• Berlin - Wien

    10 gennaio, Austria ⋅ ⛅ -7 °C

    Das Gedankenspiel, lediglich mit Handgepäck zu reisen, verwerfe ich angesichts der als notwendig erachteten Dinge und der Erkenntnis, dass ich mich dieses Mal nicht wieder vom Hauptgepäck abhängig machen muss. Auf der Westafrikatour war der Verlust des Hauptgepäcks in Guinea deswegen so verheerend, weil ich keine Norfallsachen im Handgepäck deponiert hatte. Dieses Mal teile ich alles besser auf. Auch ohne Hauptgepäck würde ich für gut eine Woche alles Notwendige bei mir haben.
    Es ist Samstagabend. Bei Minustemperaturen und im Zwiebelsystem mehrschichtig gekleidet, stapfe ich zur S-Bahn am Nordbahnhof. Weiter zum Potsdamer Platz, Umstieg in den FEX, Ankunft am BER. Am Schalter lasse ich mir 3 Tickets ausstellen:
    Berlin - Wien
    Wien - Addis Abeba
    Addis Abeba - Libreville
    Ich überprüfe, ob das Gepäck auch bis LBV durchgecheckt ist. Passt. An der Sicherheitskontrolle ist nichts los.
    Es läuft. Einstieg in den Flieger nach Wien. Der Abflug mit Austrian verzögert sich um eine halbe Stunde. Das wird knapp in Wien. Ich bleibe entspannt. Austrian und Ethiopian gehören zur Star Alliance. Samt Gepäck bin ich bis Libreville durchgecheckt. Die wissen, dass es Anschlussreisende gibt. Die werden warten.
    22 Uhr lande ich in Wien. Eine halbe Stunde später fliegt Ethiopian nach Addis Abeba. Ich werde rennen müssen. Leider gibt es keine Gangway. Dass ich einer der ersten im Zubringerbus bin, nützt mir nichts. Alle anderen haben es ganz offensichtlich weniger eilig. Es zieht sich. Jetzt heißt es rennen. Kurze Kontrolle wo ich hin muss. Anzeigetafel: „Gate geschlossen“
    Mich werden sie noch mitnehmen. 22:25 Uhr erreiche ich den Einstieg. Nein. Die Tür ist zu.
    Ich bin bestens darauf vorbereitet, irgendwo in Afrika Probleme zu bekommen. Ich habe nicht damit gerechnet, in Wien zu stranden.
    Am Austrian Schalter sucht man nach Möglichkeiten der Umbuchung. Bei der gleichen Strecke über Addis Abeba verliere ich einen ganzen Tag. Istanbul ist eine Alternative. Es läuft auf Paris als schnellste Lösung hinaus. Ausstellen neuer Tickets. Ein Gutschein über 20 € bei Burger King, ein Gutschein für eine Übernachtung im Hotel Moxy am Flughafen. Inzwischen ist es Mitternacht. Vollgewoppert bitte ich an der Hotelrezeption um einen Weckanruf 5 Uhr. „Wir haben leider keine Telefone auf den Zimmern. Ich werde klopfen.“
    Na Servas und gute Nacht 😄
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