Nordlandfieber
June 4 in Germany ⋅ 🌧 16 °C
Wir sind ja absolute Sommerkinder. Am liebsten springen wir bei Sonnenschein und muckeligen Temperaturen durch die Welt.
Logischerweise heißt unser nächstes Reiseziel also... Norwegen! 😅
Bereits zum 4. Mal zieht es uns nun in den hohen Norden. Wetterumschwünge im Minutentakt, tagelanger Dauerregen mit halb weg geschwommenem Zelt, 10 Grad Anfang Juli... alles schon gehabt. Und definitiv NICHT gemocht.
Aber leider, leider...hat uns wohl doch das berüchtigte Nordlandfieber gepackt. Dessen Existenz habe ich ja lange milde belächelt. Bis ich mich plötzlich immer wieder beim Routen und Reisepunkte austüfteln auf Google Maps erwischt habe. Ups!
Einziges Heilmittel dagegen scheint zu sein: Regensachen einpacken und wieder kommen.🤷🏼♀️
Ergo schippern wir von Rostock aus mit der Nachtfähre nach Schweden und von dort für 3 Wochen durch Süd- und Mittelnorwegen. Immer spontan und der Sonne hinterher.
Wenn alles klappt, erwarten uns:
Absurd schöne und vielfältige Landschaften. Noch mehr Natur. Fast 24/7 Tageslicht. Unendlich viele tolle Wanderungen. Gute Infrastruktur. Eine sehr entspannte Mentalität. Und nicht zu vergessen: Leckerste Zimtschnecken...😋😏
Damit bleibt zu sagen -
Hello again, Norwegen! Hei igjen, Norge!
🤗🇸🇯🥰Read more
A long way north
June 5 in Sweden ⋅ ⛅ 14 °C
Nach einer äußerst kurzen Nacht werden wir um 4:30 Uhr geweckt. Um 5:00 Uhr ist die Kabine frei zu machen für die Reinigung.
Dafür kommen wir pünktlich schon um 5:30 Uhr in Trelleborg, Schweden an. Ein laaanger Reisetag steht bevor.
Die Zahlen des heutigen Tages lauten:
- 4,5 Stunden Schlaf 🥱
- 800 km Strecke
- insgesamt 11 Stunden im Auto
- Mind. 3 Powernaps auf dem Beifahrersitz
- 2 Zimtschnecken
In der schwedischen Stadt Falkenberg legen wir noch einen Shopping-Stopp bei Engelsons ein. Ein großes Outdoor Geschäft mit super Preis-Leistung Verhältnis und guter Qualität.
Die Fleecejacke, die ich vor ein paar Jahren hier günstig geschossen habe, ist immer noch kuschelig und sitzt wie eine 1. Und auch heute komme ich aus dem eigenen Outlet mit einer mehrfach reduzierten Daunenjacke raus (46€). Top - da kann die Sommer-Kaltfront ja kommen! (Oder besser auch nicht🤭).
Weiterer Tipp: Die "Drivstoffappen". Zeigt alle Tankstellen in Skandinavien an, mit Preisspanne der zuletzt gemeldeten Preise. Dadurch konnten wir kurz hinter der norwegischen Grenze für 1,66€ statt knapp 1,90€ tanken.
Bedeutet: Mehr Platz im Budget für Kanelboller und Co. Yay!😁
Die kurze Nacht macht sich schnell bemerkbar. Wir müssen viel häufiger eine Pause und Fahrerwechsel machen als sonst.
So kommen wir ziemlich fix und foxy spätnachmittags im Hemsedal an und fallen entsprechend relativ früh ins Bett.
God Natt!🥱😴Read more

TravelerOh cool, Hemsedal hat auch einen tollen "Natur-Campingplatz". Da waren wir vor einigen Jahren auch 🤩

TravelerCool! 😃 Den haben wir bisher noch gar nicht richtig entdeckt, wird aber gleich mal auf der Google Maps Liste abgespeichert 😁😉

TravelerHeisst Hemsedal Fjellcamp - Wir fanden es sehr nett dort, waren damals aber auch alleine 😀
Somewhere over the...waterfall
June 6 in Norway ⋅ ☁️ 12 °C
Schon gestern ist uns der riesige Wasserfall aufgefallen, der uns bei der Einfahrt ins Hemsedal begrüßt hat.
"WOW. Erinnert ja fast schon ein wenig an Yosemite!", meint Christian angetan.
Stimmt, finde ich. Sehr ästhetisch wirft sich der Hydnefossen über eine glatt geschliffene, hunderte Meter hohe Bergkante und verteilt sich in voller Pracht über den Fels.
Wenn etwas von unten schon soviel Eindruck schindet, wie muss es da bloß von oben sein?
Wir finden es heraus. Natürlich auf einer Wanderung. 😃🥾
Diese ist allerdings nicht ganz ohne, denn zunächst müssen wir uns mit den vielen und oft steilen Schneefeldern anlegen, die frecherweise noch den Weg verstecken.
Das Hemsedal ist ein beliebtes wie schneesicheres Wintersportgebiet. Oft bis in den Mai hinein kann man hier über die Pisten jagen. Merkt man auch.
Stoisch arbeiten wir uns also querfeldein um den Schnee herum, bis wir irgendwann zum Glück auf freieres Gelände treffen. Und auf den Hydnefossen von oben.
Von hier aus sieht er eigentlich relativ zahm aus, wie er so milde vor sich her plätschert... Aber das täuscht. 100 Meter weiter vereint er sich mit anderen Zuflüssen und rauscht dann mit geballter Kraft Richtung Fallkante. Uiui.🫣 Da will man kein zu klein geratener Kieselstein sein...
Zudem führt der Fluss so viel Wasser, dass man ihn nur zur Hälfte auf den vorgesehenen Trittsteinen überqueren kann. Der Rest ist abgetaucht, sodass wir unverhofft eine kleine Kneippkur einlegen müssen. Das Wasser ist zum Glück weniger eisig als vermutet...
Mit erfrischten Füßen erreichen wir bald den Gipfel. Das Veslehorn bietet einen abwechslungsreichen Rundumblick auf das gesamte Hemsedal und das Fjell; mit Flussschleifen, Bergseen und schneebedeckten Horizonten. Ein fantastischer Anblick, den wir natürlich sofort mit frischen Zimtschnecken feiern müssen.🥳😋
Sehr happy über diese gelungene erste Bergtour geht es um einiges schneller auf dem gleichen Weg zurück.
So lässt sich sagen: Am Ende dieses Wasserfalls wartet vielleicht kein Topf voll Gold (es sei denn, ein 🌈 kommt vorbei und will auch den Fluss queren...?🤔)
dafür aber Ruhe und unglaublich schöne Natur.
Und das... ist ja auch sehr wertvoll.☺️👍🏼
Die heutigen Zahlen:
7 km Wanderung
380 Hm
ca. 3 Liter Schnee im Schuh
4x kalte Füße und
2 inhalierte ZimtschneckenRead more
Via Ferrata Hemsedal
June 7 in Norway ⋅ ⛅ 12 °C
Heute versuchen wir uns an unserem ersten Klettersteig in diesem Jahr. Anders als in den Alpen sind diese in Norwegen oft kostenpflichtig. Für 18€/Person tun wir uns den Spaß aber doch mal an. (Mit Guide und geliehener Ausrüstung käme man gleich auf knapp 100€/Nase).
Es gibt zwei verschiedene Routen, wir nehmen die moderate Variante. Wobei "moderat" in Norwegen ja immer anders ausgelegt werden kann... Auch hier merken wir schnell:
Fast keine künstlichen Tritthilfen, teils glitschiger Fels, einige gut ausgesetzte Stellen und das Stahlseil ist ziemlich locker gespannt und drängt manchmal leicht von der Wand ab. Für eine Route mit Grad B/C (mehrere kurze Stellen C) finden wir sie recht ordentlich. Könnte aber auch noch an unserem derzeitigen Fitness Level liegen.😅🙈 Gesundheitlich bedingt war zuletzt kein Sport drin.
Neben einem Klettersteig kann man an diesem Berg übrigens auch übernachten. Direkt an der Wand kleben Zelte, die man für ein außergewöhnliches "Glamping"- Erlebnis preisintensiv buchen könnte. Hin führt ein steiler Weg, Dinner und Frühstück werden über eine Seilwinde nach oben gezogen. Toilette....keine Ahnung?!
Unterwegs treffen wir zwei Frauen aus Oslo, die tatsächlich in so einem Zelt geschlafen haben. Sie waren sehr begeistert. Aber es waren auch gute Bedingungen, ohne Regen und vor allem: ohne Wind... Stelle mir direkt vor, wie das Dinner beim Hochziehen vor der Nase weg fliegen würde und so eine halbe Brathähnchen-Keule im großen Bogen an das Nachbarszelt klatscht... Nun ja. Uns reicht, nur an den Zelten vorbei zu klettern. Erstmal.🙃
Heute hatte ich zudem ein kleines Erfolgserlebnis. Habe ein paar Sätze und Worte meines dilettantischen Duolingo-Norwegisch auf die beiden Frauen los gelassen und...sie haben mich gut verstanden! Und sogar überrascht gemeint, dass meine Aussprache - Zitat: "perfekt" sei.
Kaum zu glauben, aber cool!🥳🥳🥳
Immerhin in Oslo würde ich also klar kommen, solange ich mich immer an die selben Sätze halte...😉
Spätestens der nächste Bäckerbesuch holt mich aber schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Mit neuem Selbstbewusstsein gehe ich optimistisch rein, bestelle freundlich auf norwegisch unsere daily Zimtschnecke und...der Angestellte wechselt sofort ebenso freundlich ins Englische. Und bleibt auch dabei. Tja...🤷🏼♀️🤭
Ich werde es wohl einfach immer weiter probieren.
Aber erstmal...packen wir schnell die Beute außer Reichweite, wir haben noch einen kleinen Abstecher geplant.
Zahlen heute:
7 km Klettersteig + Wanderung
2 Blasen an den Fingern
4 gesprochene Sätze norwegisch
1 Paar nasse Schuhe
Und...nicht zu vergessen:
2 ZimtschneckenRead more
Rjukandefossen
June 7 in Norway ⋅ ☁️ 14 °C
Hach ja, Norwegen - das Land der Wasserfälle.
Wir haben nun schon so viele gesehen, dass wir aus den Fotos locker eine vierstündige Dia-Show basteln könnten. In schwarz-weiß, so als Pseudo-Kunstprojekt (Interessierte können sich gerne melden 😁😜)
Und doch gibt es sie immer noch - Wasserfälle, die uns einfach nur zum Staunen bringen. Um nicht zu sagen: "fossungslos" zurück lassen.
Das Hemsedal hat gleich zwei, die das schaffen: Neben Hydnefossen nun auch der Rjukandefossen.🤩🥰
Anbei daher ein Fotospam...der keine 4 Stunden dauert. Versprochen.😉Read more
Karisetberget
June 8 in Norway ⋅ ☁️ 11 °C
Eine große Regenfront streckt sich über gesamt Süd- und Mittelnorwegen. Und wie es scheint, ist sie gekommen, um zu bleiben.
Ist uns ja so gar nicht geheuer. 🧐😕
Wir beschließen daher, vor ihr zu flüchten. Zunächst immer Richtung Norden. Vorher verabschieden wir uns vom Hemsedal aber noch mit einer kleinen Tour.
Der Haken: Die Anfahrtsstraße ist ein Mautweg und wünscht zackige 110 NOK für die Befahrung.
10€, für eine 1,5 Std. Wanderung? 🫣
Hm....Nööö. Nachher holt uns doch noch unterwegs der Regen ein, da würden wir uns über das Geld ärgern.
Kurzerhand wird das Handy gezückt, die
Hemsedal App geöffnet und nach einer Alternative geschaut. Wir werden zum Glück schnell fündig. Der Karisetberget liegt gleich um die Ecke, gehört zu den "Top 20" Touren des Hemsedals und soll ebenfalls in 1,5 Stunden locker machbar sein.
Also los. Über Wurzeln und einen felsigen Grat geht es schnell nach oben.
Und die Tour ist ein Volltreffer. Wir können nochmal fast alle Punkte der letzten beiden Tage überblicken und den Rjukandefossen von oben bewundern. Sogar ein paar Sonnenstrahlen kämpfen sich kurz durch. Schön! ☀️😀
Nach knapp über 1 Stunde sind wir dann auch schon wieder zurück am Auto.
Die gewonnene Zeit und das gesparte Mautgeld werden direkt in die Bäckerei investiert, und mit einer Hemsedal-Gedenkzimtschnecke verlassen wir schließlich die Gegend.
Es war sehr schön hier!Read more
Roadtrippin'
June 8 in Norway ⋅ ☁️ 10 °C
Die Norwegische Landschaftsroute über die Valdresflye verläuft auf 49 km durch das Fjell und ist eine unserer Lieblingsstrecken.
Es ist die zweithöchste Passstraße Norwegens, geöffnet von ca. Anfang April bis Mitte November. Verschiedene Wanderungen locken, zum Beispiel der berühmte Besseggengrat.
Unser Highlight bisher waren jedoch die riesigen Rentierherden, die wir hier vor einigen Jahren ganz in Ruhe beobachten konnten.
Heute entdecken wir sie leider nicht - vermutlich haben sie sich in schneeärmere Ecken zurück gezogen.
Ein Grund mehr, später nochmal her zu kommen...vielleicht.☺️😇🦌Read more

TravelerDer Grat steht bei uns auf dem Programm wir brauchen bis dorthin aber noch ein paar Tage und haben dann hoffentlich bestes Wetter. Um 14:40 Uhr soll es endlich aufhören zu regnen.

TravelerEs wird bestimmt toll sein, wenn ihr da seid. 😀Ein paar Wolken hier und da zaubern aber auch eine schöne Stimmung. Wir hätten sehr gerne den Hulderstigen gemacht, aber das Wetter....vllt ist der ja was für euch. 5 km, 100 hm und lässt sich auch gut mit Fellnase machen. 🐕☺️

TravelerOk danke ich sehe es mir an aber ich war auch der Meinung das der Grat mit Hund machbar ist

TravelerOh na klar, das eine schloss das andere nicht aus. 😀 Wir haben den Grat noch nicht gemacht, können dazu also nichts sagen.😊
Ridderspranget
June 8 in Norway ⋅ ☁️ 14 °C
Kurz vor unserem Tagesziel biegen wir nochmal ab zum Ridderspranget. Die Sjoa zeigt sich hier von ihrer besonders wilden Seite und zwängt sich aufbäumend durch eine enge Klamm. An einer Stelle wirkt es so eng, als wenn man fast über die Schlucht rüber springen könnte.
Natürlich gibt's dazu gleich eine Sage. Irgendein Ritter (na klar!) hat einem anderen Ritter das holde Fräulein (was sonst!) ausgespannt und ist mit ihr hierher galoppiert. Die wütenden Verfolger immer im Nacken. Der Sprung über die Schlucht war dann der Schlüssel zum Erfolg für die Flucht. Daher der Name.
Wir sind genauso beeindruckt wie bei unserem ersten Besuch. Es wird schnell klar, warum auf der Sjoa auch viel Rafting angeboten wird...Hier sollte man aber lieber nur am sicheren Rand stehen bleiben. 🫣
Nach diesem Abstecher geht es zu einem unserer absoluten Lieblingscampingplätze in Norwegen. Der Besitzer Peter und seine Frau Nina betreiben in Randsverk sehr aufopferungsvoll den Platz, ein großes Cafe sowie einen Laden. Jedes Mal, wenn wir hier sind, hat er wieder ein neues Gebäude angebaut oder verbessert.
Peter spricht übrigens perfekt deutsch (Er ist Däne und an der deutsch-dänischen Grenze aufgewachsen) und trotz 24/7 Arbeitstag ist er immer für ein Schwätzchen und ein paar Scherze zu haben. Echt ein cooler Typ!
Wir können den Platz nur wärmstens empfehlen:
https://www.randsverk.no/?ved=2ahUKEwjNsraqh_yU…Read more
Zwischenstopp 🫎👀
June 9 in Norway ⋅ ☁️ 9 °C
Auf unserem Weg nordwärts passieren wir das Dovrefjell. 2024 durften wir hier schon mal ein paar zottige Moschusochsen besuchen. Heute bleibt leider keine Zeit für ein Meet&Greet.
Am Rastplatz Rullesteinen sollen sich dafür überdurchschnittlich oft Elche zu jeder Tages- und Nachtzeit herum treiben. Und viele Vogelarten. Sogar eine Aussichtsplattform wurde extra hergerichtet.
Wir schauen also nach, ob es was zu schauen gibt.
Aber...nix.
Kein Elch zu sehen.
Vögel - Nope.
Nicht mal ein Hund von anderen Rastenden tollt herum. Das einzige Lebewesen, das sich uns zugeneigt zeigt, ist eine Mücke....
Nun ja. Wäre auch zu krass gewesen, irgendwo im Nirgendwo an einem PARKPLATZ plötzlich auf einen Elch zu treffen. Aber in Norwegen weiß man halt nie...😅🤷🏼♀️
So bewundern wir noch kurz die raue Landschaft, dann geht's weiter nordwärts...Read more
Trondheim
Jun 9–11 in Norway ⋅ ⛅ 22 °C
Bei sonnigen 24 Grad erreichen wir die drittgrößte Stadt Norwegens. Unser Plan scheint aufzugehen - statt 2 vollen Regentagen gibt's jetzt nur einen.
Und auch wenn wir Stadt-Muffel es nicht gerne zugeben: In Trondheim abwettern bietet wohl doch mehr Möglichkeiten als irgendwo auf einem abgelegenen Campingplatz.
Zunächst müssen wir uns aber erstmal wieder akklimatisieren: Mehrspurige Fahrbahnen, Kreisverkehre IM Tunnel, Tempolimit von schwindelerregenden 110 km/h... Nach tagelangem gemütlichen Gezockel über ruhige Landstraßen durchaus eine Umstellung.😅
Wir entscheiden, den Nachmittag mit Sightseeing zu verbringen. So weit nördlich waren wir schließlich noch nie!
Los geht's an der Festung Kristiansten etwas außerhalb des Stadtzentrums. Von hier aus bietet sich ein schöner Blick über Trondheim und den Hafen.
Zudem haben wir Glück: Ein WoMo-Fahrer mit Berliner Kennzeichen kommt uns auf dem Parkplatz entgegen und drückt uns Tagestickets für den Nidarosdom in die Hand. "Ick hab jesehen, ihr kommt ja ooch aus Berlin, wa? Hier, brauch ick nich mehr, dann kommt ihr gratis rin. Jute Weiterreise!"
Wir schauen ihm verdutzt hinterher. War das etwa...Ein FREUNDLICHER Berliner? Der uns auch noch -einfach so- was Gutes tun will?
Sachen gibt's...😉😁Aber sehr lieb. 🥰
Schnurstracks geht's also weiter zum besagten Dom, um die Öffnungszeiten noch zu nutzen. Der Nidarosdom ist die größte Kirche Norwegens, Krönungsstätte und sowas wie ein Nationalheiligtum.
Er wurde über dem Grab des Heiligen Olav erbaut – des Wikingerkönigs, der das Christentum nach Norwegen brachte (übrigens nicht sehr einvernehmlich; alle anderen Religionen wurden streng verboten).
Was als kleine Holzkapelle im Jahr 1030 begann, wurde in den folgenden Jahrhunderten immer wieder erweitert, durch Brände und Konflikte zerstört, zusammen geflickt und schließlich im 20. Jahrhundert in seiner heutigen Form wiederhergestellt.
Es ist ein unglaublich beeindruckendes Gebäude - innen wie außen. Wir schießen unzählige Fotos und vergessen darüber ein wenig die Zeit.
Danach laufen wir noch durch die Altstadt und zu den farbenfrohen Speicherhäusern am Kanal. Trondheim ist eine Studentenstadt, und das merkt man auch. Es gibt viele süße Cafés, Restaurants und überall Studi-Rabatte. Ständig düsen junge Menschen auf ihren Fahrrädern an uns vorbei und es herrscht grundsätzlich ein entspannter, weltoffener Vibe. Gefällt!
Vorher hatte ich ja so gar kein Bild von dieser Stadt. Jetzt habe ich auf jeden Fall ein sehr buntes. 😀
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Der Regentag selbst verläuft übrigens pragmatisch-praktisch. Wäsche waschen, Duschen, durch mehrere Supermärkte wühlen...unspektakulär. Und kaum haben wir alles erledigt, hört auch der Regen auf. Super !👍🏼🙌🏼Read more
Brotzeit
June 11 in Norway ⋅ ☁️ 9 °C
Wir geben es zu.
Wir haben einen kleinen Brotfetisch.
Egal wo wir auf Reisen sind, immer muss zuerst geschaut werden, wo es annehmbare Backwaren gibt. Mit Sauerteig, ordentlicher Kruste und so.
Was in anderen Ländern fast schon als kulinarische Barbarei beäugt wird, ist für uns mitunter der perfekte Tagesabschluss:
Eine Scheibe Käse auf den Kanten klatschen, inbrünstig drauf rum gnatschen, und... die Welt ist irgendwie in Ordnung. 🤷🏼♀️😅
Entsprechend viele "Brot-Hotspots" wurden bereits weltweit auf meinen Google Maps-Listen angepinnt. In Skandinavien kommt natürlich noch die Kategorie "Zimtschneckigkeit" dazu. 😁😉
Die Bäckerei Sprø im Städtchen Oppdal hat diesbezüglich eine ganz besonders große Markierung erhalten.
Hier waren wir schon mehrmals und haben so einige norwegische Kronen in unverschämt leckeres Walnussbrot und Kardamomschnecken versenkt.
Die Zimtschnecken genießen sogar den Ruf, zu den besten des Landes zu gehören!
Hier gefällt mir aber ausnahmsweise die Kardamom-Variante besser.
Früh dran sein lohnt sich dabei, denn mittags ist oft schon so gut wie alles ausverkauft.
Wie gut für uns, dass wir innerhalb weniger Tage gleich 2x hier vorbei kommen... 😀😇
Mit duftendem Brotbeutel auf der Rücksitzbank geht es also weiter. Und wenn etwas so präsent auf Reisen ist, hat es einen eigenen Footprint verdient, finde ich. 🍞🥖🥐🥨🥪Read more
Ut på tur, aldri sur
June 11 in Norway ⋅ ⛅ 7 °C
Ein norwegisches Sprichwort besagt:
"Draußen auf Tour, bist du niemals sauer".
Stelle heute fest: Sag niemals nie.
Denn meine Beine sind gerade seeehr sauer. Und ich kann es ihnen nicht mal verdenken.
Seit Stunden kämpfen wir uns nun schon Höhenmeter um Höhenmeter äußerst schräge Hänge hoch. Immer wenn wir denken, noch steiler geht's nicht mehr, dann legt Norwegens Bergwelt gnädig lächelnd noch eine Schippe obendrauf. Uff....🥵
Unser Ziel dabei: Der Ekkertinden.
Aufstieg: Insgesamt 1.000 Hm.
Anspruch: "Challenging". Laut norwegischer Einstufung, was übrigens noch nicht die schwerste Stufe ist.
Und trotzdem, das will was heißen!
Norweger sind nämlich einfach aus einem anderen Holz geschnitzt. Was hier noch als mittelschwer gilt, wäre in den Alpen schon längst ein schwarzer Weg.
Das merken wir auch, als uns eine Gruppe aus Trondheim einholt. In einem vergleichsweise irren Tempo spurten sie an uns vorbei. Wir mit unseren flachland-verweichten Körpern können ihnen da nur staunend hinterher blicken.
"Keine Sorge...der schwerste Teil ist geschafft! Ab jetzt wird's besser", ruft uns einer von ihnen noch freundlich zu.
Echt....? Cool, na wenn das so ist...Dann gehen wir mal weiter!
Es stellt sich heraus: Nix da. Es bleibt konsequent weiter MINDESTENS genauso steil.
Wie gesagt: Diese Norweger...
Wir sind inzwischen in einem derartigen 🐌-Tempo unterwegs, dass wir uns die Zeit mit Fotos knipsen vertreiben. Von den ganzen Blumen. Im Vorbeischleichen.
Ob wir es so wohl noch vor dem Wintereinbruch hoch schaffen....? Ich bezweifle es langsam.🤔🫣
Irgendwann werde ich von meinem liebsten Ehemann aus meinen tiefgründigen Gedanken gerissen.
"Merkst du was?"
"Ich merk schon lange nix mehr!"🥴
"Aber...es ist nicht mehr so steil!"
Öhm....Oh. Stimmt!
Plötzlich stehen wir auf eingeflachtem Terrain. Das kann nur eines bedeuten: Wir sind gleich da! Die letzten 50 Höhenmeter wird also nochmal ruckelnd der Turbo gezündet, und "schoon".... stehen wir am Ekkertinden.
Der große (und unbekannte) Bruder vom Preikestolen. Eine Felskanzel, 1.189 Meter hoch. Entsprechend schwindelerregend sind auch die Tiefblicke. So ganz ran an die Kante trauen wir uns nicht.
Wir haben diesen eindrucksvollen Ort und die Aussichten ganz für uns alleine. Und dann tritt etwas ein, was ich schon gut kenne: Die Gipfel-Demenz.
Schmerzende Beine, bescheidene Anstiege, verwachsende Wege...War was?
Kaum stehen wir oben, ist alles sofort vergessen.🤔🤭
Vor 30 Minuten habe ich noch kreativ das Alphabet hoch und runter geflucht, jetzt wird mit leuchtenden Äuglein die "Lunsj"-Box geleert und fröhlich vor sich her gesummt:
"Ut på tur, aldri sur!"🎵🎶
Denn am Berg kann man wirklich nicht sauer sein. Zumindest...wenn man endlich oben ist.🙂↕️😅🥹Read more
Innerdalen
June 12 in Norway ⋅ ☁️ 12 °C
Nach dem fiesen Aufstieg gestern versuchen wir die Beine etwas zu besänftigen. Die Wanderung der Wahl führt daher unschwer über einen Forst- und Schotterweg ins Innerdalen.
Dieses wurde 1967 als erstes Naturschutzgebiet des Landes eingerichtet und gilt sogar als das "schönste Tal Norwegens".
Schwer vorstellbar, bei den Ecken, die wir schon sehen durften. Und derart groß angekündigte Superlative wecken bei mir ja schnell eine kleine Portion Skepsis. Also stiefeln wir mit gedämpften Erwartungen los.
ABER...
...je tiefer wir in die Landschaft eintauchen, desto größer werden unsere Augen. Und die Kamera weiß gar nicht, wie ihr geschieht, so wild wird plötzlich drauf los geknipst.
Denn rechts präsentieren sich eindrucksvoll Gletscher und Wasserfälle. Und vor uns verbinden sich Seen, leuchtend blühende Wiesen und schneebedeckte Gipfel zu einer solch malerischen Szenerie, dass sie selbst Bob Ross vor Ehrfurcht den Pinsel aus der Hand gezogen hätten.
Es sieht aus wie im Märchen. Fast schon erwarten wir, dass aus den Hütten mit ihren grasbewachsenen Dächern gleich kleine Trolle heraus purzeln.
Stattdessen gehen mit einem Ruck die Fensterläden auf und Kissen werden aufgeschüttelt - die Hütten stehen kurz vor der Saisonöffnung. In ein paar Tagen kann man hier dann übernachten oder sich eine leckere Waffel einverleiben.
Wir verleiben uns erstmal nur die Eindrücke ein. Gerade der Innerdalstårnet hat es mir ja angetan. Er sieht aus wie die norwegische Antwort auf den Zuckerhut. Die Besteigung ist allerdings sehr anspruchsvoll...und damit wohl eher was fürs nächste Leben. 🤷🏼♀️😅
Sehr beeindruckt machen wir uns bald auf den Rückweg.
Ob es jetzt wirklich DAS schönste Tal Norwegens ist, vermögen wir nicht zu sagen. Aber es kommt auf jeden Fall in unsere persönlichen Top 3. 👏🏼👏🏼👏🏼Read more

TravelerJa, leider sehr anspruchsvoll, Helm und Kletter Erfahrung sind erforderlich 😊
Watching waterfalls
June 12 in Norway ⋅ ☁️ 9 °C
Auch wenn Norwegen gefühlt zig Trillionen Wasserfälle hat: Die von Åmotan sind schon etwas Besonderes. Gleich 3 Stück stürzen in erwanderbarer Nähe zueinander in eine Schlucht hinein. Und in der Mitte dieses (be)rauschenden Kessels liegt... unsere Unterkunft.
Ein Juwel auf Airbnb. Schon vor 2 Jahren waren wir hier und ich habe mich schockverliebt. Die Wohnung befindet sich in einem historischen Gebäude von 1799, mit 1,90m Deckenhöhe und sehr heimelig eingerichtet. Hier fühlt man sich sofort in eine andere Welt katapultiert. Das Highlight aber: Direkt aus dem Fenster kann man 2 der 3 Wasserfälle erblicken! 😍
Wir begreifen es als Wink des Schicksals, dass diese sehr beliebte Unterkunft genau für zwei Nächte verfügbar ist...
Das Zelt bleibt also weiter im Auto, und wir kehren zurück in eine bekannte, lieb gewonnene Ecke.
Auch diesmal bin ich sehr begeistert. Nichts hat sich verändert und ich könnte wieder ewig den Wasserfall aus dem Fenster beobachten. Und damit steht fest: Es wird -von uns aus- nicht der letzte Besuch bleiben...Read more
I Annas Fotspor
June 13 in Norway ⋅ ☁️ 13 °C
Ein Sprichwort besagt:
"Gehe hundert Schritte in den Schuhen eines anderen, wenn du ihn verstehen willst."
Was sich auch sonst im Leben bewährt, trifft ganz gut auf unsere heutige Tour zu. Wir ziehen uns die Schuhe von Leuchtturmwärterin Anna an und wandeln ein Stück auf ihren Spuren.
Annas Schuhe sind dabei schon sehr alt, über 100 Jahre. Und vermutlich ziemlich ärmlich und abgenutzt. Sehr beschwerlich zum Laufen auf jeden Fall. Und auch ihre Besitzerin hatte wahrlich kein leichtes Leben:
Früh verwitwet übernahm sie mehr aus der Not heraus in den 1910er Jahren bis 1940 die Pflichten ihres verstorbenen Gatten. Abgeschieden und jedem Wetter ausgesetzt kümmerte sie sich fortan um den Leuchtturm.
Und um 7 Kinder, das jüngste 4 Jahre alt.
Um den Hof mit Kühen, Schafen und Schweinen...
...und auch so verdiente sie noch Geld durch andere Tätigkeiten hinzu. Irgendwie muss man den fehlenden Besuch auf der kleinen Landzunge ja kompensieren... 😳
Damit es da bloß nicht zu langweilig wird, gestaltete sich ihr Weg in die Stadt und der Schulweg der Kinder ziemlich aufregend. Um nicht zu sagen: gefährlich.
Davon können sich Wanderer wie wir nun selbst ein Bild machen. Der Seniorenverband des örtlichen DNT hat den historischen Küstensteig mit Kettensicherungen und kleinen Aufstiegshilfen gangbar gemacht.
Wir müssen eng auf dünnen Felskanten entlang balancieren, direkt unter uns das rauschende Meer.
Uns über Steinblöcke hüpfend einen Weg suchen. Oder auch gleich über selbige rüber klettern. Das Ganze halt auf mehreren Kilometern.
Für uns ist es eine unterhaltsame Angelegenheit. Aber beim Gedanken daran, wie hier Anna und ihre Kinder fast täglich bei Sturm oder Eis und ohne Absicherung entlang laufen mussten, wird uns trotzdem ganz anders. Was für ein hartes Leben sie doch hatten! Und wie glücklich wir uns schätzen können, in heutigen Zeiten mit Wohlstand, Frieden (und sicheren Schulwegen) aufgewachsen zu sein.
Annas Karriere als Leuchtturmwärterin endete übrigens mit der deutschen Besatzung im Jahr 1940. Zuletzt ließ sie sich im Stadtteil Draget nieder, wo ihr schließlich noch ein paar ruhigere Jahre vergönnt waren.
Am Ende der Tour ziehen wir uns "Annas Schuhe" imaginär wieder aus und kehren schnell zurück in die Gegenwart.
Es hat letztendlich etwas mehr als hundert Schritte gebraucht, doch wir finden: Besser hätte man diese Geschichte nicht näher bringen können.
Chapeau, Anna!
Was für eine Lebensleistung.Read more

TravelerJa, bei solchen Anblicken kommt bei mir immer sofort Urlaubsstimmung auf... 🥰
Nordneset Kyststi
June 14 in Norway ⋅ ☁️ 11 °C
Eigentlich wollten wir heute den Sjurvarden besteigen, einen Gipfel direkt am Meer. Der Blick aufs Wetter empfiehlt jedoch, lieber auf dem *Boden* der Tatsachen zu bleiben.
Wie gut, dass wir uns den Sjurvarden trotzdem anschauen können. Nur halt von unten, auf einer kleinen Küstenwanderung über den Nordneset Kyststi.
Starker Wind und muckelige 12 Grad empfangen uns am Parkplatz am Strand Farstadsanden. Während ich bibbernd schnell die Daunenjacke aus dem Kofferraum hole, rennen Kinder im Neoprenanzug an uns vorbei. Die wollen doch nicht etwa...?😳
Jep.
Heute scheint für norwegische Kids ein PERFEKTER Tag zu sein, um sich in die kalten Fluten des Atlantiks zu werfen. Und nicht etwa zum Baden, sondern zum Windsurfen. Ein Spaß für die ganze Familie.
...Auf jeden Fall sehr beeindruckend anzuschauen.
Später sehe ich noch einen der ca. 9-jährigen Jungen, wie er sich draußen mit eiskaltem Wasser den Sand abduscht...Brrrr...🥶
Bevor mir noch vom Zuschauen ein Eiszapfen an der Nase wächst, geht's schnell weiter.
Farstadsanden ist mal wieder ein Strand wie aus dem Norge-Bilderbuch. Weißer, pudriger Sand und klares, flaches Wasser. Gleich dahinter steile Berge und lieblich grüne Hügel - es ist schon fast surreal schön.
Auch der Küstensteig lädt zum ausgiebigen "Lustwandeln" ein. Entspannt laufen wir durch bunte Blumenwiesen hin zu einem Leuchtturm.
Die idyllische Umgebung lässt dabei kaum vermuten, dass vor uns eines der gefährlichsten Fahrwasser Norwegens liegt. Viele Schiffe haben in der Hustadvika schon Schiffbruch erlitten. Dies lockt wiederum Taucher an - unter Wasser liegen einige historische Wracks.
Die Zeit vergeht schnell auf dieser Tour, und am Ende gibt's noch eine Überraschung:
Die ☀️ kommt raus!
Prompt wird es so warm, dass selbst ich als Oberfrostbeule mir die Daunenjacke vom Leib reiße und dann ganz in norwegischer Kiddo-Manier im T-Shirt (!) zurück zum Auto stolziere.
Next Level wäre dann der Neoprenanzug mit Wasserkontakt. Aber das...verschieben wir besser auf das nächste Mal.😉🙃Read more

TravelerWir waren an so einem Karibikstrand auf den Lofoten….so so schön…und wir waren sogar baden (bei ca. 9G Wasser🥴😬).

TravelerOh Gott, ihr seid ja hart im Nehmen... Wir waren mal bei Alesund bei 12 Grad im Wasser... Bis zu den Knien, mehr ging nicht.... Ich bin definitiv Warmduscher und Badewannen-Bader😅🥴
Kein "Plan A"
June 14 in Norway ⋅ ☁️ 11 °C
Es folgt ein Anti-"Foodprint".
(Danke @Pilger-Biene für die schöne Wortkreation!😁)
Wie in jeder größeren Ortschaft schauen wir uns auch in Kristiansund nach Kaffee und Backwaren um. Immerhin geht die Zimtschneckendiät schon in die 2. Woche, dran bleiben ist angesagt! 😋😜
Im Café "Plan A" werden wir fündig: Große, gut aussehende Auslage, und sogar einen Flat White gibt's zur Auswahl. Voll mein Ding, bestell ich direkt! Und zum Mitnehmen, bitte.
Man muss dazu sagen, dass das Café an ein indisches Restaurant angeschlossen ist.
Es gibt aber auch Burger, Pizza und Tapas. In Norwegen nicht außergewöhnlich, da wird pragmatisch-praktisch oft alles zusammen geschmissen.
Trotzdem scheint der junge Mann mit meiner Bestellung etwas überfordert zu sein. Ratlos schleicht er um die Barista-Maschine herum. Ist er vielleicht neu hier...?
Es kommen Kollegen zur Hilfe herbei geeilt. Zu Dritt (!) scharen sie sich schließlich um das Gerät. Aus dem Augenwinkel sehe ich nur, wie eine Kaffeetasse voll läuft und dann in meinen Pappbecher umgekippt wird.
Komische Technik... Na egal.
Erwartungsfroh spazieren wir danach zum Hafen, setzen uns hin und ich nehme endlich einen tiefen Schluck vom heiß ersehnten Flat White.
Und...spucke ihn fast direkt wieder aus.
Was zur Hölle...ist DAS?
Ich kann einfach nicht sagen, nach was es schmeckt. Nach Kaffee auf jeden Fall nicht. Milch ist bei, der Rest...Fragezeichen?!? Zumindest sehr widerlich.
Auch mein bester Mann als Nicht-Kaffeetrinker kann mir bei der Identifikation nicht helfen.
Er hat aber eine Theorie.
"Du sag mal, unser Automat zu Hause spült doch immer erstmal durch...Und dafür hast du doch auch so eine Tasse dort stehen, wie die vorhin... Bevor sie in den Becher umgekippt wurde..."
Ürks. Na vielen Dank für die Vorstellung.🤢
Keine Ahnung, wie so eine Barista-Maschine funktioniert. Und vor allem: Wie Spülwasser schmeckt... Aber so stelle ich es mir ab jetzt vor.
Der Becher wird nach diesem Geschmacksexperiment umgehend fast voll entsorgt. Auch die Gebäckteile sind nix, schmecken wie 2 Tage alt und ich kriege nur einen Bissen runter. Aber immerhin erkennt man da, was es sein soll.
Deswegen zum Café zurück gehen und reklamieren ist uns nach einiger Überlegung zu doof...auch um was zu sagen? "Ähm entschuldigen Sie... aber Ihr Kaffee schmeckt irgendwie nach Spülung..."!?🤔
Stattdessen wird hiermit eine Warnung ausgegeben:
Sollte jemand mal in Kristiansund landen, geht bloß nicht ins "Plan A" .
Der Laden taugt nicht mal als "Plan C" ...
...oder alle anderen Buchstaben des Alphabets.👎🏼Read more

TravelerUgh, was für ein Erlebnis 🤢. So ging es mir in Neuseeland als ich einen Cappuccino bestellt habe und einen Macha Latte bekommen habe... Frage mich seitdem wie manche Leute das freiwillig trinken können...

TravelerOje, du Arme, das kann ich mir vorstellen! Habe auch noch nie einen Matcha Latte getrunken, vllt war es ja das, was sie mir mit gegeben haben? 🤔🤔🤔
Über 7 Brücken...
June 15 in Norway ⋅ ⛅ 11 °C
....muss man an der Atlantikstraße nicht gehen. Dafür kann man aber über 8 Brücken drüber fahren!
Und das machen wir gleich mehrmals.
Die Atlantikstraße gehört zu den nationalen Landschaftsrouten und verbindet auf 8,3 km kleine Inseln und Schären so miteinander, dass man teils wirklich das Gefühl hat, direkt über dem Meer zu schweben. Eine architektonische Glanzleistung.👏🏼👏🏼👏🏼
Aus so manchem Blickwinkel wirkt es gar ein bisschen wie Achterbahn, derart schräg windet sich die Fahrbahn gen Himmel.
Und tatsächlich erscheint mir heute jede harmlose Kurve wie ein wilder Ritt - nach einer schlechten Nacht rebelliert der Magen mürrisch gegen die Straße, seine Existenz und überhaupt alles.
Eine Folge meines denkwürdigen Kaffee-Experiments? "Flat" und "White" sind immerhin Adjektive, mit denen man meine Gesichtsfarbe gerade sehr gut beschreiben könnte...🤔🤢
Nun ja, wir werden es wohl nie erfahren.
Auf jeden Fall ist die Atlantikstraße eine schöne Strecke. Nett, mal rüber zu fahren, aber meiner Meinung nach nichts, weswegen man extra hierher kommen müsste.
Anschließend ziehen wir weiter in die Stadt Molde, wo wir den Umständen entsprechend ruhig machen: Eine Fahrt hoch zu einem Aussichtspunkt und ein paar Besorgungen müssen als Aktivitätspunkte für diesen Tag reichen. Auch ok!Read more
Bauch, Steine, Po
June 16 in Norway ⋅ ⛅ 11 °C
Auf der Inselgruppe Midsund bei Molde wurden über 9.000 Steinstufen von Sherpas teils spektakulär in die Berge geklöppelt. Insgesamt 4 Touren stehen inzwischen zur Auswahl.
Die längste und bekannteste windet sich dabei schlappe 3.300 Stufen über einen Grat bis zum Gipfel Rørsethornet hoch.
Motto: Keine Gnade für die Wade!
Wer kann da schon widerstehen? Wir auf jeden Fall nicht...😁😉
Nur - während ringsherum klarer Himmel vorherrscht, hüllt sich ausgerechnet der Rørsethornet in dicke Wolken ein.
Schon wieder! Etwas ähnliches hatten wir ja bereits vor 2 Tagen...der norwegische Wettergott scheint wohl einen speziellen Sinn für Humor zu haben.🫠
Nun ja. Wir wetten bei unserem "Glück" lieber nicht darauf, dass die Wolken noch rechtzeitig für uns aufreißen. Dann geht's halt auf den benachbarten Bløkallen.
Der hat nur 1.400 Stufen, gilt aber sogar als der schönste und abwechslungsreichste Weg der Midsundtrappene.
Die Stufen selbst laufen sich dann überraschend gut. Angenehm gleichmäßig angelegt, arbeiten wir uns stoisch die Höhenmeter empor. Wer braucht da schon 'nen Stepper (oder ein Gym), wenn man hier gleich nebenbei sein "Bauch, Beine, Po"- Workout bekommt?
Ich sollte mir echt mal endlich einen Trainingsberg für Zuhause zulegen...🤔
Nach knapp 200 Hm endet die Treppe und wird weitergeführt als normaler Wandersteig. Über Feuchtwiesen und einen See entlang geht es aussichtsreich bis hoch zum Ziel.
Die Ausblicke vom Gipfel sind einfach fantastisch. Kleine Inseln wechseln sich mit Bergen ab, drumherum glitzert das Meer.
Die Wolke über dem Rørsethornet macht es sich immer noch dort gemütlich. Zudem treffen wir gerade mal eine Handvoll Leute.
Es war eindeutig die richtige Wahl.
Happy laufen wir die 524 Meter wieder runter, danach beschließen wir diesen gelungenen Inselausflug mit einem kleinen Strandbesuch.Read more
Bilder von unterwegs
June 17 in Norway ⋅ ☁️ 13 °C
Norwegen ist fast überall spektakulär schön. Würde man mich aber nach meiner liebsten Ecke fragen, würde ich (unter anderem) mit der Region "More og Romsdal" antworten.
Hier scheinen sich die bis zu 1.700 Meter hohen Sunnmøre Alpen direkt in das Meer und in den Hjorundfjord zu stürzen. Unzählige Inseln verteilen sich formschön vor der Küste. Noch mehr Wanderungen laden zum Losstiefeln ein. Und mit Geirangerfjord, Ålesund, Trollstigen... liegen viele der absoluten Touri-Hotspots vermutlich nicht zufällig genau in dieser Ecke.
Heute fahren wir weiter in die Bergsteigerstadt Åndalsnes und werden zum X-ten Mal von den Landschaften umgehauen.
Hinter gefühlt jeder Kurve bietet sich ein neues Postkartenmotiv. So kommen wir deutlich langsamer voran als gedacht.
Aber das ist nicht schlimm, denn wie so oft in Norwegen ist der Weg das Ziel.Read more
Wenig Aufwand, viel Aussicht
June 17 in Norway ⋅ ☁️ 13 °C
In Fjordnorwegen bedeutet Wandern ja oft:
Steile, schweißtreibende Anstiege, und das stundenlang. Touren, die als "mittelschwer" eingestuft werden, dir dann aber (temporär) den letzten Lebenswillen aus den Wanderstiefeln ziehen. Und das bei einem Wetter, bei dem das einzig Zuverlässige ist, dass immer genau das Gegenteil von dem eintritt, was man erwartet.
Heute aber...heute ist mal alles anders.
Wir biegen kurz vor Åndalsnes in das Hochtal Vengedalen ab und werden direkt in eine andere Welt katapultiert. Wuchtige Bergspitzen umrahmen leuchtend grüne Wiesen. Schäfchen lassen sich zufrieden blökend die Sonne auf den Wollpelz scheinen. Natürlich mitten auf der Straße, versteht sich.
Und unsere Tour der Wahl hat gerade mal 120 Höhenmeter, belohnt aber trotzdem mit Ausblicken der Extraklasse. Da passt das Schild "Turbotur" am Ausgangspunkt ja wie Arsch auf Eimer.😁👍🏼
Ein kleines bisschen Turbo braucht man tatsächlich, denn es geht steil hinauf. Einige Stellen sind mit Ketten versichert, aber nix Wildes.
Nach nicht mal 30 Minuten stehen wir oben.
Und noch bevor man sich denken kann "Echt jetzt? Schon da?", wird man völlig umgehauen von den Aussichten.
Links erhebt sich steil das Romsdalshornet. Vor uns liegt die mächtige Trollwand, mit 1.000 Metern Europas höchste senkrechte Bergwand. Und unter uns windet sich der Fluss Rauma türkisfarben Richtung Fjord.
Es sind Bilder, von denen ich noch Monate später träumen werde 🥰 (und die der Grund sind, warum wir uns immer wieder nach Norwegen verirren).
Die gesparte Aufstiegszeit wird direkt in unzählige Fotos reinvestiert. Die obligatorische Zimtschnecke am Berg und der einsetzende Zuckerrausch tun ihr Übriges. Wir sind ziemlich "drüber". Mit dickem Grinsen im Gesicht zwingen wir uns irgendwann zur Umkehr.
Litlefjellet: Eine Tour mit äußerst gutem "Preis-Leistungs-Verhältnis".Read more
Trollstigen
June 17 in Norway ⋅ ☁️ 14 °C
Der Trollstigen ist vermutlich eine der spektakulärsten Passstraßen der Welt.
Auf 11 engen Haarnadelkurven schlängelt sich die Straße einen steilen Bergwand hinauf.
Klar, dass dieser Ort entsprechend gut besucht ist.
Großes Besucherzentrum, noch größerer Parkplatz, Reisebus für Reisebus entlädt eine Heerschar an Touristen. Diese wackeln zielgerichtet und fast schon im Gleichschritt zu den Toiletten, zum Souvenirshop und dann zu den Aussichtspunkten (ja, in genau dieser Reihenfolge...).
An und für sich also ein Ort, den wir sonst ja eher versuchen zu meiden. Aber...wie das bewerten, wenn man sich nicht wenigstens einmal selbst ein Bild gemacht hat ...?
So zumindest unser Gedanke.
Zwei erfolglose Anläufe zum Trollstigen haben wir bereits unternommen. Beim ersten Mal vor 4 Jahren hat es jedoch so stark geregnet, dass man die Hand vor Augen nicht mehr sehen konnte.
(Was auch seine Vorteile hatte, weil a) war es menschenleer und b) hat man bei der Fahrt über den Trollstigen den Abgrund nicht gesehen...😅🙈).
Beim zweiten Mal vor 2 Jahren war die Straße dann wegen eines Steinschlagvorfalls sicherheitshalber gesperrt.
Tja....aller guten Dinge sind 3, und so stehen wir nun hier.
Und staunen.
Über die beeindruckende Aussicht.
Die technische Leistung und den Aufwand, so etwas in den Berg zu bauen.
Über den Optimismus mancher WoMo-Fahrer, die sich ausgerechnet an den engsten Stellen zentimetergenau aneinander vorbei kurbeln müssen, anstatt einfach ein paar Meter vorher zu warten.
Und auch über das bunte Treiben generell. Da ist alles dabei; äußerst interessant die Leute zu beobachten.
Das geht von hochgerüsteten Outdoorsportlern, die die Straße vermutlich in 30 Minuten locker hoch gejoggt sind.
Über Altrocker mit viel zu großen Sonnenbrillen und viel zu knappen Bikerkluften, unfreiwillige Einblicke inklusive...(Aaaah, meine Augen!🫣)
Bis hin zu gestylten Damen, die mit gestrengen Mienen das Kunststück vollführen, sehr distinguiert ihre Louis Vuitton Täschchen vor sich her zu tragen und gleichzeitig 3 Cavalier King Charles Spaniel hinter sich her zu zerren. Locker flockig durch die Menschenmengen hindurch natürlich.
Die armen Tiere sind dabei genauso fancy gestylt wie Frauchen, mit unterschiedlichen Zöpfchenfrisuren und rosa Glitzer Geschirr (nicht von LV)...
...sowie den missmutigsten Gesichtsausdrücken, die man sich bei einem Hund vorstellen kann. Selbst Grumpy Cat sähe dagegen wie ein strahlender Glücksbärchi aus.
Kann ich ja voll verstehen. Aber trotzdem, ein Bild für die Götter...!😂😅
Unser Fazit:
Schön, dass wir diesen Abstecher doch mal mitgenommen haben. Es macht wirklich Spaß, über den Trollstigen zu fahren. Bisschen Schwindelfreiheit (und Geduld hier und da) schaden dabei nicht. Auch der Ausblick von den verschiedenen Plattformen hat uns sehr gefallen.
Angesichts des Trubels....darf es aber gerne bei diesem einen Mal bleiben. ☺️👍🏼Read more

TravelerEs macht dir Spaß nicht nur die Natur sondern auch Menschen zu beobachten 😀 Toll beschrieben wieder mal 👍. Wir hatten das Glück das es relativ leer war aber wenn die Busse der Kreuzfahrtschiffe kommen muss man dort weg. Aber man sollte es mal gesehen haben. Wie man überhaupt auf die Idee kommt da eine Straße zu bauen 😲😊

TravelerIch beobachte Natur, Menschen, Hunde... Einfach alles😉 gerade wenn's so unterhaltsam ist. Du hast Recht, echt eine tolle Straße. Ja, Tunnel bauen schien damals wohl teurer, da musste halt ne Straße im Achterbahn-Style her 🤷🏼♀️😅

TravelerWieder ein herrlicher Bericht und man fühlt sich direkt im Trubel und weiß wovon Du sprichst- super 👍. Wir hatten 2022 das Glück dass die Straße nach einem Jahr gerade erst wieder eröffnet wurde und ich glaube das genaue Datum war nicht bekannt. Auf jeden Fall mussten wir auf die vielen (Menschen-) Beobachtungen verzichten, da nur ca. 20 Autos da waren... Da hatten wir echt Glück!

TravelerIhr Glücklichen! 😀 Und danke schön. ☺️ Ja, 2022 war sie bei uns auch schon offen, nur leider komplett verregnet... Aber so hatten wir jetzt ja ein mehrdimensionales Ergebnis, mit dem ganzen Drumherum.👍🏼😁
Richtungswechsel
June 18 in Norway ⋅ ☁️ 12 °C
Von unseren bisherigen Norwegen-Reisen haben wir schon einige Learnings mitgenommen. Zum Beispiel:
Regel Nr. 1
Pläne schmieden ist möglich, aber sinnlos. Es sei denn, man möchte dem Wettergott mal wieder Grund zum Lachen geben. Zum Auslachen. Laut und herzlich...
Regel Nr. 2
Immer der Sonne hinterher! Es lohnt (meist) nicht, tagelang an einem Ort zu verharren und auf bessere Bedingungen für DIE eine Tour zu warten. Zumindest nicht, wenn man eher begrenzte Urlaubszeit zur Verfügung hat.
Heute greifen mal wieder Regel Nr. 1 UND 2.
Am liebsten würden wir ja noch in Åndalsnes bleiben. Ein Klettersteig und eine Gratüberschreitung warten auf uns. Nur...Es regnet. Es ist grau. Und es bleibt wohl die nächste Zeit auch so.
Tja...🤷🏼♀️Seufzend öffnen wir also die Wetter-App. Gucken nach den nächsten Nicht-Regenecken...und landen so spontan im Landesinneren im Dovrefjell.
Hier soll es erst abends etwas ungemütlich werden. Eine kleine Tour ist also drin! ☺️ Schon 2024 haben wir im Dovrefjell einige zottelige Moschusochsen besucht. Es ist der einzige Ort in Europa, in dem das möglich ist.
Auf der Aussichtsplattform Snøhetta kann man dann den höchsten gleichnamigen Gipfel und mit etwas Glück weitere Exemplare dieser gemütlichen Ganzkörper-Dreadlocks entdecken.
Und wir haben Glück. Erst laufen wir die 1,5km zum Viewpoint mit viel Gegenwind hoch und...die Sonne kommt raus. Super!🥳⛅
Danach werden wir von einem netten Nationalpark Ranger gleich bei Ankunft im Viewpoint auf herum streunende Moschusochsen aufmerksam gemacht.
Sie sind ewig weit weg, ca. 4-7 km. Selbst durch das Fernglas sehen wir nur kleine braune Punkte, die sich äußerst langsam durch die Landschaft fräsen. Wäre der Ranger nicht, könnte man auch am eigenen Verstand zweifeln und die Punkte für komisch hyperaktive Sträucher halten. Ein Blick - wieder hat sich was 50 cm nach rechts bewegt...🤔
Aber für uns gilt das als Sichtung. Es sind insgesamt 7-8 Tiere. Cool!
Zufrieden kehren wir zurück zum Auto. Die Sonne scheint immer mehr - keine Spur vom angekündigten Regen. Die Gelegenheit wird also beim Schopfe gepackt und noch eine kleine Feierabendrunde durch das Naturschutzgebiet Fokstumyra ran gehangen.
Laut Wanderführer befindet sich hier "das berühmteste Moor Norwegens", welches bei Vogelbeobachtern sogar international bekannt sein soll. Und tatsächlich hören wir auf der Runde viel Gezwitscher. Genauso tatsächlich kommen uns einige Leute mit Feuerlöscher-großen Objektiven auf der Schulter entgegen. 😯
Aber sehen...tun wir selbst nicht wirklich was. Gerade mal 4 Vögel haben sich uns gezeigt. Egal.
Insgesamt ist es ein Tag, mal wieder anders als vermutet, aber nicht minder schön.☺️Read more
Rondane - viel Matsch, wenig Waffeln
June 19 in Norway ⋅ ☁️ 15 °C
Das allgegenwärtige Thema Wetter beschäftigt uns weiterhin. Auch für heute soll es bis 14 Uhr halbwegs stabil bleiben, danach...naja.
Da sich Wetterumschwünge im Hochgebirge nicht so gut machen und wir immer noch absolute Schönwetterwanderer (aka Warmduscher) sind, wird erneut nur eine moderate Halbtagestour heraus gesucht. Ziel ist die Peer-Gynt-Hytta im Rondangebirge.
Weil: Es soll dort an Wochenenden Waffeln geben...na wenn das keine Motivation ist!😋🧇🧇🧇
Entsprechend hurtig stiefeln wir los. An Seen vorbei, über Bäche hinüber und mit tollen Ausblicken auf das wuchtige Rondanemassiv. Bis wir schließlich die Peer-Gynt-Hytta sehen. Lieblich fügt sie sich in einiger Entfernung in die schroffe Landschaft ein.
Fast meinen wir, bereits den verführerischen Duft von frisch gebackenen Waffeln zu vernehmen. Der Schritt beschleunigt sich unbewusst etwas, der Magen fängt schon leise an zu knurren uuund....wir stehen plötzlich vor einem reißenden Fluss.
Die Hütte - auf der anderen Seite.
Die Bauteile der Sommerbrücke - auch.
Wir laufen das Ufer hoch und runter, finden aber keine angenehme Stelle zum Furten. Zudem hat sich die Motivation gleich mit im kalten Fluss versenkt, als wir die verschlossenen Türen der Hütte entdecken. Wir sind zu früh dran, die Saison startet erst in ein paar Tagen...Nix da mit Waffeln!
Also bleiben wir, wo wir sind und futtern ein paar Nüsse. Angesichts der vielen eingeatmeten Zimtschnecken in den letzten Tagen ist es vielleicht auch ein Wink der Waage zu Hause, jetzt nicht auch noch mit Waffeln anzufangen...die Hosen kneifen bestimmt bald.🙈😅
Die letzten Kilometer führen über aufgeweichte Wege. So matschig, dass jeder Schritt zu einer kleinen Überraschung wird - wie tief sinkt man ein, taucht der Schuh irgendwann wieder auf, und wenn ja...wie viel Kilo Modder hängen diesmal dran?
Sehr unterhaltsam. Unser Laufstil sieht bestimmt bisschen aus wie in die Hose gemacht. Zum Glück ist die Runde eher einsam...🙈
Und so kommen wir zwar verschlammt und ohne Waffeln, aber trotzdem sehr glücklich zurück am Ausgangspunkt an.
Dort wartet schon der extrem freundliche und hübsche Hüttenhund auf uns. Er kann sein Glück kaum fassen, als ich noch eine ausgiebige Kuscheleinheit einschiebe. Vermutlich wird er täglich von 20 Leuten geknuddelt, bei uns macht er jedoch sehr deutlich, dass er IMMER sträflichst ignoriert wird und ganz, ganz dringend mal menschliche Zuwendung benötigt...
Daraufhin mache ICH Christian deutlich, dass wir diese Flauschnase nunmehr ganz, ganz dringend mit nach Hause nehmen müssen. Sofort. Hier und jetzt. 🥰😍🥰😍
Meine bessere Hälfte kann mich aber gerade noch so mit Verweis auf das norwegische Strafrecht (und unseren vollen Kofferraum) davon abhalten. Und wer will schon als Haustier-Kidnapperin in die Kriminalitätsstatistik eingehen...?
Und so bleibt das Einzige, was letztendlich im Auto mitgenommen wird, ein großer Haufen Hundehaare.😅🙈
Im Übrigen ist es inzwischen 14 Uhr und immer noch KEIN Regen in Sicht. Und das wird auch den Rest des Tages so bleiben. Schon wieder...
Aber besser so, als anders herum.🤷🏼♀️👍🏼Read more
Erstens kommt es anders...
June 20 in Norway ⋅ ⛅ 15 °C
...und zweitens als man denkt.
Nun haben wir zwei Tage hintereinander besseres Wetter bekommen als erwartet. Bei wankelmütiger Norwegen-Witterung schon ungewöhnlich genug. Dass so etwas ein drittes Mal passiert, erscheint uns jedoch mindestens unwahrscheinlich. Eher unmöglich.
Und die Prognose sagt einen klassischen Regentag voraus. Nun aber wirklich! Der Himmel macht diesmal mit und präsentiert sich bereits morgens grau, trüb und nass.
Bedeutet: Wieder keine lange Bergtour.
Einen kleinen 6-km-Walk über den nahe gelegenen Hulderstigen nehmen wir trotzdem mit. Die tägliche selbstgeführte Gassirunde muss schon sein.
Mit Regenjacke, -Hose und Regenschirm bewaffnet geht's los. Selbstzufrieden begutachten wir unseren Regenschutz.
Pah, nimm das, olles Nichtsommerwetter! Wir sind "prepared", du kriegst uns nicht nass! 🌧️☔🙂↕️
Als Antwort ziehen unbeeindruckt die Wolken auf und wir stehen innerhalb von Minuten plötzlich...in der wärmenden Sonne. Na sowas.
Bissl Provokation hilft scheinbar (?).😳
Umso besser. Laufen wir halt ohne Regenklamotten weiter.
Der Hulderstigen ist ein gemütlicher Natur- und Kulturlehrpfad durch eine idyllische Moor- und Waldlandschaft. Es geht vorbei an plätschernden Bächen, ruhigen Seen und hübschen Aussichtspunkten. Auch die Mücken finden es sehr schön hier und freuen sich über die feucht-warmen Verhältnisse.
Wir freuen uns hingegen, dass wir mal ausnahmsweise an Insektenspray gedacht haben.
Am Rastplatz passiert dann etwas, was wir besonders am Reisen lieben. Wir kommen mit einem Pärchen aus NRW ins Gespräch, plaudern eine ganze Weile über dies, das, Ananas....und tauschen schließlich Reisetips und -ganz wichtig!- Geheimecken aus.☺🤫
Es geht doch nix über Mundpropaganda...
Mit neuen Infos im Gepäck laufen wir so zufrieden weiter. Erst wollten wir ja heute zeitig ins Bett, um morgen früh zu einer langen Tagestour starten zu können. Aber das wird spontan mal wieder umgeplant.
Es ist beschlossen: Abends geht's nochmal raus!
Der Grund? Den...gibt's im nächsten Footprint.☺️👀Read more






































































































































































































































































































































































































































































TravelerDa freu ich mich schon wieder auf schöne Bilder anschauen, bei hier warmen Temperaturen.. 😍😂
Traveler😁😂 haha, ganz viel Spaß dir!🙋🏼♀️ Noch ist es auch ganz angenehm hier.
TravelerSuper, Norwegen gefällt uns auch gut und so freue ich mich schon auf eure Bilder 🤩. Wahrscheinlich ward ihr sogar mit Freunden auf der gleichen Fähre 🤣
TravelerDas wäre ja ein witziger Zufall! Und schön, dass ihr auch Norwegen mögt. Welche Ecke mögt ihr besonders gerne?
TravelerWir fanden die Vesteralen & Lofoten total schön, aber auch im Süden die Fjorde sind toll! Bin gespannt auf neue Ecken die wir noch nicht kennen :-)
TravelerAuf den Lofoten waren wir tatsächlich noch nicht... Zu überfüllt, haben wir immer wieder gehört.🙈🙈 Leider. Neue Ecken.... Wir bemühen uns, aber wenn ihr selbst das weniger bekannte Hemsedal schon kennt, wird das bestimmt schwer😅😁🙋🏼♀️
TravelerLofoten muss man in der Nebensaison bereisen. Wir waren im September und da war es entspannt 😀.