• Mt Bromo

    May 23 in Indonesia ⋅ 🌧 16 °C

    Heute Morgen bzw heute Nacht ist Sven um halb 4 los gewandert zum Sonnenaufgang. Irgendwann werden wir das auch zu fünft machen und ich werde solche Naturspektakel auch wieder sehen. Aber im Moment lass ich Sven da den Vortritt. Is irgendwie nicht so meins, im Dunkeln durch unbekannte Berge zu wandern- alleine!
    Gegen 7 kam er wieder zu uns. Die Grossen und ich waren schon ganz aufgeregt. Die Kids haben ja gestern Abend nicht mehr mitbekommen, dass ich doch noch Tickets bekommen habe und freuen sich jetzt riesig. Wir frühstücken im Zimmer Toast mit Erdnussmus. Als der Jüngste aufwacht, will er auch direkt los.
    Um 7:30 Uhr!!! sind wir schon unterwegs Richtung Wüste.
    Da wir nun Tickets haben, möchten wir diese natürlich auch beim Haupteingang zeigen und unsere Eintrittsbändel abholen 😉
    Der Weg am Anfang ist sehr steil und ich frage mich, wie ich den Berg je wieder hochkommen soll. Aber ich glaube, mein Knie war von der Nacht einfach noch ein bisschen eingerostet.
    Wir laufen durch Sea of Sand, so wird die „Wüste“ hier genannt und zum Glück hat es gestern geregnet, so dass der Sand nicht ganz trocken ist und uns nicht durchs Gesicht fegt.
    Je näher wir dem Vulkan kommen, desto mehr Menschenmassen sammeln sich. Viele lassen sich per Pferd den Berg hoch reiten.
    Die Kids laufen ohne Murren und Meckern.
    Bevor es die Stufen zum Krater hoch geht trifft mich fast der Schlag:
    Wir wussten, dass früh am Morgen n Haufen Menschen da sein werden, die alle eine Sonnenaufgangstour gebucht haben.
    Aber Leute, es war nicht steil. Unsere Kinder sind das ohne Probleme gelaufen. Schaut im Video selbst, wieviele Pferde hier stehen und darauf warten, wieder nen faulen Tourist runter zu transportieren.
    Ich kann’s nicht anders sagen. Aber das hat mich geschockt. Wenn man den Berg nicht hochlaufen kann, dann hat mans auch nicht verdient den Krater zu sehen.
    Naja wir machen uns weiter auf den Weg und erklimmen 245 Stufen um diesen Ausblick als Belohnung zu bekommen.
    Ich bin sehr ehrfürchtig und total gebannt.
    Der Erde so nah und doch so weit oben. Wisst ihr was ich meine?
    Da is einfach n riesen Loch vor dir, wo Dampf aufsteigt und wenn nötig, kommt da einfach neues Land aus dem Loch.
    Ja, ein bisschen riecht es nach faulen Eiern, aber hab schon schlimmeres gerochen 😜
    Normalerweise bekommen sonst immer die Kinder Komplimente aber hier oben gab es diesmal eines was besonders Sven freute: Ein Mann fragte woher wir kommen und dass unsere Kinder Glück haben, solche Eltern zu haben, die ihnen solche Orte zeigen. Das ging runter wie Öl…
    Nach 10000 Herzinfarkten und Angst um die Kinder gehen wir langsam wieder runter und laufen gemütlich durch die Wüste zurück zu unserer Unterkunft.
    Dort erleben wir etwas, was wir so auch noch nicht erlebt haben. Wir bestellen uns einen Grab Fahrer. Anstatt dass er kommt, chattet er mit uns und will mehr Geld.
    Ich kann seit zwei Tagen nich essen, habe heute Morgen schon ne Wanderung gemacht, da fang ich doch nicht an zu diskutieren. Wer Grab nicht kennt: Ich gebe ein wo ich bin und wo ich hin will. Dann wird mir der Preis angezeigt und ich kann diesen akzeptieren. Dann wird mir ein Fahrer gesucht.
    Dieser hier wollte fast das Doppelte, was in der App angezeigt wird. Er kommt zur Unterkunft und fängt an zu diskutieren.
    Parallel haben wir in unserer Unterkunft nach einem Fahrer gefragt und diesen schlussendlich auch genommen.
    Die Rückfahrt war nicht so aufregend wie die Hinfahrt, aber hat sich gefühlt ewig gezogen. Und ich will doch einfach nur ins Bett 😕
    Irgendwann haben wir’s geschafft und gehen direkt zum Abendessen los- ein Hoch auf Nasi Putih, mein Leibgericht der letzten Tage: trockener gekochter Reis…
    Zeitgleich hauen immerhin die Kinder dafür richtig rein und verputzen acht Omelette Toasts.
    Müde und völlig überwältigt landen wir im Bett.
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