind, sind es noch zwei Minuten bis zur Abfahrt des Busses. Nun klärt uns die Dame am Schalter darüber auf, dass wir uns direkt für eine Uhrzeit für die Rückfahrt festlegen müssen und dass aktuell an den Seen dichter Nebel herrscht und hält uns zum Beweis das Livefoto der Webcam unter die Nase. Auf Provision arbeitet sie scheinbar nicht. Wir entscheiden, es dennoch zu versuchen und das Risiko in Kauf zu nehmen, dass wir 2 1/2h in der Nebelsuppe auf den nächsten Bus warten müssen.
    Pünktlich zur Busankunft halten wir unsere Tickets in den Händen und fahren los. Die Straße ist deutlich länger als gedacht und bietet schon einige schöne Ausblicke. Nach knapp 30 Minuten Fahrt kommen wir dann oben an - und sehen tatsächlich einen See. Immerhin! Auch wenn sich das angeblich sehr schöne Bergpanorama außenrum leider in den Wolken versteckt. Als erstes Stopfen wir die Löcher in unseren Mägen, dann stiefeln wir los und wollen die ausgeschriebene 5km Runde um beide Seen herum laufen. Am ersten Aussichtspunkt sehen wir exakt nichts, vorm zweiten biegen wir scheinbar irgendwo falsch ab und merken erst nach einiger Zeit, dass der Routenverlauf irgendwie keinen Sinn macht. Bis wir unseren Fehler korrigiert haben, bleiben uns noch 1:20h bis zur Busabfahrt. Ausgeschrieben ist die Tour mal mit 1:15h, mal mit 2h Gehzeit. Wird schon passen, denken wir. Schließlich haben wir eine (unbekannt große) Teilstrecke ja auch schon hinter uns.
    Irgendwann merken wir, dass das doch eine ganz schön sportliche Nummer wird. Dank Stechschritt und einer friedlich schlummernden Tilda kommen wir verschwitzt aber mit 10min Zeitpuffer am Bus an. Leben am Limit.
    Dann fahren wir wieder hinab ins Tal, wechseln vom Omnibus in unseren Bus und steuern den Campingplatz in Arenas an.
    Und laufen direkt in eine Horde an deutschen Elternzeit-Pärchen hinein, was bei Tilda seltsamerweise nicht zu den erwarteten Freudenjauchzern, sondern einem schlimmen Schreianfall führt. Auch nach mehreren Versuchen. Irgendwas ist ihr daran so gar nicht geheuer. Wir bleiben also auf Distanz, erkunden den Campingplatz Spielplatz, kochen, duschen, essen und fallen dann mal wieder erschöpft ins Bett.
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