• Spiaggia di Tuerredda

    April 10 in Italy ⋅ ☀️ 24 °C

    Schon von weiteren leuchtet der weiße Sand neben dem türkisen Meer. Der Weg zum Strand aber ein Abenteuer für sich: zugeparkt, als hätte jemand beschlossen, hier ein Autokino zu eröffnen, nur ohne Leinwand. Stattdessen offensichtlich ein geplatztes Wasserrohr, das sich wie ein trüber Fluss durch den Sandweg schlängelte. Unser Arosa, ohnehin schon ein Staubfänger, trug nach der Durchquerung dieses Hindernisparcours nun auch noch die Farbe des sardischen Bodens – ein natürliches Camouflage. Ich war ja fest der Meinung - da ganz vorne am Strand wird schon zufällig was frei sein. Augenrollen vom Beifahrersitz hast du da gratis sage ich dir.
    Aber ich hab am Ende des Weges alle rausgeschmissen und bin zurück um einen Parkplatz zu finden - SuperPapa!

    Also Arosa nochmal durch den Gatsch und dann zu Fuß nochmal.
    Doch dann der Strand. Und plötzlich war alles andere egal.
    Das Wasser, dieses unglaubliche Türkis, lud zum Eintauchen ein. Ella verschwand fast sofort ins Wasser. Liah ist da was huschiger und findet es zu kalt. Später muss ich auch einfach mal rein. Gaaaaanz vorsichtig.
    Zwei Stunden lang waren wir einfach nur da, im Rhythmus der Wellen, der Sonne, des Windes.

    Als der Hunger kam, landeten wir im „edlen“ Strandbistro. Kein Porzellan, kein edles Besteck – nur Einweggeschirr, vermutlich eine Folge des Wasserrohrbruchs an der Straße. 😅
    Aber wer braucht schon Porzellan, wenn es Wein für uns gibt, kühlen und aus einem echt netten weißen Plastikweinglas? Dazu kam, was Sardinien ausmacht: ein frischer Salat, sardische Spezialitäten, die nach Meer und Kräutern schmeckten, und natürlich – die Krone des Ganzen – eine cotoletta mit Pommes, knusprig, goldbraun, genau wie sie sein muss für die kleinen Damen.

    Am Ende des Tages war klar: Tuerredda ist nicht nur ein Strand. Es ist ein Ort, an dem selbst ein geplatztes Rohr und ein chaotischer Parkplatz nicht stören können – weil das, was zählt, einfach zu gut ist.

    Weiter geht’s.
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