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- Day 14–17
- July 27, 2024 - July 30, 2024
- 3 nights
- ☁️ 21 °C
- Altitude: 1,652 m
KenyaMuthurwa1°17’20” S 36°49’38” E
Nairobi

In Nairobi haben wir drei Nächte in den Tree Houses verbracht. Das war sehr schön dort. Und viiel zu groß. Die Kinder hatten ein eigenes Haus. Jeder der Unterkünfte hätte für uns vier alleine ausgereicht. Es lag sehr zentrumsnahe und man musste durch zwei Sicherheitsschranken um zu diesem Wohnviertel zu gelangen. Dabei geht es in erster Linie nicht darum Kriminelle draußen zu halten, sondern eher darum, arme Menschen nicht dort haben zu wollen. Unsere Uberfahrer sind erst immer dorthin gelangt, wenn sie die Scheiben runter gemacht haben und wohlhabende Europäer (Asiatinnen) zu sehen waren.
Wir haben Nairobi hauptsächlich zum Ausruhen genutzt. Lediglich zu einer Stadtführung mit einem ehemaligen Straßenkind und zu einer Stipvisite bei Charlie‘s Travels konnten wir uns aufraffen.
Der „Stadtspaziergang“ mit Tsunami war sehr eindrucksvoll. Tsunami ist wortwörtlich auf der Straße geboren worden und hat dort über 20 Jahre gelebt. Er hat uns gezeigt und erzählt, wo und wie er gelebt hat und dass Straßenkinder keinen Wert haben. Sie werden verjagt, von der Polizei verprügelt, mit Messern und Steinen attackiert. Nachdem sie von Autos angefahren wurden, blutend von der Polizei zum Sterben zurückgelassen. Seine Schwester ist mit 16 Jahren an Aids (bzw. einer Lungenentzündung) unter einer Brücke gestorben. Die HIV-Infektion hat sie sich bei einer der diversen Vergewaltigungen zugezogen.
Mit 16 war er - wie viele andere - von einer frühkindlichen Lösungsmittelabhängigkeit über Alkohol und Haschisch, stark Kokain abhängig.
Staatliche Unterstützung gibt es so gut wie nicht. Lediglich der indische Tempel öffnet einmal in der Woche die Türen für alle obdachlosen, um ihnen eine Mahlzeit und ein paar Stunden Sicherheit zu geben. (Die christlichen Kirchen erwarten für diese Leistung vorher, dass man Christ wird…).
Armut - vor allem in großen Städten - sieht außerhalb der sogenannten westlichen Welt wohl überall ähnliche schrecklich aus. Das aber direkt von jemandem erzählt und gezeigt zu bekommen, der es erlebt hat, hinterlässt einen unvergesslichen Eindruck.
Mittlerweile hat Tsunmai sich aus diesem Leben heraus gekämpft, u.a. indem er diese Stadtführungen anbietet. Und weitere Projekte mit ehemaligen Straßenkindern organisiert.
Am nächsten Tag haben wir Brenda bei Charlie’s Travels besucht. Die beste Reiseoperatorin die es gibt!
Sie sorgt dafür, dass unsere Unterkünfte, Transporte, Guides und alles andere gebucht sind und reibungslos funktionieren. Gibt uns Tipps, rät uns wann wir spätestens aus Nairobi (wegen angekündigter Proteste) raus sein sollten und welche Strecken wir fahren sollen. Wann auch immer wir eine Frage oder ein Problem haben: Brenda ist nur eine WhatsApp-Nachricht entfernt. Danke!
Und ja: der Kontrast/Widerspruch zwischen dem Leben der Straßenkenkinder und unserer Reise ist uns sehr bewusst. Deshalb haben wir praktisch alle Leistungen bei kleinen lokalen (oft familiären) Anbietern, die faire Löhne zahlen gebucht.Read more
Traveler
❤
TravelerJa...wir vergessen gerne, wie gut es uns geht und was für einen Luxus wir Standard nennen. Und eines unserer größten Probleme sind...kein Netz / WLAN zu haben...