• Das Salz in der Suppe

    April 7 in Italy ⋅ ☀️ 21 °C

    Quartu Sant’Elena ist so ein Ort, der dich erstmal irritiert anschaut – und du schaust irritiert zurück.
    Von außen wirkt vieles wie ein städtebauliches „Pfff, reicht doch“, aber dann stehst du plötzlich in einem Airbnb, das Roberta sehr hübsch eingerichtet hat. Sie kam natürlich zu spät - wir sind in Italien.

    Draußen gefühlt unfertige Straßen, Häuser, die aussehen, als hätten sie seit den 80ern auf ein Update gewartet, und diese Grundhaltung von „is halt so“. Alles irgendwie in die Jahre gekommen, oder eben gar nicht erst weil es nie fertig war. Wie mag das sein wenn Saison ist.

    Ich glaube Quartu Sant’Elena ist eine dieser Orte, die man leicht unterschätzt - drittgrößte Stadt Sardiniens, direkt neben Cagliari, mit einem Mix aus Meer, Chaos und Tradition. Hier wurde mal viel Salz abgebaut. Heute wohnen hier Flamingos und haben die Salzbauern vertrieben. Wir schauen einfach mal wie es hier so ist.

    Wir sind zum Strand gegangen, haben uns in einen Beachclub gesetzt und zugesehen, wie das Meer versucht, die Stadt optisch zu retten. Es gelingt ihm erstaunlich gut. Es ist gemütlich und die Preise sind sehr moderat- die Musik spitze. Alles sieht nach Massentourismus aus. Aber war das mal so oder kommt das in 2 Monaten wieder? Bis dahin müsste aber noch wer aufräumen.

    Und dann die Flamingos –sie stehen im Wasser herum, völlig unbeeindruckt von der menschlichen Improvisationsarchitektur ringsum. Ab und an drehen sie eine Runde über die alten Salzseen. Ich dachte zugegebener Maßen, dass sie mehr rosa sind und eher nicht hier wohnen.

    Wir werden uns diesen Ort die nächsten Tage mal erarbeiten. Es soll ne Menge geben hier und drumherum, Es ist auf jeden Fall spannend.
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