Nicaragua
March 2 in Nicaragua ⋅ 🌙 27 °C
Ein riesiges Land, jedoch grösstenteils Urwald und umso dichter besiedelt an der Pazifikküste. Ein günstiges Land mit aufkommendem Tourismus. Und einer sich verändernden Regierung über die man nicht spricht.
Doch den Menschen gehts gut. Krankenversorgung kostenlos. Schulbildung kostenlos. Tourismus nimt stark zu und damit auch die Gentrifizierung kleiner Ortschaften. Denn die Landschaft ist schön, abwechslungsreich. Von dürr bis tropisch hat dieses Land doch einiges zu bieten. Nur leider kaum Tiere, denn die werden hier noch immer zu fleissig gejagd um am Strassenrand hochgepriesen. Was die Nicos an Leguan und Gürtentier so lecker finden, will ich gar nicht wissen.
Die Häuser bestehen aus Wellblech, die Autos sind zerbeult und es hat erstaunlich viele Ochsenkarren unterwegs. Viele gehen zu Fuss oder mit einem klapprigen Rad, Viel Armut in den Nebenstrassen, die öffentlichen Schulen überfüllt von den durchschnittlich 6 Kindern pro Familie. Und so kommen mir heute rund 100 Teenies in Uniform entgegen, da haben wohl 2 Schulklassen früher Feierabend.
Die Strassen sind schmutzig, überall liegt Müll am Strassenrand oder wird gleich da offen verbrannt. Sogar die Polizei wirft das Papierli auf die Strasse. Es fehlt ein Sinn für das Grössere rundum. Jeder macht nur das Nötigste und gute Arbeiter die mitstudieren sind schwer zu finden.
Der Verkehr entspricht dem durchscnittlichen Chaos von Zentralamerika. Etwas wild duchreinander, gelegentlich eine endende Fahrbahn oder Hindernisse ohne Hinweise. Schlaglöcher sind bis zu 40cm tief und manchmal fehlt einfach der Belag. Die neue Geschwindigkeitsregelung von 40kmh für Motorräder ausserorts wird nicht wirklich beachtet. Gut so, denn ansonsten wirst du viel zu oft vom massiven Schwerverkehr überholt. Die Nebenstrassen sind dagegen eher überlaufen als befahren, gehalten wird wos grad passt und Signalzeichen sind überflüssig. Das Leben findet auf der Strasse statt, die Vorgärten sind asphaltiert und bestuhlt, um dem Treiben zuzuschauen. Und ab und zu kreuzt ein Hausschwein die Fahrbahn oder der Hirt mit seinen 3 Kühen.
Neue Infrastrukturprojekte im Land sind massiv. Von Naturstrasse zu zweispurigem Highway in 6 Monaten, die Häuser links und rechts liegen nun 6m tiefer als die Strasse und schaufeln sich eine eigene Zufahrt. Die 4spurige Schnellstrasse im Süden endet an der Grenze in einem Zaun neben einem Trampelpfad, denn dahinter hat CostaRica kein Interesse für eine neue Verbindung ins Migrationsland nebenan.Read more



