Klaus Voichtleitner

Joined March 2019Living in: Bayern, Deutschland
  • Day30

    Kurz vorm Brenner und glücklich Zuhause

    June 13 in Italy ⋅ 🌙 12 °C

    Wir sind, nachdem die Fähre sehr pünktlich in Genua angekommen ist, sofort Richtung Heimat gestartet. Leere Autobahnen und wir kommen gut voran. Laut Navi erreichen wir Erding gegen 01:30 Uhr (ohne Pause). Helga ist grad am Lenkrad und ich daddel die Infos in den Blog. Morgen im Laufe des Tages, wenn wir ausgeschlafen sind, gibt es die restlichen Infos.

    Schlaft gut und liebe Grüße von den beiden Heimfahrern
    Helga und Klaus

    Update 14.06.2019
    Ja, wir haben die Strecke noch bis nach Hause mit einer kleinen Pause an der Europabrücke (beim McDo) bewältigt. Es war nichts los auf der Autobahn und wir sind super gut durchgekommen. Wir waren um 01:45 Uhr zu Hause.
    Erledigt und glücklich - vor allem, dass alles gut gelaufen ist und wir alle wieder heil, gesund und munter in der Weidenstraße angekommen sind.
    Schöne und interessante 4 Wochen quer und längs durch Italien sind mit viel Dankbarkeit verbunden. Jeder Urlaub ist halt nur wirklich schön, wenn nichts ist, außer eben Urlaub.
    Das wissen wir sehr zu schätzen und somit geht unser kleines, erstes Campingabenteuer mit 4 lachenden Augen, 8 funktionierenden Abstandssensoren und einem Radarsensor (die letzten beiden Positionen gehören unserem Bulli) erfolgreich zu Ende.

    Wir waren jetzt ein volles Monat unterwegs, sind komplett den Stiefel runter und dann fast einmal um Sizilien rum. Haben ein Konzert in Palermo besucht, unzählige Kirchen und Steinhaufen angesehen. Den Ätna hochgefahren (also fast bis ganz nach oben). Interessante Leute auf und neben den Campingplätzen getroffen und wertvolle Tipps erhalten. Gekocht, gespeist, uns über´s nordische Wetter geärgert und dann doch noch in der Sonne Siziliens geschwitzt. Oft den Atem beim Fahren angehalten. Gehupt und behupt worden. Den Urlaub mit Karin und Marc in Palermo ausklingen lassen.
    Ach, wir könnten die Liste weiterführen und doch sind die Eindrücke und Erlebnisse schwer zu beschreiben.
    Trotzdem haben wir jeden Tag versucht, euch treuen Lesern, Freunden, Bekannten und Verwandte ein Stück mitzunehmen - zu berichten und vielleicht ein wenig zu begeistern, von dem was mir machen und durchleben dürfen.

    Wir freuen uns schon jetzt auf unsere nächste Reise, denn eins ist gewiss. Nach 4 Wochen im Camper sind wir uns einig. Wir haben uns in den Cali wahnsinnig verliebt mit all seinen Macken und seinen Vorzügen.

    Jetzt hat sich der Cali nach 4408 Kilometern quer durch Italien eine Wäsche und Grundreinigung verdient. Heute war schon Waschtag und morgen wird noch fein drinnen durchgewischt. Dann glänzt und riecht er hoffentlich wieder wie neu.

    In diesem Sinne ein herzliches Vergelts Gott für Eure Beiträge und dass ihr alle in den letzten 4 Wochen so nahe bei uns ward.

    Macht es gut und bis bald

    Helga und Klaus
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  • Explore, what other travelers do in:
  • Day30

    Auf hoher See

    June 13, Tyrrhenian Sea ⋅ ☀️ 20 °C

    Gestern haben wir dann nach dem „Einchecken“ unsere Kabine in Beschlag genommen. Helga hat zuerst mal die Beatrice vom Traumschiff gesucht, aber dann ist uns ja eingefallen, dass die schon seit geraumer Zeit in Rente ist. Also, doch kein so wirkliches Traumschiff-Feeling auf so einer Fähre. Es kommt aber noch dicker - vor allem essenstechnisch. Aber dazu später mehr.
    Jedenfalls erst mal unter die Dusche und dann was zum Essen suchen. Gibt auf dem Schiff ein paar Restaurants mit verschiedenen Schwerpunkten. Schlechtes Essen zum Selberholen oder nicht ganz so schlechtes Essen mit Bedienung usw.
    Ach ja, fast vergessen - vorher waren wir noch an der Bar. Aperol Sprizz zum Ankommen. War auch eine Erfahrung die nicht sein muss. Aperol im kleinen Longdrink-Glas zum Preis eines normalen Aperol Sprizz. Ist halt auf hoher See. So, dann doch was zum Essen. Vielleicht ist da die Portion größer.
    Hatten gestern noch das Lokal mit Bedienung in Erwägung gezogen. Caprese mit Pizzabrot und Auberginen-Tempura zu zweit und noch ein gutes Gläschen Wein. War ganz ok und hat uns locker gereicht nach der guten Pizza in Palermo.
    Nach dem Essen und guter Unterhaltung mit unseren Tischnachbarn (Motorradfahrern) haben wir uns in die Kabine verzogen und die Nachtruhe genossen. Wir haben beide erstaunlich gut geschlafen. Wahrscheinlich die gute Seeluft - obwohl da in der Kabine nicht viel zu spüren war, außer der Lärm der Schiffsmotoren. War schon irgendwie komisch, die letzten 4 Wochen nebeneinander in einem 1,20 Meter breiten Bett. Dann kommst auf die Fähre und GETRENNTE BETTEN. Geht eigentlich gar nicht, aber schnell mal die fest eingebauten Kabinenbetten verschieben ist halt auch nicht. Also Bussi zuschmeißen und umdrehen. Ist ja nur eine Nacht
    Heute früh dann erst mal auf die Suche nach einem Kaffee gemacht und raus aufs Deck. Typischer Seetag würde der erfahrene Kreuzfahrer schätzungsweise mal sagen und sich eine Liege sichern. Auf einer Fähre sind Liegen allerdings Mangelware oder aufeinandergestapelt und mit Kette gesichert. Wir haben trotzdem einen schönen Platz im Freien gefunden. Direkt am Pool, der noch trocken ist und darauf wartet, endlich bewässert zu werden. Die Details eben. Zumindest lässt es sich hier gut aushalten und bloggen.
    Mittags haben wir wieder das Restaurant mit Bedienung aufgesucht. Ich wollte unbedingt eine Pizza - im Urlaub hab ich meine Vorsätze eh schon oft gebrochen, daher heute nochmal sündigen und zur Not muss halt eine Allergietablette herhalten. Glutenfreie Kost gäbe es zwar auch, aber richtig fasziniert haben mich die Gerichte nicht. Helga hat sich für glutenfreie Ravioli entschieden - ein GROßER FEHLER.
    Der Kellner kam mit einer Pappschachtel für die Mikrowelle auf einem Teller an und stellte das der Helga auf den Tisch. Wir waren sprachlos. Helga hat den Kampf mit der Schachtel doch noch gewonnen und hat irgendwie den Deckel aufgebracht, Da lag aber was ganz was Feines drin. Leicht gebräunt und hart. Appetitlich und für 9,00 Euro ein Schnäppchen. Nach kurzer Diskussion ist der Kellner mit der Pappschachtel geflüchtet. Ich habe in dieser Situation erkennen dürfen, dass mein Englisch nicht gut ist aber doch sehr beeindruckend sein muss, wie der Typ mit der Schachtel unterm Arm das Weite gesucht hat. Das angebotene kulinarische Alternativprogramm, präsentiert vom Fachpersonal im Restaurant, wollte die Helga nach dieser Erfahrung nicht mehr annehmen. Klaus hat noch seine Pizza verdrückt - in der Skala der bisher gegessenen Pizzen war diese im letzten unteren Drittel angesiedelt, aber im Gegensatz zu der Masse in der Pappschachtel ein kulinarisches Highlight unserer Seefahrt.
    Jetzt genießen wir erst mal den Rest des Tages auf Deck bei wunderbaren Sonnenwetter und leichter Meeresbrise.
    Wir überlegen aktuell, ob wir heute noch Richtung Heimat starten - zumindest noch ein Stück. Irgendwie freuen wir uns schon wieder auf unser Erding. Schau mer mal, wie fit wir dann Abends sind und vor allem bis unser Cali dann wieder festen Teer unter den Reifen hat. Wenn es nicht allzu spät ist, kann es gut sein, dass wir heute noch ein paar Kilometer fahren. Lassen wir auf uns zukommen.

    Und eins ist sicher, Kreuzfahrer werden wir in nächster Zeit sicher nicht - außer auf der eigenen Yacht (feines Teilchen)

    Liebe Grüße vom Deck 8 (Pooldeck)
    Helga und Klaus
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  • Day29

    Aufbruchstimmung - ab nach Hause

    June 12 in Italy ⋅ ⛅ 22 °C

    Jetzt ist es soweit. Wir packen unseren Cali zusammen und ab geht es langsam Richtung Heimat. Unglaublich, unser Urlaub neigt sich langsam und sicher dem Ende zu. Wo sind die 4 Wochen hingekommen? Es ist doch erst ein paar Wochen her, dass wir die Rückfahrt auf der Fähre gebucht haben und in ein paar Stunden verlassen wir Palermo auf dem Seeweg Richtung Genua.
    Wir haben heute noch den ganzen Tag in Palermo und wollen uns die Kapuzinerkatakomben und Monreale anschauen.
    Wir sind gleich mal zu den Katakomben. Eigentlich ist Katakombe der falsche Begriff. Es handelt sich um eine unterirdische Grabanlage der Kapuziner aus dem Mittelalter. Die haben dort ihre Verstorbenen beerdigt und irgendwann festgestellt, dass die gar nicht so richtig verwesen. Um das Ganze zu perfektionieren haben sie mit Einbalsamieren und anderen Techniken den Verwesungsprozess noch ein bisschen entschleunigt. Zudem wollten die reichen Sizilianer auch dort „beerdigt“ werden und so entstanden in dem unterirdischen Grab verschiedene Abteilungen und Gänge. Die Kapuziner und Geistlichen in einem Gang, ein Gang mit Männer, ein weiterer Gang Frauen, eine Nische mit Kindern usw. Ja, es hängen an den Wänden präparierte und balsamierte Körper, die seit mehreren Jahrhunderten dort gelagert sind. Nein, es riecht nicht und es ist, wenn man nicht allzu sensibel ist, wirklich sehenswert und interessant. Vor allem in Europa einmalig. Die letzten Bestattungen wurden Anfang des 20. Jahrhunderts vollzogen.
    Nach diesen Eindrücken ging es weiter nach Monreale. Dort steht eine große Kirche mit tollen Mosaiken. Die Lage herrlich. Hoch auf einem Berg mit Blick auf Palermo Richtung Meer. Besser geht es kaum. Die Kirche und der ganze Ort wurde für die vielen Kreuzfahrttouris aufgepimpt und hergerichtet. Wir haben die Kirche nur von außen angeschaut. Erstens wollten die 10,— Euro Eintritt, was wir beide für eine Kirche schon etwas gesalzen finden. Zweitens sind wir mit Kirchen Besichtigungen schon über unserem Soll und drittens hatten wir nur noch knapp eine Stunde Zeit bis die zusperren. Auch die Kirche hat eine Siesta in Italien verdient. Also einmal rum um die Kirche, noch in ein feines Cafe eingebogen und Dolci genossen und wieder zurück nach Palermo. Lebensmittel noch kurz eingekauft, nicht dass wir auf der Fähre vom Fleisch fallen und weiter Richtung Hafen und den Cali auf einem bewachten Parkplatz abgestellt. Wir haben den Nachmittag in Palermo verbracht. Bisschen was Essen - haben sogar noch ein Lokal gefunden mit sehr guter glutenfreier Pizza und nochmal durch die schönsten Gassen geschlendert. Die riesigen Drachenbäume angeschaut und zum Abschluss die schönen Boote am Hafen inspiziert. Feine Teilchen. Dann wurde es langsam Zeit, dass wir uns um unsere Tickets für die Fähre kümmern. Hat alles sehr gut geklappt und hatten innerhalb kurzer Zeit die Tickets für uns und unserem Cali in den Händen. Zurück zum Parkplatz, Cali holen und vor der Fähre anstellen. Wir sind pünktlich in das große Schiff reingefahren und haben den VW Bus abgestellt. Mit Sack und Pack ging es zu unserer Kabine mit Dusche und 2 Einzelbetten und einem großen Fenster auf Deck 6. So, jetzt lassen wir uns ein Stück weit heimfahren.
    Jedenfalls so ein drum Schiff - kommen uns schon fast wie auf einem Kreuzfahrtschiff vor. Mal sehen, wie wir die Stunden auf der Fähre verbringen werden und wie es uns geht.
    Mehr dazu im nächsten Footprint.

    Liebe Grüße von den beiden Seeräubern
    Helga und Klaus
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  • Day28

    Strandtag in Mondello

    June 11 in Italy ⋅ ☁️ 22 °C

    War ein bisschen voll der Strand. Wahnsinn was hier mitten unter der Woche abgeht. Die Jugend hat den Strand voll unter „Kontrolle“. Buntes Treiben mit unzähligen Palermitaner und Palermitanerinnen, Familien mit Bambinis und Händlern, die ihre hochwertigen Waren anpreisen und an die Frau bringen wollen. Alles gut Business. Obwohl die Strandtücher echt gut aussehen, die sie verkaufen. Karin hat sich eins gesichert und Klaus war für die Rabattfindung mit dem zertifizierten Händler zuständig. Good Business für beide Seiten nachdem man sich auf 10 % Nachlass geeinigt hatte. Karin und Marc hatten von der Stadt raus mit dem Bus noch eine kleine Horrorfahrt hinter sich. Der Bus war noch voller als der Strand und die beiden waren schon vor Ankunft am Strand leicht durch den Wind. Körperkontakt mit halb Palermo im Stadtbus und das Ganze mit der unendlichen Geruchsvielfalt unterschiedlicher Körperausdünstungen verfeinert - da hatten wir beide im Cali dann doch eine etwas entspanntere Anfahrt. Wir hatten allerdings die Parkplatzsuche noch vor uns. Erst wollte uns ein sehr vertrauenswürdiger Herr am Straßenrand ein Ticket verkaufen. Nö, nicht mit uns. Dann Parkplatz angesteuert. Die wollten, dass wir ihnen den Schlüssel dalassen, falls sie unser Auto umparken müssen. Klar wir gehen zur Erholung an den Strand und geben einem sizilianischen Parkplatzbetreiber unseren Schlüssel, damit der ggf. unser Auto „umparken“ kann. Guter Ansatz - zumindest mal einen Versuch wert. Dann der 3. Versuch mit harten Preisverhandlungen - wollte den Preis für ein Wohnmobil von uns haben. Wir haben aber kein Wohnmobil sondern einen VW Bus und das ist was Anderes. Vor allem kostet das Parken mit Wohnmobil doppelt soviel wie mit PKW. Also wieder in den Cali rein und wir wollten uns den nächsten Parkplatz suchen. Letztendlich wurden wir uns doch einig, dass unser Bus lediglich ein „Big Car“ ist und die PKW-Konditionen auf dem Parkplatz gelten. Geschafft. Endlich ab zum Strand.
    Nach den ersten Eindrücken am Strand waren wir uns vier ganz schnell einig, dass wir unsere Luxuskörper unter all den anderen heute nicht zur Schau stellen werden sondern das Anstoßen in einer der zahlreichen Strandbars vorziehen. Gesagt, getan. Jeder einen feinen Drink bestellt und schon war der Nachmittag gerettet - und es gab sehr viel zu sehen. Getarnt hinter verspiegelten Sonnengläsern hatten wir so ziemlich alles Sehenswerte und Kuriose im Blickfeld. Und acht Augen sehen sehr viel. Nicht alles ist schön und sehenswert aber lustig und einfach nur zum Genießen.
    Nach ein paar schönen Stunden in einer Strandbar und einem Cafe (wir haben einmal die Lokalität gewechselt) war es dann auch Zeit, dass sich Marc und Karin wieder auf den Rückweg in die Stadt machen und den letzten Abend in Palermo noch genießen, bevor es morgen für die beiden mit dem Flieger zurück in die Heimat geht. Ja, alles Schöne hat auch mal ein Ende. Wir haben die Zeit in Palermo zu viert sehr genossen und hatten wahnsinnig viel Spaß. War echt der Hammer, wie aus der Idee mit dem Konzert dann eine schöne Zeit in Palermo entsteht. So werden aus spontanen Ideen schöne Lebensmomente mit Freunden.
    Wir sind auch zurück zu unserem Zeltplatz und haben den Abend noch am Hafen in der Nähe unseres Stellplatzes bei einem feinen Essen und außergewöhnlich gutem Eis ausklingen lassen. Ein schöner Abschluss in und um Palermo.
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  • Day26

    Palermo - Eindrücke

    June 9 in Italy ⋅ ☀️ 26 °C

    Palermo - die Hauptstadt Siziliens. Alles bunt, verfallen, schön, runtergekommen, lebendig, dreckig, faszinierend, schockierend und sie regt auf alle Fälle zum Nachdenken an.
    Eine Stadt mit vielen Gesichtern und Eindrücke für uns.
    Traurig vor allem, wie in dieser Stadt die tollsten und schönsten Bauwerke einfach verfallen oder nur notdürftig saniert werden. Statuen ohne Köpfe. Bauwerke, einigermaßen in Schuss, oben auf dem Sims wachsen die Bäume raus usw.
    Auf der anderen Seite die Lebensfreude der Bewohner, die Lockerheit, das sich treiben lassen und dem Leben vertrauen - auch das ist spürbar in dieser Stadt. Egal in welcher Ecke der Stadt.
    Wir haben nach dem Frühstück im B&B dann erst mal zu viert ein paar wichtige Bauwerke angeschaut. Unter anderem sind wir auf die Kuppel der Chiesa del SS Salvatore und haben die Stadt von oben betrachtet. Schön, wie die Stadt eingebettet zwischen den Bergen und dem Meer liegt. Und dann der Baustil. Alles dicht an dicht. Vieles für uns Deutsche nicht zu fassen, wie es von oben aussieht. Dann wieder eine tolle Dachterrasse zwischen all dem Chaos. Es funktioniert, auch wenn nicht alles perfekt nach deutschen Richtlinien gebaut und umgesetzt ist.
    Dann sind wir weiter Richtung Kathedrale und haben diese nach unserem Mittgsimbiss besichtigt.
    Am Nachmittag haben wir uns einfach durch die Stadt treiben lassen. Interessante Viertel durchquert und langsam aber sicher wurde es auch schon wieder Zeit für einen Kaffee und ein bisschen Dolci. Irgendwie waren wir nach dem Konzertabend, der etwas kurzen Nacht und dem Vormittagsprogramm etwas platt. Außerdem war der erste Sprizz im Schatten überfällig. Wir fanden einen schönen Platz am Theater-Café. Lounge-Ecke im Schatten und ein feiner Cocktail / Sprizz am späten Nachmittag. Das haben wir uns verdient.
    Den Tag haben wir in Palermo mit einem guten Abendessen ausklingen lassen und langsam wurde es für uns zwei Zeit mit dem Zug zu unserem Zeltplatz zurück zu fahren.
    Noch eine schöne, erfrischende Dusche und den lauen Abend noch mit einem Gläschen Wein vor dem Cali ausklingen lassen. Ein bisschen in Erinnerungen schwelgen und danach ab in die Heja.

    Liebe Grüße aus dem heißen Palermo
    Helga und Klaus
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  • Day25

    Palermo - Süden II

    June 8 in Italy ⋅ ☀️ 33 °C

    Am Samstag durften wir einen weiteren Höhepunkt unserer Reise erleben. Es ging nach Palermo ins Teatro Massimo zu Süden II mit Werner Schmidbauer, Pippo Pollina und Martin Kälberer.
    Wir haben für diesen Tag ein Zimmer in Palermo angemietet in einem schönen und sehr gepflegten B&B. Somit konnten wir uns den ganzen Stress mit Taxi zurück zum Zeltplatz mitten in der Nacht sparen.
    Wir sind am Samstag mit dem Zug nach Palermo. Haben im B&B kurz eingecheckt und sind dann gleich mal los und haben unsere Karten für das Konzert im Teatro abgeholt. Karin und Marc kamen ebenfalls am Nachmittag in dem B&B an. Die hatten es nicht ganz so entspannt wie wir. Sind in der früh von München mit dem Flieger los und kamen eben nachmittags in Palermo an. Hat alles gut geklappt. Der Flieger war pünktlich und die Fahrt vom Flughafen in die Stadtmitte ebenfalls perfekt.
    Abends haben wir uns zur Stärkung in einer Pizzeria getroffen und sind danach los Richtung Konzert. Der Saal in diesem Theater und die Atmosphäre sind einfach gigantisch und traumhaft. Genau der richtige Rahmen für einen Konzertabend.
    Das Theater ist ein Meisterbauwerk, das leider auch unter der Herrschaft der Mafia jahrelang gelitten hat. Es musste sogar zwischen 1975 und 1997 aufgrund gravierender Mängel geschlossen werden, da nichts investiert wurde. Erst 1997 nach über 20 Jahren Sanierungszeit, die immer wieder unterbrochen wurde (die Mafia hat hier extrem behindert und Gelder wurden abgezogen usw.) wurde das Theater zum 100 jährigem Bestehen wieder eröffnet.
    Leider sind wir beide dann etwas enttäuscht von dem Konzert nach 2 Stunden raus. Die drei hatten unserer Meinung nach nicht den besten Tag. Vor allem der Schluss hat uns sehr enttäuscht. Die drei sind mehr oder weniger sang- und klanglos von der Bühne verschwunden. Trotz minutenlangem Klatschen und Pippo-Rufen haben sich die 3 dem Publikum nicht mehr gezeigt. Immerhin war der Großteil der Zuhörer aus dem deutschsprachigen Raum und sind ein paar Kilometer zum Konzert angereist. Das haben wir auf anderen Konzerten schon besser erlebt und damit haben sie sich keinen Gefallen getan. Sehr viele Zuschauer waren nach dem Konzert ähnlich überrascht wie wir.
    Trotzdem ist es für uns natürlich was Besonderes gewesen, da dieses Konzert der ursprüngliche Grund unserer Reise ist. Also, hätten die 3 nicht hier ihr Programm gespielt, gäbe es diese Reise mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht. Und daher ist es trotz dieser kleinen Enttäuschung ein wunderbares Erlebnis.
    Nach dem Konzert gab es dann noch einen guten Absacker in einer schönen Bar in Palermo bei gut 25 Grad um Mitternacht. Was will man mehr nach so einem Abend?
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  • Day24

    Cefalu

    June 7 in Italy ⋅ ☀️ 29 °C

    Cefalu - wieder eine alte, sizilianische Stadt. Direkt an und um einem großen Felsen gebaut und das Ganze postkartenperfektioniert direkt am Meer. Die Stadt hat natürlich auch eine Kathedrale - wen wundert es und viele schöne Gassen, in denen es viel zu entdecken gibt. Lebensfreude, Händler, die ihre frischen Waren auf der Piaggio Ape anbieten, lautstark telefonierende und gestikulierende Italiener (die tippen bedeutend weniger wie wir in Deutschland - da wird noch telefoniert, und zwar mit Händen und Füßen). Viele Touristen sind mittlerweile auf Sizilien angekommen. Da hat sich seit den letzten 2 Wochen sehr viel getan. Anfangs waren wir ja so gut wie allein unterwegs. OK, Cefalu ist auch eine Hochburg für den Sizilienreisenden an sich.
    Die Stadt hat 2 wunderschöne und gepflegte Strände. Perfekt, für die Urlauber. Entweder ein paar Schritte ans Meer zum Erholen und Baden oder doch lieber den Flair der italienischen Stadt mit seinem Treiben genießen. Beides ist hier innerhalb weniger Meter möglich.
    Wir sind nach unserem kurzen Sightseeing und einem kurzen Besuch am Strand nach Mittag weiter gefahren Richtung Palermo zum Campingplatz. Es gibt hier in Palermo nur diesen einen Campingplatz, von dem aus die Stadt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen ist. In Palermo selbst gibt es ein paar Standplätze für Camper - diese sind jedoch sehr laut und haben zum Teil auch keine sanitären Anlagen (da haben wir gegenüber den großen Campern einen kleinen Nachteil). Somit kommen diese nicht in Frage.
    Wir sind einige Kilometer außerhalb der größten sizilianischen Stadt und werden heute Abend von der Stellplatzbetreiberin noch alles erfahren, was für die nächsten Tage für uns wichtig ist, wie die Sehenswürdigkeiten, Verbindungen in die Stadt usw.
    Jetzt ist erst mal Siesta angesagt und dann den Tag gemütlich ausklingen lassen. Morgen steht ja eins unserer Highlight´s auf dem Plan, auf das wir uns natürlich schon sehr freuen.
    Das Konzert Süden II im Teatro Massimo.

    Viele Grüße aus der Kurve vor der Urlaubs-Zielgeraden
    Helga und Klaus
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  • Day23

    Noto

    June 6 in Italy ⋅ ⛅ 28 °C

    Heute hatten wir keine Zeit für unseren Bericht. Nachbarschaftspflege auf dem Campingplatz. Morgen gibt es dann wieder unseren Bericht in gewohnter Art und Weise.
    Update 07.06.2019:
    Wir sind heute auf unserem Zeltplatz in der Nähe von Palermo angekommen auf dem wir jetzt die nächsten und die letzten Tage unserer Italienreise verbringen werden.
    Zeit zum Schreiben bei angenehmen gut 30 Grad unter der Markise
    Gestern sind wir von unserem Campingplatz Richtung Noto gestartet. Noto gehört zu einer der 8 Städte, die 1693 durch ein Erdbeben komplett zerstört wurden.
    Alle 8 Städte wurden im sizilianischen Barock aufgebaut und sehen sich daher sehr ähnlich. Also, haben wir uns die nahe liegendste und angeblich Schönste angeschaut. Wirklich sehenswert, wie hier der Barock dominiert. Es hat absolute seine Berechtigung, dass diese Städte zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt wurden.
    Der Dom wurde vor kurzem erst renoviert und erstrahlt innen und außen in neuem Glanz. Viele andere Kirchen (es gibt dort gefühlt an jeder Ecke mindestens eine Kirche) haben die Zeit leider nicht ganz so gut überstanden und man sieht ganz deutlich den Renovierungsbedarf. Schade, dass hier nicht mehr erhalten und investiert wird. Ganz besonders markant ist der Verfall bei den Privathäusern.
    Wir sind die Hauptstraße mit dem sehenswerten Dom, dem Opernhaus, vielen Kirchen und Palazzos einmal durch. Hat gereicht und wir sind dann nach einem guten Cafe in einer kleinen Bar weiter gezogen. Wir wollten auf jeden Fall noch irgendwie Richtung Palermo.
    Nach einem kurzen Routencheck mit allen verfügbaren Navis haben wir uns dann entschieden, quer durch das Land zu fahren, um auch vom Landesinnern noch einen Eindruck zu gewinnen. Irre, wie die Zeit bis jetzt vergangen ist. Für die Südküste reicht die Zeit nicht mehr. Macht nix, wir kommen ja wieder mal in die Ecke und dann genießen wir den Rest der Insel.
    Wir sind von Noto bis nach Enna über die Staats- und Landstraßen und waren wirklich von der Landschaft und dem Wechselspiel fasziniert. Sehr bergig und die Fauna sehr vielfältig. Von Kakteen, Waldgebieten bis hin zu steppenartiger Landschaft. Ein paar Kilometer meint man, die Toskana lässt grüßen.
    Leider auch im Landesinneren - egal ob Pampa, Dörfer oder auch größere Städte - wieder alles vermüllt. Sobald der Tourismus an Bedeutung abnimmt, werden die Regionen und Landstriche als große Müllhalden noch extremer zweckentfremdet. Schade.
    Wir sind von Enna Richtung Cefalu auf der Autobahn gefahren und haben uns in der Nähe von Cefalu einen Campingplatz mit einem schönen Strand gesucht und gefunden. Den Rest des Tages haben wir dann genossen, zuerst kurz an den Strand und später fein gekocht.
    Mittlerweile hat sich der Sommer wirklich durchgesetzt und wir können vom Frühstück bis nach dem Abendessen draußen sitzen. Ein ganz anderes Urlaubsfeeling als in den ersten Wochen unserer Reise.

    Liebe Grüße
    Helga und Klaus
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  • Day22

    Syrakus

    June 5 in Italy ⋅ ☀️ 24 °C

    Oh wie schön, ein Tag in Syrakus. Es gibt in dieser Stadt so viel zu sehen und die Geschichte der Stadt ist wirklich mehr als interessant. Die Griechen waren die Ersten hier, die was Vernünftiges aufgebaut haben - so um ca. 600 vor Christus. Haben hier die schönsten Tempelanlagen gebaut (viel schöner und prachtvoller als die in der Heimat), dann kamen die Römer, die Araber waren dann auch aktiv und haben in der Stadt ihre Spuren hinterlassen. Dann kam mal wieder der Friedrich der II. vorbei - der läuft uns jetzt schon zum Dritten mal über den Weg. Der hat die Stadt wieder von den Arabern zurückerobert usw.
    Das Interessante ist, dass alle die da waren, ihre Bauwerke verwirklicht haben. So gibt es hier das größte Amphitheater Italiens, das die Griechen gebaut haben und dann die Römer weiter genutzt haben. 15000 Sitzplätze und das Teil konnte sogar geflutet werden und Schiffe drin fahren (für Schaukämpfe auf dem Wasser)
    Das Alles haben wir im Vorfeld gelesen und da wir zur Zeit mit Kultur eh schon overload sind, haben wir uns die Anlagen heute erspart und uns in der Stadt einfach treiben lassen.
    Angefangen haben wir bei einem sehenswerten Fisch-, Obst- und Kuriositätenmarkt mit allem was man sich nur vorstellen kann.
    Und dann die Geräuschkulisse und das Treiben der Marktleute - einfach herrlich.
    Die vielen kleinen Gassen mit tollen Geschäften haben uns mal wieder voll ergriffen und nicht mehr losgelassen. Schön, wie hier auf Sizilien das Handwerk noch gelebt wird und auch an den Mann und Frau verkauft wird. Marketing von Auge zu Auge und Verkaufen können die Südländer einfach. Wir haben heute auch wieder zugeschlagen - ein schöner Tischläufer aus einer kleinen Manufaktur wird in Kürze unseren Esstisch verschönern und viele Erinnerungen an diesen Urlaub wecken.
    Unvorstellbar, dass dieser alte und lebhafte Kern der Stadt, auf einer Halbinsel gelegen, erst ab 1990 wieder belebt und hergerichtet wurde. Jahre zuvor haben die Menschen den Stadtteil großteils verlassen, da die Neustadt bessere und schönere Wohnungen geboten hat. Zum Glück haben die Menschen vor Ort dieses Potential erkannt und die Altstadt mit schönen Geschäften, tollen Bars, kleinen Trattorias wiederbelebt.
    Wir haben auch noch den Dom angeschaut. Der Dom in Syrakus wurde von den Griechen zuerst als Tempel gebaut, Man sieht die Tempelsäulen noch heute im Innern des Domes. Dann kamen die Römer - haben mal schnell eine Kirche draus gemacht. Dann waren die Araber da - angeblich wurde die Kirche dann zu einer Moschee umgebaut (wobei das nicht ganz sicher bewiesen ist). Dann haben sich die Katholiken wieder die Kirche zurückerobert und das Ganze ein bisschen mit Barockelemeten ausgeschmückt. Verrückt, oder?
    Das war dann auch für heute genug mit Geschichte und Steinen. So haben wir dann, ohne weitere Ausgrabungsstätten und Steinhaufen, die seit Jahrtausenden rumliegen, die Stadt auf unsere Art und Weise genossen. In engen Gassen, hin und wieder einen Cafe an der Bar, bisschen Dolci und noch an den Hafen - Klaus will immer so gerne große Boote gucken und da war heute einiges geboten. 60 Meter wurden nicht nur einmal zur Schau gestellt. Feine Teile, wie Klaus immer von sich gibt, wenn er den Hafen entlangschlendert.
    Danach ging es wieder zurück zu unserem Campingplatz. Das Thermometer hat die 30 Grad Marke gerissen. Hochsommer in Sizilien - und wir sind dabei. Rein in die Strandklamotten und endlich war „Aperol-Sprizz-Time“ an der CoCo-Bar angesagt - eine gute Alternative zu Geschichte und Ausgrabungsstätten.
    Wir haben am Strand noch Kees und Franzis getroffen - die beiden waren bereits auf den Zeltplatz in Taormina und sind jetzt ebenfalls vor Ort. Haben ihr Lager auf dem Nachbar-Campingplatz aufgeschlagen - so klein und schön ist die Camperwelt.
    Morgen wollen wir uns noch die Barockstadt Noto, hier ganz in der Nähe anschauen, und dann tasten wir uns langsam aber sicher Richtung Palermo vor. Wir haben ja nicht mehr allzu lange Zeit und wollen spätestens am Freitag auf dem Zeltplatz bei Palermo ankommen. Mal sehen, aus welcher Richtung der Fahrtwind morgen bläst und wo wir unseren Cali parken.

    Liebe Grüße von temporären Kulturbanausen aus Syrakus

    Helga und Klaus
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  • Day21

    Endlich Sommer, Sonne und Meer

    June 4 in Italy ⋅ ☀️ 25 °C

    Nach den Eindrücken und Erlebnissen in und um Catania haben wir heute noch den schönen Strand und die Strandbar in der Nähe unseres Campingplatzes genossen und den Nachmittag ausklingen lassen. Eine traumhafte Bucht mit feinem Sand, eingeschlossen von 2 schönen Kalksteinfelsen. Ja, uns geht es wirklich gut - dafür sind wir sehr dankbar - nicht nur heute

    Liebe Grüße und viel Spaß beim Foto anschauen
    Helga und Klaus
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