• Tag 8: im Nationalpark Ranomafana

    April 15 in Madagascar ⋅ ☀️ 21 °C

    Die traditionelle Reissuppe zum Frühstück war wieder sehr lecker, ich schnitt mir noch ein Omelett hinein.... mehr als lecker. Solcherweise gut gestärkt ging es mit dem Bus hoch in die Berge. Unseres war das einzige Fahrzeug auf dem Parkpkatz, von dem aus wir ins Dämmerlicht des Waldes verschwanden und uns auf die Suche nach den hier, und zwar nur hier heimischen Lemuren machten. Hervorragend ausgestatt mit neuen Wanderschuhen und Wanderstöckern überwand ich schwitzend die mir in den Weg gewachsenen Hindernisse. Unsere beiden Guides, Dolphin an der Gruppe, Hasy voraus zum Tiere Suchen, hatten Augen wie ein Luchs. Sie zeigten uns allerlei Bemerkenswertes, das wir alleine niemals bemerkt hätten: Frösche, Giraffenhalskäfer, Stabheuschrecken, bunt schillernde Vögel, ein Chamäleon - nur die Lemuren wollten sich uns nicht präsentieren. Hasy erklärte, dass sie sich wohl weiter oben am Berg aufhalten würden, über eine recht steile Passage könnten wir Ihnen näher kommen - hier trennte sich die "Spreu vom Weizen": Hery und Hasy gingen mit Raphael und mir den "bequemen" Weg weiter, die anderen kraxelten Richtung Gipfel. Plötzlich hörte Hasy etwas links von uns im Gebüsch.... wir sollten nur eben dem "Pfad" (ich konnte keinen erkennen!?) folgen. Ich traute mich jedoch nicht ins dichte Dickicht und bot an, an Ort und Stelle stehen zu bleiben und auf sie zu warten. Ok - nach 2 Metern waren die 3 weder mehr zu sehen noch zu hören. Ich vetrieb mir die nächsten 15 Minuten mit meinem Fernglas und frönte der Ornitologie, bis sie zurück kamen - sie hatten tatsächlich die Lemuren gefunden, die durch den Wald sprangen - ich gestehe: ich war ein kleines bißchen neidisch. Hasy führte uns weiter in eine Richtung, von dem er annahm, dass sie auf den Weg dorthin wären.... und so war es auch: zuerst hörten wir ein Husten von unserer Gruppe, die die Lemuren scheinbar vor sich her trieben und plötzlich sprangen die Sifakas um uns herum - das Glück zu haben, sie nun doch noch zu sehen, trieb mir gleich etwas Wasser in die Augen.
    Erfüllt und glücklich machten wir uns auf den Rückweg zum Bus und die meisten von uns fielen in einen erholsamen Mittagschlaf. Um 16.00h ging es wieder los: wir besuchten einen Züchter, der uns seinen Chamäleon-Baum zeigte. Dort füttert er die Tiere mit selbst gefangenen Insekten (Libellen und Heuschrecken). Die Chamäleons kommen daher immer gerne zu seinem Baum und waren auch heute zahlreich vertreten. Das Spektakel der Fütterung wurde mit einrm Obulus in Höhe von 1 € belohnt - sowas sieht man tatsächlich nicht alle Tage 😊
    Es folgte die Dämmerung und wir pirschten am Waldrand herum in der Hoffnung, Mausmakis und Chamäleons sehen zu können - was uns mithilfe unserer beiden Guides auch gelang. Ob sich die Menschen in den vorbeifahrenden Autos wohl darüber wunderten, dass da eine Gruppe von Wasas im mittlerweile Stockfinsteren auf der Straße stand und in den Wald starrte? .... grins..... egal: das hat echt richtig Spaß gemacht.
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