• Drei Tage Samaipata, Bolivien

    Feb 6–9, 2025 in Bolivia ⋅ 🌙 17 °C

    Samaipata, ein kleines, süßes Dorf in den bolivianischen Anden.
    Auf Empfehlung von Freunden war es eine recht kurzfristige Entscheidung den (Nacht-)Bus von Sucre aus zu buchen.
    Erst danach haben wir uns mit dem "nach" Samaipata beschäftigt, und festgestellt, dass es - uupsiii- iwi aus der geplanten Reiseroute fällt.
    Und wir danach vermutlich wieder zurück nach Sucre müssen, um nach Uyuni zu kommen.
    Die andere Möglichkeit wäre 21 Stunden Bus fahren mit Umstieg in Santa Cruz. Da streikt aber ggf. Monas Rücken, fällt also raus.
    Egal. Bus und Air BnB sind schon gebucht, dieses Samaipata wird schon gut werden! Wird es auch :)

    Auch wenn wir etwas müde starten.

    Nach einer holprigen, aber landschaftlich beeindruckenden Busfahrt von Sucre schmeißt uns der Busfahrer nachts um kurz nach 1 an einer Tankstelle an der Hauptstraße raus. Samaipata ist nämlich bloß ein kurzer Stop auf der Fahrt nach Santa Cruz.
    Es folgt ein halbstündiges, doch recht steiles Märschlein (mit 15 kg Marschgepäck 😄) zum Air BNB. Wir sehen erst am nächsten Tag mit Licht, dass der Weg nicht nur steil, sondern auch recht steinig war - aber auch stolpern im Dunkeln muss gelernt werden 😉

    Wir werden aber auch um halb 2 im Air BnB noch reingelassen, und nach einer kurzen Nacht lassens wir am ersten Tag gemütlich angehen.

    Den Vormittag nutzen wir für einen entspannten Spaziergang durchs Dorf. Hier sind die Straßen ruhig, überall bunte Häusern, kleine Cafés und Handwerksläden.
    Samaipata - der Name bedeutet in der indigenen Quechua-Sprache „Ruhe in den Höhen“ – und das beschreibt das Flair auch sehr gut. Aber man merkt auch, dass es bei (wohl überwiegend amerikanischen) Hippies und "Aussteigern" beliebt ist 😉
    So sind die Straßenmusiker und Handwerksstände z.T. sehr "westlich".

    Abends kocht Benno - Pasta 🍝 😉 👍.
    Wir bemerken allerdings zu spät, dass es weder Besteck noch Teller gibt, also gibt's One-Pot Pasta mit unserem kleinen Müsli Löffel und dem Plastik - Notfallbesteck. Lecker war's auf jeden Fall!

    Tag 2: Mona stiefelt ein bisschen in die umliegenden Hügel, Benno nutzt das Air BnB für ein bisschen Erholungsurlaub.
    Abends lassen wir es uns bei bolivianischem Wein (Reben wachsen auf über 2.000m!) und "rico cocina méjico" gut gehen.

    Tag 3: EIGENTLICH wollten wir den letzten Tag für eine gemeinsame, etwas außerhalb liegende Wanderung nutzen (Anfahrt wäre mit dem 🛵 Taxi). ABER es regnet. Also Plan anpassen.
    Gemütlich starten, nochmal Café (und Teilchen) genießen, durch den Markt schlawanzen und dann zu Fuß los.
    Und einen super schönen Tag "finden"!
    Mona ist gestern durch Zufall schon am "Refugio Jacha Inti" vorbei gekommen. Einer
    Auffangstation für gerettete Wildtiere (aus dem Wildtierhandel), der Erlös der Eintrittskarten geht dem Erhalt des Platzes und den Tieren zugute.
    Und was es dort nicht alles zu sehen gibt! Landschildkröten, verschiedene Papageien, Aras, kleine und größere Affen, Wildschweine, Hirsche, Tapire, aber auch Nutztiere (Kaninchen, Enten, Gänse, Ziegen, Lamas, Schweine und Pferde). Gefällt uns sehr! Teilweise darf man sogar in die Gehege rein.
    Abschließend noch ein kleiner Aussichtspunkt mit wunderschönem Rundumblick, dann Gepäck satteln und zum kleinen "Busunternehmen" (Welches witzigerweise auch eine Wäscheri ist) im Ort. Bedeutet hier: eine Familie - Sohn verkauft uns in der früh die Tickets, Papa und Mama fahren uns abends um 20 Uhr mit dem Auto zur nächsten Tankstelle, warten dort mit uns (im Auto) auf den vorbeifahrenden Nachtbus und begleiten uns dann persönlich zur Bustür 😉

    Ist übrigens ein wunderbares Beispiel für die bolivianische Mentalität die wir hier erleben (dürfen): Immer sehr hilfsbereit, mit einem Lächeln im Gesicht und (meistens) gut drauf. Und alle grüßen alle. Mögen wir (auch) sehr 😊

    Busfahrt zurück nach Sucre ist trotzdem bisschen zäh. Kommen morgens um 5 an und müssen uns (gerade) noch bis 11 Uhr die Zeit (mit Frühstück und Kaffee) tot schlagen. Dann können wir ins Air bnb. Aber so bleibt Zeit für (diesen) Blogeintrag.
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