• Das Abenteuer Komodo beginnt

    May 17, 2024 in Indonesia ⋅ ☀️ 29 °C

    Das Frühstück war inkludiert und war eher mittelmäßig und fügte sich ins Gesamtbild. Aber heute sollte unsere dreitägige Komodo National Park Boots Tour starten und wenn diese ähnlich vom Essen wird, wie die Rinjani Tour, dann sollte es sehr lecker werden. Erstmal mussten wir jedoch zum Hafen kommen. Mit dem Fahrer, der uns abholen sollte, hatte ich bereits per Whatsapp geschrieben. Dieser ließ ein wenig auf sich warten aber sackte uns schließlich ein. Mit im Auto waren zwei Schweizer, mal schauen wie die restliche Gruppe sich zusammenfügen würde. Die Fahrt dauerte selbst nicht lang und am Hafen empfing uns ein teilweise chaotisches Treiben. Nicht das viele Fischer und Händler der Grund gewesen waren, es waren eher die unzähligen Tourboote und die resultierenden Touristen, welche heute ihre Tour beginnen sollten. Wir bekamen einen kleinen Schattenplatz. Die eine Gruppe ging, eine andere kam, wir wurden jedoch erstmal geparkt. Der Tourveranstalter tauchte auf und hatte leider schlechte Nachrichten. Die Firma hat mehrere Boote und das, was wir uns herausgesucht hatten, war leider von einem Wasserrohrbruch betroffen. Er zeigte daraufhin ein paar Bilder aber so richtig konnte ich es ihm nicht glauben. Erstens, wo sind die anderen, welche auf dem Boot gewesen wären. Zweitens, bereits im Vorfeld gab es Versuche, dass wir auf ein anderes Boot sollten. Drittens, die Kabine, welche beschädigt war, war nicht unsere. Es wirkte ein wenig fingiert, um das eine Boot voll zu bekommen. Letztendlich sparten wir Geld, da das neue Zimmer zwar nicht mehr so groß aber aber dafür günstiger war. Daher arrangierten wir uns, obwohl wir nicht alle Informationen im Kopf hatten, um die gesamte Lage zu überschauen. Anschließend wurden wir in ein kleines Boot verfrachtet und zum großen Schiff gefahren. Es waren bereits ein paar Leute an Bord, aber noch nicht alle da. Auf dem Oberdeck machten wir es uns gemütlich, während die Letzen eintrudelten. Der Guide trommelte oben alle zusammen und bei der Einleitungsrunde wurden wir mit einem Begrüßungstrunk verköstigt. Wir sind ein bunt gemischter Haufen, von jung bis alt, von Teilen aus Europa aber auch Asien. Die Tagesaktivitäten wichen von dem ab, was wir auf dem zugesendeten PDF gelesen hatten aber wohl nur von der Reihenfolge. Naja, mal sehen was die nächsten Tage so auf uns zukommt. Heute auf jeden Fall viel Schnorcheln. Zuerst bekamen wir jedoch unsere Kabinen zugewiesen, mit welcher wir recht zufrieden waren.

    Das Boot hat zwei Etagen. Hinten, unten befand sich die Küche, mit einem kleinen Essbereich. Wir sind 14 Leute, wo jeder einen Platz finden sollte. Dann kam eine dreier Kabine, an welche sich unsere Kabine anfügte. Wir haben somit die vorderste unterste Kabine und zu drei Seiten Fenster. Vorn befindet sich ein weiterer Sitzbereich und die Treppe nach oben. Der erste Teil der oberen Etage ist ein Liegebereich, welcher mit mehreren Sitzsäcken ausgestattet ist. Es folgt das Steuerhaus und die restlichen Kabinen.

    Der Hafen war schon länger außer Sicht und wir auf offenem Meer. Die Inseln vom Komodo Nationalpark rückten immer näher. Eine hatte einen türkisenen Halbring, welcher wunderschön aussah. Wir gesellten uns zu ein paar anderen Booten, nahe zweier Inseln. Die eine hatte sehr hübsche Bungalows, welche zu einem Resort gehörten. Die Anlage war nicht übertrieben und fügte sich gut ins Gesamtbild ein. Wir waren alle mit Schnorchelequipment ausgestattet und gingen allesamt ins Beiboot. Gefühlt war dieses überladen und die ein oder andere Welle fand den Weg über den Rand aber die Jungs hatten die Aktivitäten schon vielfach getan. An den meisten Schnorchelgruppen ging es vorbei, ehe auch wir ins Wasser durften. Sobald wir im Wasser waren, hatte die Unterwasser uns wieder fest in ihren Händen. Wieder sahen wir neue bunte aber auch größere Fische, eine Schildkröte war ebenfalls wieder dabei. Wir kapselten uns ein wenig von der Gruppe ab und konnten so in Ruhe die Fische beobachten. Langsam ließen wir uns von der Strömung am Riff entlang treiben. Dann hieß es wieder, alle ins Beiboot und ab zum Schiff, da wartete bereits das Mittagessen auf uns.

    Wir schlängelten uns weiter durch die Inselwelt und drangen immer tiefer in den National Park vor. Auf dem Oberdeck hatten wir einen rundum Blick und konnten alles genau beobachten. Der nächste Stop war ein wenig entfernt und sollte ein Highlight der Tour sein. Dort konnte man einen großen Rochen beobachten, einen Manta. Mit großer Neugier ging es erst ins Beiboot. Der Guide stand vorn und beobachtete die Situation. Wir fuhren, drehten, fuhren weiter aber so richtig war er nicht zufrieden. Als wir ins Wasser gingen, waren wir über einen Riff aber einige Kilometer weg vom nächsten Strand. Die Korallenwelt war schön und es gab viele Fische. Das wirkte aber nur nebensächlich, denn der Manta war der Fisch, weswegen wir zu diesem Punkt gefahren waren. Die Strömung war ziemlich stark und wir blieben immer dicht am Guide aber im ersten Durchgang gab es keinen Manta für uns. Wir kletterten wieder auf das Beiboot, sprangen an anderer Stelle wieder ins Wasser aber mehr Glück hatten wir leider nicht . Dafür sahen wir wieder eine Schildkröte, welche zufrieden ihren Magen füllte. Schade, aber eine Möglichkeit, einen Manta zu sehen, würden wir auf Nusa Penida bekommen. Wieder wurden wir vom Beiboot eingeladen und woanders ins Wasser geschickt. Diesmal sollten wir zu einer Sandbank mitten im Meer schwimmen, welche das Wasser ringsherum türkisblau färbte. Diese war wirklich traumhaft aber einfach zu viele Leute. Wir liefen die Sandbank ein wenig ab, vertrieben uns die Zeit im Wasser und entspannten am Strand.

    Frisch geduscht kamen wir aus unserer Kabine, der Motor lief wieder auf Hochtouren und wir waren auf dem Weg zu unserem Ankerplatz. Währenddessen senkte sich die Sonne immer weiter und wir fuhren langsam auf eine schwarze Wand zu. Mit ein wenig Seegang schwankte das Schiff hin und her. Einmal saßen wir vorn am Bug, das andere Mal legten wir uns auf die Sandsäcke am Oberdeck. Eine Gruppendynamik ist nicht wirklich entstanden, die Menschen sind hier aber auch sehr unterschiedlich. Der Guide macht bis jetzt keine gute Figur. Sein Englisch ist eher gebrochen, Informationen werden nicht oder nicht rechtzeitig geteilt. Es gibt wenig klare Ansagen zu den Aktionen.

    Am Ankerplatz angekommen, lagen bereits dutzende Schiffe hell erleuchtet vor Anker. Wir lagen nun in einer Bucht vor Padar island, eine wunderschöne Insel, auf dessen Gipfel es morgen zum Sonnenaufgang gehen würde. Jetzt hieß es erstmal Abendbrot, welches ganz lecker war. Danach schnappten wir uns einen Tee und ließen den Abend entspannt am Bug ausklingen. Auf anderen Schiffen lief Musik aber auch hier schien der Guide irgendwie nicht das richtige Händchen zu haben.
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