La Malinche
August 23 in Mexico ⋅ ☁️ 11 °C
🏔️ La Malinche – manchmal kommt es anders als geplant
Eigentlich fing der Tag erstmal ziemlich chaotisch an. Unser Guesthouse-Besitzer hatte uns gesagt, wir müssten uns um ein Zimmer überhaupt keine Gedanken machen und könnten einfach von Tag zu Tag entscheiden, wie lange wir bleiben. Gesagt, getan – nur leider stellte sich plötzlich heraus, dass wir morgens doch auschecken mussten. 🙈 Also schnell ein neues Hotel im Zentrum von Puebla gesucht.
Und dann klingelt das Telefon: Der Guide, den wir wg einer Vulkantour angefragt hatten fragt, ob wir spontan mit auf die Exkursion zu La Malinche wollen. Klar wollen wir! 😃 Dass es früh losgehen würde, war uns bewusst. Wir hatten mit ungefähr 1 Uhr nachts gerechnet. Tatsächlich hieß es dann: Abholung um 23:45 Uhr. Wir sollten vorher noch ein bisschen schlafen.
Tja… Samstagabend, Hotel mitten im Zentrum und wir mittendrin im mexikanischen Nachtleben. 🙈 An Schlaf war überhaupt nicht zu denken. Also ging es schließlich ohne Schlaf los.
Der La Malinche, auch Malintzin oder Matlalcueyatl genannt, ist ein erloschener Vulkan zwischen Puebla und Tlaxcala. Der normale Aufstieg beginnt auf etwa 3.100 Metern und führt bis auf 4.461 Meter – rund 1.350 Höhenmeter nach oben.
Zuerst geht es durch Wald, später wird die Landschaft immer karger. Oberhalb von etwa 4.000 Metern gibt es schließlich kaum noch Vegetation – nur noch Geröll, Felsen und jede Menge Wind. Und genau da merkten wir langsam, dass unsere Ausrüstung nicht unbedingt für diese Bedingungen gemacht war. 😅
Arno spürte seine Füße in seinen Wandervans kaum noch und auch meine Finger wurden immer kälter. Eigentlich sollte man die Hände dort oben besser nicht dauerhaft in die Jackentaschen stecken, denn im felsigen Gipfelbereich braucht man sie zum Festhalten und Klettern. 🥶
Wir waren schon ziemlich weit oben, etwa auf 4.350 Metern, als uns entgegenkommende Wanderer erzählten, dass man vom eigentlichen Gipfel gar nicht wesentlich mehr sehen würde und sich die letzten Meter nicht unbedingt lohnen würden.
Und ganz ehrlich: Nach einer schlaflosen Nacht, klammen Fingern und kalten Füßen mussten wir uns nichts mehr beweisen. Also beschlossen wir, ungefähr 100 Höhenmeter vor dem Gipfel umzudrehen.
Die Aussicht war trotzdem gigantisch! 🥰 Und 1.250 Höhenmeter hoch und wieder runter – ohne Schlaf und in dieser Höhe – waren auch so schon ordentlich.
Gegen 15 Uhr waren wir wieder zurück. Und was macht man nach so einem Tag? Genau: ab ins Bett und später Pizza! 🍕 Die hatten wir uns definitiv verdient. 😄Read more
























