Erneut treibt es und für längere Zeit in die Ferne und wir trotzen den erschwerten Umständen. Für einmal absolut planlos und durch äussere Umstände limitiert - aber ohne Zweifel, das unglaublich schöne Gefühl der Freiheit zu finden. TROTZDEM.
  • Day186

    Eine wunderbare Zeit geht zu Ende

    May 3 in Switzerland ⋅ ⛅ 10 °C

    Vor rund 6 Monaten sind wir in den Flieger in Richtung Südafrika gestiegen, völlig ungewiss, wohin es (oder konkreter: Corona) uns die nächsten Monate treiben wird. Die Pandemie hat vieles verkompliziert und unberechenbar gemacht. Zudem haben die Fallzahlen in diversen Ländern wieder begonnen anzuziehen. Der Gedanke, vielleicht doch noch irgendwann einige der ursprünglich angedachten Reisedestinationen in Fernost und Ozeanien in Angriff nehmen zu können, rückten in weite Ferne. Unser potentieller Aktionsradius begann dramatisch zu schrumpfen. Schnell war klar, dass wir keine grossen Sprünge machen können und wir uns bis auf weiteres auf das südliche Afrika beschränken werden.

    Die im November noch tiefen Infektionszahlen in Südafrika bewegten sich gegen Ende 2020 ebenfalls mit zunehmendem Tempo in eine ungünstige Richtung und haben eine Verschärfung der Massnahmen wie u.a. Sperrung der Strände, Alkoholverkaufsverbot sowie eine Ausgangssperre zwischen 21 und 5 Uhr mit sich gebracht. Glücklicherweise blieb uns im Januar wider Erwarten ein scharfer Lockdown erspart und es war uns nach wie vor vergönnt, ohne dramatische Einschränkungen die Schönheit dieses Landes zu entdecken und zu geniessen.

    Nach Ablauf unseres 3-monatigen Touristenvisums war uns mit einem negativen Covid-Test im Gepäck eine quarantänefreie Einreise nach Namibia möglich. Aus einem ursprünglich angedachten Monat Reisezeit sind schlussendlich fast zwei Monate geworden. Social Distancing funktioniert in einem so rar besiedelten Land wie Namibia wunderbar und die spektakulären Landschaften, Tierbegegnungen und freundlichen Menschen haben es uns schwer gemacht, dieses Land zu verlassen.

    Immerhin waren wir uns bei den Seychellen ziemlich sicher, dass sie uns nicht enttäuschen werden – was sich auch mehr als bestätigt hat. Es war immer wieder unfassbar, mit wie wenig Menschen wir die paradiesischen Strände teilen mussten.

    Die 4 Tage Dubai haben zum krönenden Abschluss so einiges an Kontrastprogramm zu den vergangenen 5 Monaten geboten.

    Eine bemerkenswerte Gemeinsamkeit zeichnet alle vier Länder aus: die Herzlichkeit der Menschen. Wir durften viele lustige, unterhaltsame sowie berührende Begegnungen geniessen – sei es nur für einen kurzen Moment oder auch nachhaltiger. Besonders im Zusammenhang mit Unterkünften haben wir mehr als einmal die Erfahrung nach dem Motto „come as guest, leave as friend“ gemacht.

    Gerade durch die Pandemie durften wir alle vier Länder in einer Art und Weise erleben, wie es unter „normalen“ Umständen nicht möglich gewesen wäre – dies im absolut positivem Sinne.

    Nach Hause kommen nach einer langen Reise ist immer mit gemischten Emotionen verbunden. Gefühlsmässig hätten wir dieses Abenteuer problemlos weiterführen können. Einmal mehr ist uns klar geworden, dass die Welt soviel zu bieten hat und wir immer wieder Momente tiefer Zufriedenheit erfahren durften. Zum Glück sind wir in diese ungewisse Reise gestartet – TROTZDEM.

    Es ist uns ebenso bewusst, dass unsere geliebte Schweiz jede Menge Vorzüge bietet, die gerade nach einer langen Reise wieder speziell an Qualität gewinnen:

    - Sauberes, ungechlortes Wasser ab dem Hahnen trinken zu können

    - Am Wasserhahn fliesst heisses Wasser bei rot, kaltes bei blau (in SA wie
    Namibia reine Lotterie)

    - Duschen mit anständigem Wasserdruck

    - Insekten in moderater Grösse

    - keine Sandflies

    - (noch) keine übertragbaren Krankheiten via Moskitos

    - kein regelmässiges Tetrisspiel beim Kofferpacken

    - ein Schrank voller Kleider

    - WC-Papier das nicht so dünn ist, dass man durchsehen kann

    - Lufttemperaturen und Luftfeuchtigkeit, die mehr als drei Schritte ohne Schweissausbruch erlauben

    - Nicht ständig Küchenutensilien in fremden Küchen suchen, die nicht vorhanden sind

    - permanent Strom und Wasser

    - Internetgeschwindigkeit, die nicht an 1997 erinnert

    - PCR-Tests werden wir nicht vermissen

    Und zu guter Letzt natürlich das Wichtigste: Familie und Freunde, die wir vermisst haben und auf die wir uns ganz wahnsinnig freuen!

    Flicker-Album Südafrikka
    https://flic.kr/s/aHsmS2SpWP

    Flickr-Album Namibia
    https://flic.kr/s/aHsmU5Hs9Z

    Flickr-Album Seychellen
    https://flic.kr/s/aHsmV5DJ4U

    Flickr-Album Dubai
    https://flic.kr/s/aHsmVAmyxT
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    Silvana Küchler

    Welcome back ! Danke, dass ich virtuell mitreisen durfte. Einfach fantastisch!

    5/6/21Reply
    AnNe - Time to Travel

    Hallo ihr zwei, ich habe euch immer wieder mal verfolgt, da euer Beitrag ja öffentlich war und begeistert mitgelesen. Heute nun mal ein paar Grüße ☺️. Denn mein Mann und ich sind ebenfalls seit September 2020 unterwegs. Wir haben die selbe Tour wie ihr gemacht nur zeitversetzt. 6 Wochen Seychellen ( FeWo’s) gleiche Inseln, 2 Monate SA, 3 Monate Namibia und sind jetzt wieder in SA für vorerst 6 Wochen...Wir sind meist mit dem Camper gereist. Es war ein Traum. Jetzt ist es zu kalt und wir buchen spontan Self catering Unterkünfte oder B&B. Wir haben auch gebangt und recherchiert und können alles was ihr schreibt genau SO bestätigen und nachvollziehen. Auch wir wollten jetzt gern in Australien und Neuseeland / Ozeanien sein. Wir kennen und lieben Afrika schon viele Jahre und nun hat uns dieses wunderbare Land während Corona bei sich behalten und uns ein freies Reisen möglich gemacht. Wir sind nun noch mehr verliebt. Die Rückkehr wird auch für uns sehr schwer werden. Wir sind sooo dankbar das wir in dieser Zeit überhaupt in unserer Auszeit losziehen konnten. Alles Gute für euch zwei und gutes Ankommen und eingewöhnen wieder 😌😉Herzliche Grüße aus SA - Thomas & Antje ☀️🐘🤗

    5/7/21Reply
     
  • Day185

    Hoch, höher, Dubai I

    May 2 in the United Arab Emirates ⋅ ☀️ 30 °C

    Da unser Heimflug mit der Emirates ohnehin via Dubai führte, entschieden wir uns für einen 4 tägigen Aufenthalt in dieser von Hochhäusern und Luxus geprägten Metropole.
    Auch wir haben uns ein kleines Stückchen Luxus abgeschnitten und uns ein tolles Zimmer im Raffles Hotel gegönnt. Wir sollten nicht enttäuscht werden – nur schon wegen dieser fantastischen Unterkunft hätte sich der Abstecher gelohnt.

    Bereits um 6 Uhr in der Früh hat uns unser Flughafentaxi vor dem Eingang zwischen einem Bentley und einem Lamborghini abgeladen. Wir sind in den Genuss eines gratis early Check-in gekommen und freuten uns sehr darüber, dass wir uns gleich nochmals etwas hinlegen durften. Wir könnten nun problemlos eine Seite mit einer Lobeshymne über dieses unglaublich tolle Etablissement füllen, wovon wir absehen. Kurz gefasst: Wer sich zu einem fairen Preis nach Strich und Faden verwöhnen lassen möchte, ist hier absolut richtig.

    Um in kurzer Zeit ein Bild von einer neuen Stadt zu bekommen, ist eine Tour in einem Doppeldeckerbus, oberer Stock ohne Dach, eine tolle Sache. Grundsätzlich bevorzugen wir die Hop on Hop off Variante, die einem den Aus- und Einstieg mit nur einem Ticket an diversen Stationen erlaubt. Covid-bedingt war dies leider nicht möglich und so genossen wir eine private 2-stündige „Panorama-Tour“. Privat, weil wir in diesem für ca. 80 Personen ausgelegten Vehikel die einzigen zwei Gäste waren. Trotzdem hat die Tour stattgefunden und mit einem Kopfhörer bestückt haben wir zwei kurzweilige, informative Stunden erleben dürfen. Sagenhaft, was aus diesem einstigen Fischerdorf in den letzten Jahrzehnten für eine Metropole gewachsen ist. Der Startschuss dafür ist ist den 1960er Jahren gefallen, als Öl entdeckt und exportiert wurde. Nun setzt Dubai auf die Karte Tourismus und befindet sich nach wie vor in einem Baurausch sondergleichen.

    Aufgrund der eher knappen Zeit mussten wir uns auf ein paar wenige Sehenswürdigkeiten beschränken. Alleine in der Dubai Mall mit einer Gesamtfläche von über 1.1 Mio. Quadratmetern könnte man Tage verbringen. Wir haben uns auf das durchaus lohnenswerte Aquarium sowie einen kurzen Spaziergang durch die ansehnliche Mall beschränkt – ob Sprüngli oder Läderach, H&M oder Mango, ganz zu schweigen von Luxusbrands – hier ist bestimmt alles vertreten, was Rang und Namen hat.

    Von der Mall hat man auch direkten Zugang zum mit 828 Metern aktuell höchsten Gebäude der Welt – dem Burj Khalifa. Für einen stolzen Preis kann man sich mit 10 Metern pro Sekunde auf die sich im 124. und 125. Stock befindlichen Besucherplattformen anheben lassen. Den Slot um den Sonnenuntergang herum kostest dann aufgrund der erhöhten Nachfrage auch gleich doppelt soviel, lohnt sich aber definitiv. Die höchste zugängliche Plattform befindet sich auf Stock 148., war aber momentan nicht für Besucher geöffnet. Egal, die Fernsicht war auch ein paar Stockwerke tiefer ziemlich beeindruckend.

    Auch lohnt sich ein Besuch der Dubai Fountains, das Pedant zu den Bellagio Fountains in Las Vegas, die von den gleichen Machern installiert worden sind. Hierbei handelt es sich um ein choreographiertes Brunnensystem, das am Abend alle 30 Minuten zum Takt verschiedener Musik beleuchtete Wasserfontänen in den Himmel schiesst. Wir haben uns einen Tisch auf der Terrasse des Tulum Restaurants gebucht, einem tollem Mexikaner mit idealer Sicht auf die Wasserperformance. Auch dieses Spektakel befindet sich auf dem Gelände der Dubai Mall.

    Abschliessend haben wir uns am letzten Tag noch für einen Spaziergang im wohlhabenden Stadtviertel Dubai Marina entschieden. Die rund 20km von unserem Hotel sind am komfortabelsten mit einem der regulären Taxis zurückzulegen. Der öffentliche Nahverkehr in Dubai ist zwar gut ausgebaut, aber die Taxis sind so günstig und zahlreich vorhanden, dass wir keinen Grund sahen, darauf zu verzichten.
    Der Stadtteil ist geprägt von einer atemberaubenden Skyline, die von Wolkenkratzern und Apartmenthäusern gebildet wird. An dem mehrere Kilometer langen, künstlich angelegten Kanal kann man den mit Restaurants gesäumten Uferpromenaden entlang schlendern.
    Bei 36 Grad verging uns jedoch ziemlich schnell die Lust an körperlicher Betätigen und wir haben uns in einem hübschen Restaurant ein erfrischendes Kaltgetränk gegönnt. Auf der anderen Seite des Ufers hat ein Muezzin in einer Moschee lautstark zum Mittagsgebet aufgefordert, was zu einer sehr orientalischen Atmosphäre beigetragen hat. Wir haben uns übrigens mitten im Fastenmonat Ramadan befunden, was auch Touristen untersagt, auf offener Strasse Essen oder Getränke zu sich zu nehmen. Glücklicherweise dürfen sich Ungläubige in Restis und Hotels auch vor Sonnenuntergang kulinarischen Genüssen hingegeben, was wir dann am restlichen Nachmittag nebst etwas Baden im Pool auch getan haben.

    Auch hier ist die ausserordentliche Freundlichkeit der Leute sehr auffällig, nicht nur im Raffles ;-). Auch wenn wir hier nicht permanent unser Zelt aufschlagen möchten, lohnt sich ein Besuch allemal.
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  • Day181

    Mahé_Adieu wunderbare Seychellen

    April 28 on the Seychelles ⋅ ⛅ 30 °C

    Die letzten Tage auf Mahé haben wir versucht, nochmals alle diese wunderbaren Inseleindrücke einzusaugen. Nach 32 Tagen verlassen wir heute die Seychellen - die liebgewonnene Inselwelt, die geprägt von leuchtenden Blau- und Grüntönen in allen Schattierungen sich in unser Herz geschlichen hat.

    Werden über vier Wochen auf den Seychellen allenfalls zu lange sein? Diese Frage hatten wir uns bei der Planung gestellt und können sie nun definitiv mit NEIN beantworten. Die überwältigende Schönheit der Natur sowie die freundlichen, entspannten Insulaner schaffen ein ausserordentliches Wohlfühlklima. Auch das Zusammenleben der Einheimischen scheint trotz ethnischer Unterschiede von einem friedlichen Miteinander geprägt zu sein. Im Gegensatz zu Südafrika oder Namibia konnten wir hier keine offensichtliche Armut wahrnehmen. Wir sind weder Bettlern, Obdachlosen noch ärmlichen Behausungen begegnet. Bei Autos und Häusern zeichnet sich keine eklatante Schere zwischen ärmlich und luxuriös ab. Den Seychellois scheint es verhältnismässig gut zu gehen, was sich auch in einer moderaten Kriminalitätsrate abzeichnet - wir haben uns in keinem Moment unsicher gefühlt.
    Uns ist bewusst, dass wir auch dieses Land Covid-bedingt für uns speziell vorteilhaft erleben durften. Unter „normalen“ Umständen hätten wir wohl einige Male keinen der wenigen Parkplätze in der Nähe eines einsamen Strandes abbekommen und an attraktiven Top-Beaches wäre es bedeutend betriebsamer zu und her gegangen. Eine Kehrseite war lediglich, dass diverse Restaurants ihr Pforten noch nicht geöffnet haben.

    Nach einem halben Jahr primär von Natureindrücken geprägt, werden wir die letzten Tage unserer Reise in Dubai verbringen und hoffen, dass uns diese Grossstadt der Superlative keinen zu heftigen Kulturschock bescheren wird....
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    Sévérine Bruderer

    Danke dass ihr uns mit auf eure Reise genommen habt, ich werde eure Reiseberichte vermissen. Geniesst die letzten Tage und kommt gesund wieder nach Hause, wir freuen uns auf euch! 😘

    4/28/21Reply
    Umamisky

    Wir freuen uns auch auf Euch 🤩😘

    4/28/21Reply
    Silvana Küchler

    Ihr werdet bestimmt Heimweh haben nach dieser wunderbare Zeit im indischen Ozean.

    4/29/21Reply
    Silvana Küchler

    Auf Reset drücken und die Metropole geniessen!

    4/29/21Reply
     
  • Day176

    Zurück nach Mahé

    April 23 on the Seychelles ⋅ ⛅ 30 °C

    Frühmorgens um 7.30 Uhr legt unsere Fähre zurück nach Mahé ab. Auch von La Digue fällt der Abschied schwer. Diese Insel hat ein ganz besonderes Flair und mit dem Fahrrad herumkurven hat wirklich Spass gemacht – auch wenn eine funktionstüchtige Gangschaltung etwas weniger Schweiss gekostet hätte... ;-)

    Auf Mahé beziehen wir einmal mehr eine Self Catering Wohnung, erneut über der ansehnlichen Anse La Mouche, jedoch mit einem etwas anderen Blick auf die Bucht. Rebonjour, wir freuen uns!
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  • Day175

    La Digue_Von Fischen und Hunden I

    April 22 on the Seychelles ⋅ ☀️ 27 °C

    Unser heutiger Besuch an der Anse Source d'Argent war von tierischen Erlebnissen geprägt. Kaum im Wasser, waren wir umzingelt von einer Gruppe „Batfischen“, die etwa die Grösse einer Pizza erreichen. Nach kurzer Zeit gesellten sich noch weitere Fischarten dazu und um unsere Beine wurde es ziemlich lebhaft. Aufgrund der fehlenden Scheu scheint es ziemlich offensichtlich, dass hier ab und zu etwas Futter im Wasser landet.
    Die Strandhunde gesellten sich dann auch sofort zu uns – wo Menschen sind, sind auch Fische und auf diese haben es die Hunde abgesehen. Nach vielen erstaunlich unbeholfenen Jagdversuchen hat die im Wasser verbliebene Hündin entdeckt, dass eine „Menscheninsel“ doch ausserordentlich bequeme Vorzüge mit sich bringt. So ist uns das liebenswerte Tierchen abwechslungsweise in die Arme geschwommen und liess sich entspannt, ohne weiteren Jagdtrieb, die an uns vorbei schwimmenden Fische zeigen. Nach Stunden im Wasser war dann am Nachmittag bei uns wie den Vierbeinern Siesta am Strand angesagt. Leider haben sich nicht alle an diese Ruhezeit gehalten und einige ungeliebte Schmetterlingsflügler, bekannt unter der Bezeichnung Sandflies, haben ihre Bissspuren hinterlassen. Bei Marc sind die Folgen kaum sichtbar, bei Andrea dafür umso mehr. Die Anzahl der Stiche hält sich in Grenzen (öfters tauchen diese unscheinbaren, winzigen Biester in kleinen Schwärmen auf), dafür ist die Ausprägung der einzelnen Pusteln in Andreas Fall nicht so schön. Dieses Souvenir wird uns in der Schweiz immer mal wieder sporadisch juckend an die ansonsten wunderbaren Seychellen Strände und deren angenehmere Vierbeiner und Flossentiere erinnern.
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  • Day173

    La Digue_Inselleben I

    April 20 on the Seychelles ⋅ ⛅ 27 °C

    In unseren Alltag auf La Digue hat sich in Kürze eine Gewohnheit eingeschlichen – ein vormittäglicher Besuch der „Glorious Bakery & Snacks“. Hier deckten wir uns jeweils mit allerlei tollen Leckereien wie Gemüse- und Fisch-Samosas, Fishcakes, Guiches mit Räucherfisch oder Speck oder tollem Pizzabrot ein. Lediglich von den Süssigkeiten nahmen wir nach wenigen Versuchen wieder Abstand, da diese für unseren Geschmack reichlich überzuckert sind. Für unser Frühstück, bzw. Lunch liess sich auf unseren Erkundungstouren mit dem Fahrrad dann immer irgendwo ein nettes Schattenplätzchen mit Meersicht finden. Auch unseren vierbeinigen Freundeskreis (mal mit Fell, mal mit Panzer) liess sich tagtäglich erweitern und es wird einem in keiner Weise schwer gemacht, das unglaublich gemütliche Inseldasein auf La Digue zu geniessen.

    Auch unsere zweibeinigen Artgenossen sind üblicherweise sehr freundlich und unaufdringlich. Aime, unser Host, hat uns eines Vormittags mit zu seiner traditionellen Fischfalle mitgenommen. Etliche Einheimische nutzen offenbar ein solches Konstrukt, meist ufernah platziert. Die von Hand aus Bambus gefertigten Fallen haben einen schmalen Eingang, der für die Fische nicht mehr als Ausgang genutzt werden kann. Als Köder werden Bündel aus bestimmtem Grünzeug hineingehängt und ein paar zusätzliche Kokosnuss-Hälften machen das Buffet besonders attraktiv. Die heutige Ausbeute fällt mit zwei mittelgrossen Fischen eher rar aus – ein richtig guter Fang kann schon mal in die Dutzenden gehen. An allerlei leckerem Speisefisch herrscht auf den Seychellen aktuell kein Mangel, weder für die Hobby-Fischer noch für die Professionellen.
    Aime ist zudem ein meisterlicher Koch, der uns während unseres Aufenthaltes zweimal mit einem kreolischen Dinner beglückt hat. Mersi bokou, mon zanmi! (Vielen Dank, mein Freund - auf Seychellenkreol)
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