Richtungswechsel
June 18 in Norway ⋅ ☁️ 12 °C
Von unseren bisherigen Norwegen-Reisen haben wir schon einige Learnings mitgenommen. Zum Beispiel:
Regel Nr. 1
Pläne schmieden ist möglich, aber sinnlos. Es sei denn, man möchte dem Wettergott mal wieder Grund zum Lachen geben. Zum Auslachen. Laut und herzlich...
Regel Nr. 2
Immer der Sonne hinterher! Es lohnt (meist) nicht, tagelang an einem Ort zu verharren und auf bessere Bedingungen für DIE eine Tour zu warten. Zumindest nicht, wenn man eher begrenzte Urlaubszeit zur Verfügung hat.
Heute greifen mal wieder Regel Nr. 1 UND 2.
Am liebsten würden wir ja noch in Åndalsnes bleiben. Ein Klettersteig und eine Gratüberschreitung warten auf uns. Nur...Es regnet. Es ist grau. Und es bleibt wohl die nächste Zeit auch so.
Tja...🤷🏼♀️Seufzend öffnen wir also die Wetter-App. Gucken nach den nächsten Nicht-Regenecken...und landen so spontan im Landesinneren im Dovrefjell.
Hier soll es erst abends etwas ungemütlich werden. Eine kleine Tour ist also drin! ☺️ Schon 2024 haben wir im Dovrefjell einige zottelige Moschusochsen besucht. Es ist der einzige Ort in Europa, in dem das möglich ist.
Auf der Aussichtsplattform Snøhetta kann man dann den höchsten gleichnamigen Gipfel und mit etwas Glück weitere Exemplare dieser gemütlichen Ganzkörper-Dreadlocks entdecken.
Und wir haben Glück. Erst laufen wir die 1,5km zum Viewpoint mit viel Gegenwind hoch und...die Sonne kommt raus. Super!🥳⛅
Danach werden wir von einem netten Nationalpark Ranger gleich bei Ankunft im Viewpoint auf herum streunende Moschusochsen aufmerksam gemacht.
Sie sind ewig weit weg, ca. 4-7 km. Selbst durch das Fernglas sehen wir nur kleine braune Punkte, die sich äußerst langsam durch die Landschaft fräsen. Wäre der Ranger nicht, könnte man auch am eigenen Verstand zweifeln und die Punkte für komisch hyperaktive Sträucher halten. Ein Blick - wieder hat sich was 50 cm nach rechts bewegt...🤔
Aber für uns gilt das als Sichtung. Es sind insgesamt 7-8 Tiere. Cool!
Zufrieden kehren wir zurück zum Auto. Die Sonne scheint immer mehr - keine Spur vom angekündigten Regen. Die Gelegenheit wird also beim Schopfe gepackt und noch eine kleine Feierabendrunde durch das Naturschutzgebiet Fokstumyra ran gehangen.
Laut Wanderführer befindet sich hier "das berühmteste Moor Norwegens", welches bei Vogelbeobachtern sogar international bekannt sein soll. Und tatsächlich hören wir auf der Runde viel Gezwitscher. Genauso tatsächlich kommen uns einige Leute mit Feuerlöscher-großen Objektiven auf der Schulter entgegen. 😯
Aber sehen...tun wir selbst nicht wirklich was. Gerade mal 4 Vögel haben sich uns gezeigt. Egal.
Insgesamt ist es ein Tag, mal wieder anders als vermutet, aber nicht minder schön.☺️Read more


























Traveler
Krass
Traveler
Die verschmelzen mit der Umgebung würde ich sagen….
TravelerAuf jeden Fall, sehr gut getarnt...☺️