• Fressen, Saufen, Teufelsbrücke belaufen

    28 juli 2025, Italien ⋅ ☁️ 20 °C

    Seit Sonntag Abend sind wir nun mehr oder weniger auf der Rückreise von der Toskana, weil Kinder aber komisch sind und denen auf langen Autofahrten langweilig wird, machen wir auf halber Strecke nochmal ein paar Tage Halt in einer Region Italiens, in der ich noch nie war und von der ich noch nie etwas zuvor gehört hatte:

    Friaul-Julisch Venetien.

    Geht das nicht runter wie Öl?

    Friaul-Julisch Venetien.

    So klangvoll, so eingängig, so kurz und knapp. Ein absolut behämmerter Name für eine Region. Aber was soll's. Flo und Tina begleiten uns auch noch zwei Tage, also was soll schief gehen.

    Wir machen einen Ausflug nach Civiale di Frioli, ein netter Ort mit einem echten Highlight: die Engelsbrücke. Sie erstreckt sich über eine ziemlich tiefe Schlucht (in Relation zum Ort) und sieht einfach malerisch aus. Nachdem unsere Kinder sie überquert haben, wird sie von den Ortsansässigen in Teufelsbrücke umbenannt. Klingt eh besser.

    Nach der Sightseeingtour essen wir wirklich vooooooorzüglich in einer Trattoria, die eine wunderschöne Terrasse hat, von welcher aus man einen fantastischen Blick auf die (jetzt) Teufelsbrücke hat. Es regnet und wir essen drinnen. War dennoch schön und saugut. Es gibt Spezialitäten aus der Region.

    Am Nachmittag vereinbaren wir mit unserem Host (wir übernachten auf einem Weingut) ein Winetasting. Er muss kurz nochmal weg, danach soll es direkt losgehen. Zwei Stunden später starten wir. Stolze neun Weine werden verköstigt, die sehr köstlich schmecken und uns rapide den Verstand kosten und uns folglich mehrere hundert Euros kosten. Fröhlich unnüchtern und ernüchternd ärmer laufen wir dann noch, auf Empfehlung des Winzers, zu einer weiteren Trattoria und essen beschwipst zu Abend.

    Ein erfolgreicher Tag.
    Läs mer