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  • Day8

    Auf der Suche nach den Trollen.

    August 3, 2019 in Sweden ⋅ ⛅ 12 °C

    Was soll ich sagen, auch heute morgen blieb es trocken und die Sonne blitze raus. Jedoch waren ab und an auch mal ein paar Wolken dabei. Wir frühstückten erstmal in Ruhe, eher wir unsere Wasservorräte nochmal auffüllten und dann starteten. Vorher legte Kalli aber noch ein Ei, das sich gewaschen hatte und er mal wieder komplett geduscht werden musste 😄. Wir stockten unsere Vorräte noch einmal auf und machten uns auf den Weg Richtung Hurtiksval. Die Fahrt dahin begann mit Wald, Wald, WALD...soviel Wald und ewige Kilometer gar Nichts, so krass hatten wir es bisher noch nicht. Wir machten Rast an einem, wo auch sonst...riesigen See. Der war so groß, dass er auf unserer Landkarte nicht mal eingezeichnet war. Klar...wer mit riesen Seen wie 🇸🇪 um sich werfen kann, der schenkt so einem Geißeltalsee natürlich keinerlei Beachtung. Generell scheint es fast so, dass Grundstücke die keinen See in der Nähe haben, sicher teurer sind, da weit seltener 😁. Auf jeden Fall schmeckte es und wie es sich für Schweden gehört, aßen wir Knäckebrot. Aber nicht das Standardzeug, sonder das Gute 😄. Zwei Orte von unserem letzten Campingplatz entfernt, ist das Hauptwerk der bedeutendsten Knäckebäckerei - Leksund. Es ging weiter durch...naaaa...klar...WALD. Nach einem ordentlichen Schotterweg, welcher als normale Landstraße ausgezeichnet war, änderte sich die Landschaft deutlich. Auf einem hatte man das Gefühl durch die Oberlausitz zu fahren, mit ihren sanften Hügeln und Wäldern - nur eben hier mit deutlich mehr Seen 😁. Bald erreichten wir Hurtiksval und bogen auf einen kleinen Geheimtipp ab, der Kustenvagen (Küstenstraße). Diese ist Landschaftlich wesentlich reizvoller als die Bundesstraßen und führt durch Wald, einsame Strände und hübsche kleine Fischerdörfer. Wir sind somit am Bottnischen Meeresbusen angekommen 😊. Unsere Nachmittagspause bestand aus einer kleinen Wanderung durch einen bizarren Wald / Steinwald mit herrlichem Blick auf das Meer. Da es nach einer Weile zu Regnen anfing und wir langsam genug vom fahren hatten, wollten wir nach einem Stellplatz suchen. Durch Zufall war 300m von uns entfernt, ein gratis Campingplatz, direkt am Meer. Wir waren zwar nicht allein, aber wir hatten einen super Platz, ein Klo und ein spitzen Fischrestaurant in unmittelbarer Nähe. Wir präparierten also unseren Pavel, bauten die provisorische Regenplane an den Bus, zogen uns an und marschierten los zum Restaurant. Hier aßen wir wahrscheinlich die bisher beste Fischplatte unseres Lebens, absolute Spitzenklasse - Strömmling, Lachs, Shrimps gaben sich die Ehre. Auf dem Rückweg bogen wir noch einmal in einen kleinen Weg, direkt in den Wald ein. Auf jeden Fall Fall wissen wir jetzt, warum es hier soviel Trollgeschichten gibt, einen grusligeren Wald kann man sich kaum vorstellen, aber auf jeden Fall hat er einen ziemlichen Reiz, so dass wir weiter gingen. Ach ja...wenn ich sagte dass die 🇸🇪 mit Seen nur so um sich schmeißen, dann gibt es noch etwas, was das toppt - Blaubeeren. Die wachsen hier wirklich schlimmer als Unkraut, aber lecker sind sie auf jeden Fall 😊. Jedenfalls endete unserer Waldweg direkt am Strand. Wir kämpften uns dann noch durch Geröllfelder und einen Teil des Waldes, weil der Weg weg war, aber kamen wieder gut am Bus an. Arne verschwand wieder in seinem Bett und wir tranken unter unserer Plane noch einen kleinen Tropfen Wein - es fing nämlich wieder zu Regnen an 😉. Danach war es auch für uns soweit und wir verkrochen uns wie jede Nacht, in unseren Pavel 😊.Read more