• Felix Kiesewetter
  • Felix Kiesewetter

Italia 2025

Anlässlich meines 40. Geburtstags möchte ich Freunde und Familie für eine Woche mit in meine Lieblingsregion — die Toskana — entführen. Weil eine Woche Urlaub aber viel zu wenig ist, hängen wir noch jeweils eine Woche vorn und hinten dran. Læs mere
  • Start på rejsen
    12. juli 2025
  • Ankunft in der Unterkunft ohne Vernunft

    12. juli 2025, Italien ⋅ ⛅ 23 °C

    Nach eigentlich nur 620 km, aber insgesamt fast 10 Stunden unterwegs (inkl. Stau, Pausen, Gebirgsstraßen) endlich da! Und die Frau hat toll gebucht! Richtig schönes Häusle mit Meerblick. Äh ... Seeblick. Und Vespas für die Kinder.

    Und natürlich, wie in jedem Urlaub, ist erstmal eine Website down, das Laptop war also auch schon an.

    Merke: Websites stürzen nur im Urlaub ab.

    Ist aber schon gefixt, jetzt hab ich Hunger!
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  • In Lenno am See schwindet das Fernweh

    13. juli 2025, Italien ⋅ ☁️ 21 °C

    Heute fahren wir mit dem für italienische Orte viel zu großen Landy runter in unseren Ort Lenno und parken am Friedhof. Wenn Mona weiter so rumzickt, landet sie dort heute noch 😂

    Wir laufen runter zum See ... und was soll ich sagen: die jahrelange Sehnsucht nach und Vorfreude auf Italien verfliegt mit einem Mal. So hässlich wie man es gewohnt ist 😍😍😍

    Nach einem gemütlichen Spaziergang entlang des Ufers suchen wir eine Pizzeria auf, alle sind so nett und die Pizza ist einfach genial.

    Also ich diesen Beitrag schreibe, weist mich ChatGPT darauf hin, dass in der deutschen Sprache kein Reim auf "Lenno" gibt. Interessant. Wem doch einer auffällt, dem bringe ich ein Bier mit.

    Laut des Wirts gibt es übrigens Sonntags keinen Alkohol zu trinken. Der erste Schock des Urlaubs für mich. Aber zum Glück nur ein Scherz.

    Mona darf dafür beim Pizza backen mit zum Holzofen und zusehen. Und sie bekommt vom Pizzabäcker ein Armband aus Pizzateig!

    Nörgeln tut sie dennoch nonstop.
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  • To be or not to be at the AirBnb

    13. juli 2025, Italien ⋅ ⛅ 23 °C

    Nach dem Ausflug nach Lenno und der äußerst köstlichen Pizza sind alle müde. Mona schläft auf dem Sofa ein. Was erstmal süß und witzig ist, wird sich später bitter rächen, denn Mona verträgt den späten Mittagsschlaf gar nicht und ist danach sogar noch mehr ein Besen als vorher ☠️☠️☠️ Ich weiß ja, wo der Friedhof in Lenno ist, für alle Fälle.

    Einzig ein leckeres Eis in der Fabbrica del Gelato kann sie zähmen und so entgeht sie ihrem Schicksal nochmal. Also letzte Warnung zeige ich ihr das menschliche Skelett in einem Glassarg, welches in der örtlichen Kirche Chiesa Santos Stefano "wohnt". Btw. eine echt schöne kleine Kirche. Mads schreit den Gott der Gläubigen nochmal ungläubig an und ruft zur Marienstatue: "Maaamaaaaa", was Sinn ergibt.

    Den Abend verbringen wir im Garten mit Essen vom Papa zubereitet 😁 Und die Kinder tanzen und spielen sich jetzt noch müde ... Hoffentlich ...
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  • Leck'res auf'm Teller oben auf'm Keller

    14. juli 2025, Italien ⋅ ☀️ 22 °C

    Heute fahren wir vom Seeufer aus in Richtung Westen in die Berge. Und die Strecke hält alles, was das Navi versprach. Wir schlängeln uns auf Straßen, die in etwa so breit sind wie unser Auto, immer weiter nach oben, bis wir schließlich auf ca. 800 m über Seelevel im norditalienischen Kellerwald ankommen.

    Hier im kühlen waldigen Gebirge wurden natürliche Grotten oder in den Stein gehauene Keller über Jahrhunderte dazu genutzt, Käse, Wurst, Schinken und Wein zu kühlen. Inzwischen wurden vieler dieser sogenannten "Crotti" (von "Grotto", also "Höhle") zu rustikalen Tavernen umfunktioniert. Sollte Forchheimern etwas bekannt vorkommen ... Diese Art Kellerwald nennen sie hier "Monti di Crotti".

    Wir haben uns "Crotto Mirabel" ausgesucht und was soll ich sagen: ein absoluter Highlight Ort. Was für eine Aussicht! Was für fantastisches Essen!

    Und danach diese geile Straße wieder zurück ... Fantastico!
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  • Menaggio? Bassd scho!

    14. juli 2025, Italien ⋅ ☀️ 27 °C

    Am späten Nachmittag cruisen wir nochmal nach Menaggio rein, die Innenstadt ist klein, aber hübsch und im Hafen gibt es eine süße kleine Steinmauer, welche für die Kinder ein Highlight ist. Lange bleiben wir nicht hier, aber war scho schick. Supermarkt und Parkplätze sind aber sehr eng 😂Læs mere

  • Nach der Fähre startet die Misere

    15. juli 2025, Italien ⋅ ☁️ 26 °C

    Heute war kein so erfolgreicher Tag. Er startete ganz gut auf einer Autofähre von Menaggio nach Bellagio. Dort von Bord fährt man mit dem Auto nach ganz oben auf den Hügel zum Parken und läuft dann fast drei Kilometer an der Straße ohne Fußweg entlang und dann hunderte Steinstufen in die winzige Altstadt hinein. Hier gibt es gefühlt drei Läden und 20 Restaurants und dann läuft man die drei Kilometer zurück.

    Und das war zwar ganz ... nett so zum Anschauen, aber echt Pain mit dem Kinderwagen. Da war Menaggio schöner. Und ich weniger platt.
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  • Der Zug ist krumm, die Mitfahrt dumm

    15. juli 2025, Italien ⋅ ⛅ 30 °C

    Von Bellagio fahren wir ca. 30 km engste Straßen die Küste entlang. Zwischen einem uns entgegenkommenden Bus und dem Landy verbleiben einmal ca. 3 cm auf jeder Seite. Saugeil 😀 Sowas lieb ich ja. Und ganz ehrlich: das Highlight des Tages. Die Örtchen entlang des Sees sind einfach wundervoll und die Blicke hinab aufs Wasser teils atemberaubend.

    Das Ziel: Como. Die größte Stadt am Südzipfel des Sees. Erster (und letzter Stop): eine Standseilbahn, die Como mit dem Bergort Brunate verbindet. Was wir uns total romantisch und schön ausmalten, war in Realität leider etwas ernüchternd. Zum einen sieht man während der Fahrt wirklich nur sehr wenig (Tunnel, Mauern, Wald) und außerdem war auch das mit unserem Kinderwagen eher anstrengend als chillig.

    Oben angekommen ist zwar der Blick hinab auf Como und dessen Duomo sehr beeindruckend und Brunate ist ein süßer kleiner verschlafener Bergort, aber auch hier kommt es uns wieder so vor, als rechtfertige das Erlebnis nicht den enormen Aufwand, dort hin zu kommen 😂

    Zurück in Como sind wir fix und alle und gehen nicht einmal mehr in die Stadt, auch wenn Como beim Durchfahren schon sehr schön aussieht. Aber die Kids wollen im Garten planschen und das sollen sie.

    Wir sind eh saustolz auf die beiden, was sie mit uns alles machen! Echte Travelkids. In Brunate sind sie, wie schön in Bellagio, fast alle steilen Wege selbst gelaufen und Mona hat sogar Minga an der Leine geführt!
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  • Etwas im Norden gute Erinnerungen horten

    17. juli 2025, Italien ⋅ ☀️ 25 °C

    Nach einem Tag Pause (gestern, 16.07.), wo wir wirklich nur im Haus, bzw. Garten, waren und das höchste der Gefühle ein Gelato im Ort war, machen wir heute den letzten Ausflug hier am wunderschönen Komasee.

    Wir fahren mit der Fähre etwas weiter gen Norden, wobei wir dennoch eher in der Mitte des Sees, wo die beiden südlichen Arme sich treffen, landen: in einem kleinen Ort namens Bellano. Also um genau zu sein landen wir in Varenna und fahren dann weiter nach Bellano, but who gives a shit!

    Während Mama auf einen schlafenden Mads im Auto aufpasst und demnach im Auto bleibt, stehen Mona und Papa abenteuerlich vorne auf Bug und genießen den kühlen Fahrtwind sowie den Ausblick auf die Küste und Varennas Promenade. Um genau zu sein, genießt Papa den Ausblick, denn Mona lacht nur und sagt: "ich sehe eh nix, meine Haare kleben so im Gesicht!" Ja, der Wind, der Wind, klebt am teuflischen Kind.

    Die Fahrt ist schön, aber Sorge liegt in der Luft (außer bei Mads, der pennt ja). Alle haben Angst. Das letzte Mal, als wir die Fähre nutzten, war der Tag eher mistig ... Aber SPOILER: das soll einer der schönsten Tage werden, wenn nicht der schönste!

    Wir starten mit einem unheimlich guten Restaurant, Jazz am Klo, schlendern dann in die Altstadt hinein in Richtung nächstem Footprint und sind schon sehr angetan von den Gassigässlein und Kirchlein und Türmlein.
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  • Echt ne Wucht, die Schlucht!

    17. juli 2025, Italien ⋅ ☀️ 26 °C

    Ebenfalls in Bellano gibt es eine kleine, aber feine Schlucht mit einem kleinen Flusslauf und Wasserfällen: Orrido di Bellano. Ich habe Mads und Mona erklärt, wie eine solche Schlucht entsteht, aber ich glaube, ich kann froh sein, dass sie nun überhaupt wissen, dass das Wort "Schlucht" überhaupt existiert und man dort reingehen kann.

    Generell scheint ihnen dieses geologische Phänomen und Naturschauspiel aber zu gefallen, beide flitzen interessiert von Aussichtspunkt zu Aussichtspunkt und guggen fasziniert hinab. Einzig der große Wasserfall ist so laut, dass Mona sich die Ohren zuhält (Wasser ist lauter als DTM Autos!) und Mads etwas Angst (Respekt?) bekommt. Das geht aber schnell vorbei.

    Tja und dann, dann kommen die Schluchtenscheißer! Und wer jetzt an Österreicher denkt: Ihr Rassisten! 🤣🤣🤣 Nein, nein, Mads ist gemeint. Malt euch den Rest aus.

    Eine Wickelsession im Schatten später verlassen wir die Schlucht auf der Bergseite (oben) und rutschen direkt ins nächste Highlight. Mehr dazu im nächsten Fußabdruck!
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  • Tot sein mit Blick, das ist schick

    17. juli 2025, Italien ⋅ ☀️ 29 °C

    Also bisher dachte ich immer, auf einem Friedhof rumzuliegen, eh nix mehr davon zu haben, außer von Maden zerfressen zu werden, und dann noch zu erwarten, dass die Angehörigen alle paar Tage Grabpflege betreiben müssen und sich dabei denken "oh Mann, hätten wir dem seine Asche net einfach ins Meer schmeißen können?!", das sei nix für mich.

    Aber nachdem wir heute den wohl schönsten Friedhof der Welt gesehen haben, kann ich mich damit anfreunden. Ich mein, mir selbst kann es ja echt egal sein, aber wenn ihr dann alle paar Tage hier her kommt, um die Blumen, die aus meinen verwesenden Überresten raussprießen, zu gießen, ja dann habt ihr da echt was davon: einen Blick zum Niederknien, echt schöne Statuen, Gräber, Säulen, Kapellen, Mausoleen, oh so schön! Und dass man in Bellano gut in die Schlucht scheißen kann und man echt saugutes Essen bekommt, das wisst ihr ja schon.

    Meine Bewerbung ist raus. Ich hab eine an die Gemeinde Bellano und eine an Gott geschickt, letzterer hat mich aber geblockt. Ich hab nur eine Abwesenheitsnotiz bekommen.

    Naja, vielleicht wird's ja doch der Himalaya. Aber wenn ihr schon bei der wöchentlichen Anreise nach Italien kotzt, dann macht euch auf lange Flüge gefasst.

    Next Up: kleine Ritter!
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  • Mit dem Bello aufs Castello

    17. juli 2025, Italien ⋅ ☀️ 29 °C

    Ihr könnt selbst entscheiden, wer der Bello ist 😁

    Den beinahe sprichwörtlich krönenden Abschluss des Tages bildet ein Ausflug zum Castello di Vezio, über das ich euch überhaupt gar nichts erzählen kann. Ich weiß rein gar nichts über seine Geschichte, wie die Burg entstand, warum sie dort steht, wo sie steht, oder wer dort gelebt hat oder wer wirklich so wahnsinnig war, dort hoch auf den Berg die ganzen Steine hochzutragen.

    Aber was ich weiß, Oh Boy: ist das kraaaaaaaank schön dort oben! Man startet mit einem Spaziergang durch ein verschlafenes, verwinkeltes Mittelalterdörflein, landet auf einer Piazza mit einer Kirche und einem kleinen Friedhof (die Friedhöfe verfolgen uns auf dieser Reise ...), steigt dann eine Treppe mit Blumenwiese zur linken und fantastischen Seeblick zur rechten (und wuselnden Kindern in der Mitte) auf und gelangt so zu einem sagenhaften Aussichtsplateau, einem Burggarten mit Olivenbäumen und duftenden Kräuterbeeten und einem Burginnenhof mit einem besteigbaren Turm. Der Turm ist innen mit Ausstellungsstücken aus dem Mittelalter bestückt, es spielt Mittelaltermusik und oben angekommen: einer der besten Ausblicke ever. Ever ever. Ever ever ever.

    Die Kinder sind total begeistert und tauchen komplett ins Mittelalter ein. Mona steigt die Treppen zum Turm sogar gleich zwei Mal empor, alles allein und lernt sogar, dass man im Mittelalter aus dem Haus hinaus schoss. Schiss. Scheißte? Schasste ... Egal. Einen Aborterker gab es dort halt. Und man soll den Kindern ja alles schön detailliert erklären 😂 die sollen ja was lernen!

    Die beiden versinken so sehr im Mittelalterfeeling, dass sie dann sogar noch zu echten Ritter*innen geschlagen werden. Sie werden zwar von sich selbst gegenseitig mit den Schwertern wortwörtlich geschlagen, aber ich denke, das zählt auch, ohne mich jetzt historisch korrekt informiert zu haben.

    Sir Mona die Unerschrockene und
    Sir Mads vom Kükenhain

    Zwei neue Helden haben die große Bühne der Welt betreten und warten auf ihr erstes großes Abenteuer. Mit epischen Kämpfen gegen Drachen und Unholde, legendären Schlachten im Einsatz für Ehre und Gerechtigkeit, mit ... Ach ok, hat sich erledigt. Sie schlafen.

    Gute Nacht!
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  • Schlemmern im Dämmern

    18. juli 2025, Italien ⋅ ☀️ 32 °C

    Die Autofahrt heute vom Komasee nach Florenz war wirklich beknackt und anstrengend. Als wir ankommen erfahre ich dann noch, dass ich ein weiteres Mal vom Verbrechersyndikat Telekom über die Ohren gehauen wurde. Meine Stimmung ist etwas im Keller.

    Eigentlich hatte ich mich drauf eingestellt, nur noch die Kinder ins Bett zu bringen und dann noch in der Wohnung etwas mit Tina und Flo zu quatschen, die uns seit heute auf unserem Trip begleiten. Als Mona mich fragt, ob wir jetzt immer noch in Italien sind und was wir morgen machen, sage ich ihr, dass wir in einer ganz schönen, mittelalterlichen und großen Stadt sind, die wir uns _morgen_ anschauen. Da meint Micky plötzlich: Nein, die Stadt sehen wir heute noch. What? Es ist 18 Uhr und ich hatte heute eigentlich nix mehr vor.

    Aber heute habe ich zum zwölften Mal meinen 29. Geburtstag, sowas vergesse ich ja selbst aufgrund der Irrelevanz dieses Jubiläums gerne selbst. Aber den anderen scheint es ein Anliegen zu sein, mich zu überraschen und so folge ich ihnen samt aufgedrehten Kindern in diese sauschöne Stadt.

    Und was für eine absolut wunderschöne Überraschung! Als Flo plötzlich meint: "dort ist das Grand Hotel Baglioni, da gehen wir rein", werde ich hellhörig. Wir betreten das Hotel, fahren in den fünften Stock, klettern aufs Dach und volià, hier wird zu Abend gegessen. Joa, kann man mal machen 🤣

    Ich glaube, einen besseren Blick auf die Altstadt dieser atemberaubenden Stadt gibt es kaum.

    Danke ihr lieben für dieses unvergessliches Erlebnis. Somebody feed Felice!

    Auch ein schönes Geschenk zur Jährung meines Geborenwordenseins: Mads sagt seit dem Abendessen endlich "Papa" zu mir. Mit "P"! Leider bedeutet das auch, dass er ab sofort an Baustellen korrekt "Bagger" schreit ... "Gagger!!!" war viel witziger.

    Mein neuer Künstlername ist btw. Felice K ("Kay"). Den Namen gaben wir bei der Aufgabe unseres für die Hotelaufzüge mal wieder viel zu großen Kinderwagens an. Buchstabier mal Italienern "Felix Kiesewetter" ...

    Um 23 Uhr gehen die Partykinder dann vollkommen überdreht, aber gut gelaunt, ins Bett und werden wieder Engel.
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  • Familie Lorenz in Florenz

    19. juli 2025, Italien ⋅ ☁️ 31 °C

    Heute haben wir uns Florenz angeschaut. Wir starteten in der Markthalle und haben unfassbar leckere Dinge verspeist: Panino con Porchetta, Antipasti, Frisch gemachte Nudeln und mehr. Jedem, der oder die gerne gut isst, sei dieser kulinarische Highlight Ort ans Herz gelegt!

    Danach schwitzen wir uns einmal durch die Altstadt von einem Monument zum nächsten, sogar am kleinen bescheidenen Dom kommen wir vorbei, aber wir übersahen ihn fast. Im Endeffekt ein kleiner Haufen angemalter Kieselsteine. Aber schon ganz ok 👍

    So viel erzählen kann ich heute gar nicht. Florenz ist immer fantastisch. Es war nur echt bruuuutal heiß. Irgendwann reicht es uns und wir nehmen für 3 km Heimweg ein 45 Euro VIP Taxi 🚕 mit Klimaanlage. Gönnung. Aber die Kinder feiern es. Ausnahmsweise dürfen sie mal wie die Großen ohne Kindersitz fahren. Mit was man die Würmer so begeistern kann ... Den ganzen Nachmittag in einer der schönsten Städte der Welt ... Joa ... Aber ohne Kindersitz im Taxi: Top Entertainment 🤣

    Die bebaute Brücke Ponte Vecchio gefällt beiden Kindern aber sehr gut. Ist ja auch was ungewöhnliches.
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  • Mit Mads und Mona in Cortona

    22. juli 2025, Italien ⋅ ☀️ 27 °C

    Zur 37. Jährung des Geborenwordseintags des il mio fratello fahren wir nach Cortona, die Stadt, die unserem idyllischen Paradies im Nirgendwo noch am "nächsten" ist. Nur 20 Minuten Fahrtzeit und 115 Kurven (ja, ich habe die Scheitelpunkte gezählt) trennen uns von ihr.

    Weil die Altstadt von Cortona, über dessen Historie man sich übrigens im Footprint meiner Mama informieren kann, größentechnisch doch recht überschaubar ist, sind für Touristen zugelassene Parkplätze rar an der Zahl. Als wir die letzten Tage zum Mittagessen und Einkaufen in die Stadt wollten, waren alle (!) bereits am Vormittag belegt. Der Ort ist zurecht sehr beliebt.

    Darum brechen wir bereits um 8.30 Uhr relativ pünktlich (Respekt an die Truppe) auf und ergattern tatsächlich zwei der heiß begehrten Stellplätze. Dank Park-App ist nach 5 Sekunden auch schon alles bezahlt und der Kleinstadtbummel kann beginnen.

    Wir sind für italienische Öffnungszeiten viel zu früh da, die Geschäfte machen erst später auf, aber in einer kleinen Bar bekommen wir immerhin ein paar süße Snacks wie Croissant mit naturtrübem Senf, Gelato und Espresso, die beste Erfindung der Italiener direkt nach Ferrari und Pizza. Ich liebe Pizza. Und richtig feine Pizza ist seltenes Gut.

    Daher ist es umso geiler, dass am Abend, zurück im Haus, zwei Pizzabäcker/innen direkt zu uns kommen und in unserer Küche — Dank integriertem Holzofen — 24 (!) Pizzen zum sofortigen Verspeisen zaubern. Und diese waren wirklich köstlich! Zugegeben: 24 Pizzen schafft man selbst mit zwölf Personen nicht und so gab es noch die nächsten drei Tage immer wieder Pizza.

    Ich hoffe, mein lieber Bruder hatte ein schönes Geburtstagsjubiläum ❤️

    Cortona ist übrigens eines der wenigen Worte, die sich auf Mona reimen.
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  • In Orten mit Wein genießt man das Sein

    24. juli 2025, Italien ⋅ ⛅ 25 °C

    Heute machen wir einen längeren Tagesausflug in die für ihre Weine weltbekannten Städtchen Montaltschino und Montepultschano. In Montaltschino säuft man Brunello und in Montepultschano den nicht weniger schweineteuren Vino Nobile di Montepultschano.

    Weil die Hundundkindundfrauundmannschaft aber in Montepultschano irgendwann den Geist aufgibt (faules Pack!), entfällt die Weinprobe und ich trinke genau ein Bier in den beiden Weinstädten. Zum Weinen.

    Pedro macht zum Glück aus "Vino Nobile" einen "Vino Mobile". Heißt: er nimmt was mit — und so komme ich zumindest am Abend noch in den Genuss des leckeren Traubensafts.
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  • Fressen, Saufen, Teufelsbrücke belaufen

    28. juli 2025, Italien ⋅ ☁️ 20 °C

    Seit Sonntag Abend sind wir nun mehr oder weniger auf der Rückreise von der Toskana, weil Kinder aber komisch sind und denen auf langen Autofahrten langweilig wird, machen wir auf halber Strecke nochmal ein paar Tage Halt in einer Region Italiens, in der ich noch nie war und von der ich noch nie etwas zuvor gehört hatte:

    Friaul-Julisch Venetien.

    Geht das nicht runter wie Öl?

    Friaul-Julisch Venetien.

    So klangvoll, so eingängig, so kurz und knapp. Ein absolut behämmerter Name für eine Region. Aber was soll's. Flo und Tina begleiten uns auch noch zwei Tage, also was soll schief gehen.

    Wir machen einen Ausflug nach Civiale di Frioli, ein netter Ort mit einem echten Highlight: die Engelsbrücke. Sie erstreckt sich über eine ziemlich tiefe Schlucht (in Relation zum Ort) und sieht einfach malerisch aus. Nachdem unsere Kinder sie überquert haben, wird sie von den Ortsansässigen in Teufelsbrücke umbenannt. Klingt eh besser.

    Nach der Sightseeingtour essen wir wirklich vooooooorzüglich in einer Trattoria, die eine wunderschöne Terrasse hat, von welcher aus man einen fantastischen Blick auf die (jetzt) Teufelsbrücke hat. Es regnet und wir essen drinnen. War dennoch schön und saugut. Es gibt Spezialitäten aus der Region.

    Am Nachmittag vereinbaren wir mit unserem Host (wir übernachten auf einem Weingut) ein Winetasting. Er muss kurz nochmal weg, danach soll es direkt losgehen. Zwei Stunden später starten wir. Stolze neun Weine werden verköstigt, die sehr köstlich schmecken und uns rapide den Verstand kosten und uns folglich mehrere hundert Euros kosten. Fröhlich unnüchtern und ernüchternd ärmer laufen wir dann noch, auf Empfehlung des Winzers, zu einer weiteren Trattoria und essen beschwipst zu Abend.

    Ein erfolgreicher Tag.
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  • Il fine a Udine

    29. juli 2025, Italien ⋅ ⛅ 24 °C

    Micky ist heute total erschöpft (ob das Winetasting mit den neun Weinen von gestern Abend damit zu tun hat?) und kann sich zu nichts aufraffen. Ich auch nicht, aber bevor wir uns hier in der kleinen Wohnung alle zerfleischen, denke ich mir, wäre ein Ausflug wohl ganz cool — zumal das Wetter heute wunderbar ist.

    Ich packe also die Kinder ein und fahre mit ihnen nach Udine, der größten Stadt der Region Friaul-Julisch Venetien (was für ein absolut beknackter Mistname für eine Region). Ehrlich gesagt erwarte ich mir nicht so viel davon und möchte eher Micky die Kinder abnehmen und irgendwo gemütlich ein Bierchen trinken 😁, aber alter Schwede: die Innenstadt von Udine ... Echt sehr nice!

    Die Kinder sind während des Ausflugs total lieb und schauen sich alles schön mit an. Wir drei genießen die Fußgängerzone, die recht groß ist, schön anzusehen ist, und in der vor allem keine Autos fahren. Was vielleicht logisch und selbsterklärend klingt, ist in Italien leider wirklich eine Seltenheit. Ich liebe Italien, aber hier fahren wirklich sonst ÜBERALL und AUSNAHMSLOS Autos, Bikes und Roller. Das war wirklich sehr angenehm, die Kids auch mal unbesorgt laufen lassen zu können!

    An einer schönen Piazza lassen wir uns nieder und schlemmen zu dritt eine Antipasti Platte mit San Daniele Schinken (Spezialität der Region mit dem Scheißnamen), Mortadella, Salami und Käse. Echt lecker, dazu gutes italienisches Bier 🍻 Mona wickelt ihre Grissini mit den Salumi ein. Clever!

    Nach dem Mittagessen spielen die Kinder noch in einem stillgelegten und ausgepumpten Brunnen, das finden sie supercool. Dann geht es noch einmal hoch auf den Hügel mit dem Castello oben drauf und wieder runter und zurück zum Auto.

    Als wir wieder heimfahren (zuvor besorgen wir im größten Einkaufszentrum der Welt noch Sushi to go) sagt Mona sogar von ganz von selbst: "das war ein richtig schöner Ausflug". Mein Herz ging auf. Wenn ich da gewusst hätte, dass beide Kinder Zuhause komplett (!) ausrasten sollten ...

    Naja, Momente genießen und so.
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  • Terrorfahrt der schlimmsten Art

    31. juli 2025, Italien ⋅ 🌙 18 °C

    Heute findet unsere wundervolle Reise ein jähes Ende. Elf — ja, elf — Stunden für lächerliche 600 km. Das sagt alles. Staus, Geschwindigkeitsbegrenzungen, gelangweilt schreiende Kinder, die alle 20 Minuten aufs Klo müssen, alles zum Kotzen. Zudem begrüßt uns Deutschland erstmal mit einem Monsunregen der obersten Güteklasse, was den Verkehr (zurecht) abermals auf 40 km/h abbremst. Was für ein Scheißtag.

    Der Vorteil einer solchen Reise: wider Erwarten freut man sich, endlich zuhause zu sein 😂😂😂

    Bis zur nächsten Reise.
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    Slut på rejsen
    31. juli 2025